So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Orthodoc.
Orthodoc
Orthodoc, Dr. med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2968
Erfahrung:  Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
47193624
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Neurologie hier ein
Orthodoc ist jetzt online.

Unerklärliche Symptome in der LWS, Ratlosikgeit der Ärzte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin soeben zufällig über Ihre Website gestolpert und habe folgendes Problem: Ich bin 33 Jahre alt und wurde vor 10 Jahren auf LW4/5 operiert (massiver Prolaps mit Lähmungserscheinungen zuerst im rechten, dann in beiden Beinen), die Bandscheibe wurde damals in einer Notop ohne Versteifung komplett entfernt. Ich hatte jedoch seitdem keinen einzigen schmerzfreien Tag mehr und liege alle paar Monate für einige Wochen wegen starken Schmerzen und rechtsseitigen Muskelkrämpfen. Dieser Zustand wird seit 11 Jahren immer durch einen Schmerzimpuls auf Höhe 4/5 ausgelöst, was dazu führt, dass sich innerhalb weniger Stunden meine Muskulatur zusammenzieht (rechte Hüfte wird dadurch mehrere cm in die Höhe gezogen) und damit gehen, sowie das Aufrichten des Oberkörpers unmöglich wird. Nun wurde allerdings vor eineinhalb Jahren ein akuter Prolaps auf 3/4 dianostiziert; die Ärzte wissen nicht, was sie mit mir tun sollen, da meine Symptomatik eindeutig von 4/5 kommt, dieses Segment jedoch keinen Prolaps aufweist. Meine Frage: Auf den MRT Bildern ist ersichtlich, dass sich durch die OP Narbengewebe gebildet hat. Ist es möglich, dass der andauernde Schmerz und die immer wiederkehrenden starken Schmerzimpulse durch eingschlossene Nerven im Narbengewebe hervorgerufen werden? Kann diese Problematik minimalinvasiv behoben oder eruiert werden? Vielen Dank für Ihre Hilfe, L. B.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Patientin

Es ist bekannt, dass sich nach einer Bandscheiben-OP ohne Stabilisierung eine Arthrose in den Anschlusssegmenten entwickekln kann, was bei Ihnen wohl der Fall sein wird.
Hat man mal dynamisch (in Bewegung) unter dem Druchleuchtungsgerät geschaut, ob ein Wirbelgleiten vorliegt, wenn Sie Sich nach vorne oder hinten beugen?

Wahrscheinlich muss man eine Stabilisierung der Segmente L3-L5 oder sogar mehr vornehmen. Da es ein Revisionseingriff ist, würde ich eher von einem minimalinvasivem Verfahren abraten, da erstens das Operationsgebiet schon vernarbt und verändert ist und man wahrscheinlich Stangen und Schrauben einbringen muss, was eh nicht minimalinvasiv gehen wird.

Lassen Sie Sich von einem auf Wirbelsäulenchirurgie spezialisierten Orthopäden untersuchen und beraten, der auch eine dynamische Untersuchung macht.

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben und bitte Sie in diesem Fall, meine Antwort zu akzeptieren. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen.

Mit freundlichen Grüssen und Gute Besserung

Rechtlicher Hinweis:
Diese Information kann die Konsultation mit Erhebung einer genauen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung beim Orthopäden nicht ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Verantwortung für die Diagnosestellung und die Therapie trägt der behandelnde Arzt. Daher ist eine Haftung für diese Information ausgeschlossen, auch wenn ich mir grösstmögliche Mühe gebe, Sie nach besten Wissen und Gewissen zu beraten.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Experte,

 

vielen Dank für Ihr Feedback. Wirbelgleiten liegt nicht vor, die bereits konsultierten Orthopäden schlagen als einzige Variante ebenfalls eine Versteifung vor, merken aber jedesmal an, das man dies auf "gut Glück" versuchen könnte, aber nicht unbedingt Besserung bringen muss.

Es besteht eine Arthrose reichttseitig, die allerdings nicht für den Schmerz verantwortlich sein kann (Gelenke wurden bereits stationär an 2 aufeinanderfolgenden Tagen gespritzt, keine Veränderung).

Eine von 4/5 ausgehende Problematik ist Ihrer Meinung nach nicht denkbar? Diese Schmerzen sind bereits seit 10 Jahren und noch vor einer Schwäche auf 3/4 vorhanden.

Experte:  Orthodoc hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es kann schon sein, dass die Narbe der ehemaligen Bandscheibe hypertrophiert ist und wieder die Schmerzen verursacht. Aber wenn es schon 10 Jahre geht, kann auch gut eine chronische Schmerzkomponente mit dabei sein.
Als einzige operative Möglichkeit kommt nach wie vor die Stabilisierung in Frage, aber ob man das "auf gut Glück" probieren sollte?