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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 24381
Erfahrung:  Ausbildung spezielle Schmerztherapie, 21 Jahre Betreuung neurol. erkrankter Patienten
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich bin 51 Jahre alt, Kinderärztin und habe nach einem Virusinfekt

Kundenfrage

Ich bin 51 Jahre alt, Kinderärztin und habe nach einem Virusinfekt vor 6 Wochen eine am ehesten postvirale Polyneuritis/-neuropathie/Myopathie (Beginn vor 5 Wochen, rechtsbetont, beinbetont). Die Diagnostik war sehr langatmig und schwierig. Jetzt bin ich seit 4 Tagen in der ambulanten neurologischen Reha des NRZ Wiesbaden, wo ich mich sehr gut aufgehoben fühle und es endlich ein Therpiakonzept gibt. Dort habe ich endlich gegen meine neuropathischen Schmerzen Lyrica bekommen, was sofort eine deutliche Besserung gebracht hat.
Meine Frage:
Wie ist der Krankheitsverlauf, welche zeitlichen Verläufe kann man erfahrungsgemäß machen? Was kann ich noch zur Heilung selber tun? Wie lang sollte eine Reha mindestens dauern?
Danke!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

so pauschal kann man diese Frage nicht beantworten, weil Neuropathien nicht nur unterschiedlich schwer, sondern auch unterschiedlich lange ablaufen. Die Rehadauer sollte mindestens drei Wochen betragen und hängt davon ab, welche neurologischen Defizite aufzuarbeiten sind. Jedes Üben regt geschädigte Nerven zur Regeneration an, deswegen üben Sie: Wann immer es geht, nicht nur krankengymnastisch, sondern auch ergotherapeutisch, alle Sinne reizend, in jeder freien Minute.
Das Sie erst so spät Lyrica bekommen haben, ist ärgerlich; es ist das Mittel der Wahl. Bitte dosieren Sie es ausreichend hoch, damit sich der Schmerz nicht ins Schmerzgedächnis einprägt! Tapferkeit ist hier keineswegs angesagt. Bei Besserung kann ja jederzeit herunterdosiert werden. Sind die Schmerzen bei wichtigen Übungen noch zu stark, können bei Bedarf Morphine hinzugefügt werden.
Wie Sie sehen, bin ich keine Neurologin, habe aber in jetzt 20 Jahren Praxistätigkeit viele Betroffene mit- und nachbehandelt. Ich würde Ihnen gerne eine Prognose geben, aber das wäre unseriös; das werden auch die neurologischen Kollegen vor Ort nicht tun, weil jeder Verlauf anders ist.
Ich finde es wichtig, die Zwangspause auch für eine allgemeine Erholung zu nutzen und vor allem autogenes Training zu lernen. Dazu Yoga oder Tai Chi, das einem auch im ärztlichen Alltag hilft, die notwendige Kraft aufzubringen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen gute Besserung und eine restitutio ad integrum!

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