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Dr. K. Hamann
Dr. K. Hamann, Doktor
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. K. Hamann ist jetzt online.

Habe einen Bandscheibenvorfall an der 2/3, 3/4 und 4/5 HW,

Kundenfrage

Habe einen Bandscheibenvorfall an der 2/3, 3/4 und 4/5 HW, dieser wurde durch CT festgestellt, nachdem ich erhebliche Schmerzen hatte. Ich habe große Probleme beim Sitzen und Stehen. Wenn ich nach 8 - 9 Stunden Arbeit (Beamter Tätigkeit 30% Stehen und 70% Sitzen, beim Amtsgericht) nach Hause gehe, kann ich den Kopf ohne Schmerzen gar nicht mehr bewegen, außer mit heftigen Schmerzen, nachts weiss ich schon nicht mehr, wie ich den Kopf legen soll. Meine Neurochirurgin erklärte mir vor ca. einem 3/4 Jahr, dass man nicht viel machen könne, eine Operation sei nur angebracht, falls Lähmungserscheinungen auftreten würden. Verschrieben hat sie mir 30 Sitzungen beim Physiotherapeuten, diese haben allesamt nichts gebracht, der erste Therapeut hat mir fast den Kopf abgerissen, sodass es m.E. nach noch schlimmer geworden ist, er meinte die Mc Kenzie Therapie sei anerkannt und würde auf Dauer schon helfen. Nach 20 Stunden bin ich zu einem weiteren Therapeuten gegangen, dieser arbeitete auf die sanfte Tour, hat aber auch nichts gebracht. Weiter war ich noch bei einem weiteren Speziallisten Neurochirurg, dieser testete mit Betäubungsspritzen, ob man die Nerven evtl. veröden kann, damit die Schmerzen erträglicher werden, da hat selbst die Betäubungsspritze keine Wirkung gezeigt, sodass die Schmerzen genauso wie vorher spürbar waren. Diese Methode kam also auch nicht in Betracht. Was kann ich noch weiter tun ? Muß ich mit diesen Schmerzen, welche im Laufe des Tages immer stärker werden leben und arbeiten ? Als ich in meinem diesjährigen Urlaub ( 3 Wochen ) mich geschont habe, sind wenigstens die starken Schmerzen weg geblieben, kaum war ich wieder bei der Arbeit (zt. 50% Bildschirmarbeit) ging ich nach Dienst wieder mit starken Schmerzen nach Hause.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. K. Hamann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

Ich möchte versuchen, ihnen eine zufriedenstellende Antwort zu geben, leider kann ich sie nicht untersuchen, daher sind meine Antwort und Tipps eher allgemein. Durch Nachfragen oder weitere Hinweise und Informationen können sie meine Antwort konkretisieren.

Sie haben bereits viele Kollegen konsultiert, und auch ich habe möglicherweise keinen hilfreichen Tipp für sie.
Das A und O ist tatsächlich die Reduktion d gleichförmigen Belastung am Arbeitsplatz. Hier kann ein Gespräch mit dem Betriebsmediziner helfen, dass sie einen ergonomischen Arbeitsplatz bekommen, einer an dem sie auch stehend und abwechselnd sitzend arbeiten können. Hilfen bei der Tastatur und Mausbenutzung, einen guten Sitzplatz und ganz wichtig regelmäßige Bewegung am Arbeitsplatz (Aufstehen, Dehnen, aufrecht sitzen). Ein Keilkissen, ein Sitzball, ein ergonomischer Sitz mit Lendenverstärkung sollte sehr hilfreich sein und ihr Arbeitgeber auch genehmigen, um ihre Arbeitskraft nicht zu verlieren.

Als Ursache für ihre Beschwerden ist sicher die Veränderung in der Wirbelsäule zu sehen, diese kommt von der Überlastung und einer möglichen Fehlhaltung. Dies sollte unbedingt im weiteren Verlauf verhindert werden, sonst schreiten die Beschwerden fort und können sich verstärken.

Haben sie bereist Physikalische Massnahmen, Krankengymnastik od eine Reha Massnahme erhalten?

Ausserdem können lokale Anwendungen von Wärme oder Kälte, wärmende Salben oder Pflaster, ein entspannendes Wannenbad mit durchblutungsfördernden Badzusätzen die verspannte Muskulatur erwärmen, die Durchblutung fördern und so positiv auf ihre Beschwerden einwirken.

Weiterhin ist es ratsam die Rückenmuskulatur und den Band und Sehnenapparat zu trainieren, um so die Wirbelsäule zu stabilisieren. Hier bieten die meisten Krankenkassen kostenlose Kurse an, die sie wahrnehmen können und auch nach Ende des Kurses bitte die Übungen zu Hause regelmäßig fortsetzen.

Ich hoffe und wünsche ihnen baldige Besserung.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. K. Hamann