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Dr. Berghem
Dr. Berghem, Facharzt
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 559
Erfahrung:  Facharzt für Kinderheilkunde, 17 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder, Allergologe, Naturheilverfahren
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Dr. Berghem ist jetzt online.

Hatte 2004 einen schweren Unfall in Form eines Sturzes von

Kundenfrage

Hatte 2004 einen schweren Unfall in Form eines Sturzes von einer Hochempore. Hierbei zog ich mir u. a. Frakturen der BWS zu und erlitt einen schweren Schlag auf den Hinterkopf, dem eine ca. 10 minütige Bewusstlosigkeit folgte. Unmittelbar nach dem Sturz hatte ich starke Sehstörungen in Form von "wabernden" Bildern, Flimmern, etc. Ich konnte kaum den Blick fixieren. Ein sofortiges CT ergab keinen Befund. Man schob es im Krankenhaus auf den Schock und auf in diesem Zusammenhang megahohen Blutdruck. Die Sehstörung gab sich nach einigen Minuten wieder. Nun tritt sie aber in ähnlicher Form immer wieder sporadisch in unregelmäßigen Abständen auf so z. B. letztmalig letzten Donnerstag (22.03.), vor Weihnachten 2011, davor Mitte November 2011, usw. Der Verlauf ist immer ähnlich: Auf einem oder beiden Augen bildet sich sowas wie ein Ring, mit Dreiecken darum o. ä. die Bilder "wabern", es bilden sich Fragmente, es flimmert und flirrt auch bei geschlossenen Augenlidern. Ich kann den Blick kaum fixieren. Ich gucke schon immer auf die Uhr, nach 10 - 15 Minuten ist der "Spuk" vorbei. Es ist ein schrecklicher Zustand der mich sehr ängstigt. In der Zeit des Auftretens kann ich
nichts anderes machen. War vor kurzem wieder im CT und EEG und beim Augenarzt o. B. Zusätzlich ist mir oft schwindelig und ich habe ein hohles Gefühl im Kopf.
Kein Arzt kann mir helfen. Ich wäre so dankbar, wenn ich wüsste, was das ist, dann könnte ich die "Anfälle" besser kompensieren. Kopfschmerzen habe ich übrigens keine währenddessen. Mfg., Stefanie S. aus B.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. Berghem hat geantwortet vor 5 Jahren.

Liebe Frau S.,

Sie machen sich zu recht Sorgen. Schließlich haben Sie Beschwerden, die Sie beeinträchtigen und bisher konnte Ihnen Keiner helfen.

Die Beschwerden, die Sie haben, sprechen sehr für eine Migräne. Ja, ich habe verstanden, dass Sie keine Kopfschmerzen haben, aber es gibt diese Migränevorboten, die sogenannte Aura, eben auch ohne Kopfschnmerzen. Das ist eine atypische Migräneaura, unter der Sie leiden. Ein Neurologe wird diesen Verdacht sicher bestätigen. Die Ursache kann durchaus auch Ihr Unfall sein. Dabei kann es zu einer so feinen Verschiebung der oberen Wirbelsäule und des Übergangs zum Hinterkopf kommen, dass das zwar eben solche Beschwerden machen kann, aber auch einem Röntgenbild etc. nicht zu sehen ist (da reicht 1/10 mm). Ich würde Ihnen 2 Empfehlungen geben wollen:

  • Suchen Sie einen Osteopathen auf (das ist ein Arzt oder Krankengymnast mit einer sehr speziellen Ausbildung, gerade eben auf solche Mini-Veränderungen spezialisiert). Adressen kann Ihnen Ihr Hausarzt, Ihre Krankenkasse oder das Internet bieten. Vermutlich müssen Sie die Behandlung bezahlen, aber das lohnt sich!
  • Nehmen Sie Mangesium (das ist so etwas wie ein Mineral für den Nervenstoffwechsel): 1 Woche lang 300 mg täglich, danach für 2 - 3 Wochen 600 mg täglich.

Bitte achten Sie zusätzlich auf eine gute Trinkmenge (30 ml/Kilo Körpergewicht/Tag) und genug Schlaf. Ich selber leide unter ähnlichen Beschwerden, eigentlich immer nur, wenn ich angespannt bin. Seit ich das bemerkt habe, vermeide ich Anspannung und habe das dann nur noch alle 2 - 3 Jahre mal.

 

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und hoffe, ich konnte ein wenig weiter helfen.

Herzliche Grüße

Dr. Stefan Berghem