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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Sehr geehrten Damen u Herren! Mein Freund hatte einen Herzinfarkt.Er

Kundenfrage

Sehr geehrten Damen u Herren!
Mein Freund hatte einen Herzinfarkt.Er wurde zu Hause eine halbe stunde von Freunden beatmet,musste dann 3 mal reanimiert werden,es wurden 8 Stands gesetzt.Er lag dann 14 tage im Koma(nicht künstlich)Jetzt wurde er auf die Neurologie verlegt(Frühreha).Dort passiert kaum etwas.Termine mit dem Logopäden usw finden nur zum teil statt und er wurde fixiert.Wenn ich fragen habe,weiss keiner etwas.Er wird weiter künstlich ernährt.Wenn ich da bin spricht er mit mir,klar ganz schwach mit ja und nein,aber er antwortet auf vieles.Keiner kann mir sagen,wie es weiter geht und ob er wirklich etwas mit bekommt.Ich weiss nicht mehr,was ich noch tun soll.Wie wäre der normale Ablauf und was kann ich für ihn tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

die Situation ist sicher sehr schwierig für Sie und niemand kann Ihnen verbindlich sagen, wie es weiter geht.
Die Schere der Möglichkeiten geht weit auseinander: Manche Patienten erholen sich nie und werden Pflegefall, andere erholen sich (fast) vollständig.
Besonders schwer ist es, zu sehen zu müssen, wie "nichts" passiert.
Aber das, was Sie tun, ist mit Abstand das Wichtigste: Sie haben Zugang zu ihm und können Ihnen aktivieren. Aktivieren ist wichtig und schafft die Möglichkeit für eine Rückkehr uns normale Leben. Die so genannten Professionellen Möglichkeiten - Logopädie etc. können in einer so frühen Phase Sinn machen. Aber wirklich wertvoll sind sie in einer späteren Phase, wenn der Patient schon wieder so wach und (geistig) kräftig ist, dass er wirklich mitarbeiten kann.
Die nächsten Tage und Wochen werden Ihnen einen Eindruck davon vermitteln, mit welcher Geschwindigkeit Ihr Freund sich erholen wird. Aber egal wie das Ergebnis sich darstellen wird: Wichtig ist nur, dass es Verbesserung gibt, nicht wie schnell es geht. Denn letztlich ist es egal, ob seine Erholung 6 oder 12 Monate dauert (das sind nur Beipsielzahlen!), wichtig ist, dass es überhaupt passiert.

Machen Sie weiter so wie bisher. Fragen Sie die Schwestern, ob Sie etwas tun können, z.B. ihn durchbewegen oder waschen oder mit ihm essen oder Ähnliches. Sie könne auch die Ärzte oder einen Therapeuten fragen, wenn einer kommt. Aber in der Frühphase sind die Schwestern die, die am meisten mit dem Patienten zu tun haben, die am ersten wissen, ob es Fortschritte gibt und was man noch für den Patienten tun könnte. Vieles davon kann jeder machen, auch ohne Ausbildung, denn intuitives Bemühen ist wichtiger als manche erlernte Strategie.

Hilft Ihnen das weiter? Sonst fragen Sie bitte nach.

Alles Gute

Dr. Schaaf