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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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Hallo, ich habe eine Frage zur Einnahme von Sertralin. Ich

Kundenfrage

Hallo, ich habe eine Frage zur Einnahme von Sertralin.
Ich nehme jetzt seid 3 Wochen jeden morgen 50mg Serralin wegen Depressionen und Angstzuständen ein. Merke auch dass sich dies schon verbessert hat.
Im Moment ist jedoch mein Problem, dass ich von extremen Stimmungsschwankungen geplagt werde und in den Hochphasen nicht weiss wohin mit mir (extrem nervös und euphorisch)....also extreme Emotionen fühle. Was ich in dieser Extrem-Form von mir nicht kenne und was ich als sehr, sehr anstrengend empfinde.
Kann dies eine Nebenwirkung des Medikamentes sein? Und wenn ja wird sich das wieder legen
bzw. deutet es darauf hin, dass es vielleicht doch nicht das Richtige Medikament für mich ist?
Für eine rasche Antwort wäre ich sehr dankbar!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wenn sich eine Depression löst, kommen alle möglichen und unmöglichen Gefühle auf. Depression ist ja eigentlich sowas wie ein Gefühl der Gefühllosigkeit. Wie eine Branddecke über alle (negativen und positiven) Gefühle. Wenn sich mit dem Medikament diese Decke etwas öffnet, sprudelt häufig ein ziemlich übler Mix von Gefühlen heraus. Mal einige positive, dann aber eben auch Unruhe und Angst . Die Gefühle sind häufig nicht so leicht einzuordnen bzw. kommen in ganzen Bündeln, was dann zu Nervosität und Unruhe beitragen kann.

Meistens pendelt es sich aber von allein wieder ein. Man kann da sehr unterschiedlich mit umgehen. Einige Patienten profitieren von einer Dosiserhöhung auf 100 mg Sertralin. Andere wiederum brauchen in dieser Phase eine leichte Sedierung (mit Atosil, im Extremfall und mit grösserem Risiko auch mal Lorazepam = Tavor). Oder aber man wechselt tatsächlich auf ein anderes Antidepressivum, das eher selber müde macht und berufhigt.

Ich glaube, dass es schon eine WIRKUNG und nicht eine Nebenwirkung ist, was sie gerade erleben. Zugegeben nicht eine schöne Wirkung. Aber das ist in der Behandlung von Depressionen eben durchaus häufig. Es kann auch sein, dass eine Phase von Weinen oder Traurigkeit folgt. Dann wird sich aber die Stimmung auch wieder aufhellen und sie werden auch wieder mehr Tatendrang etc spüren.

Sollte das aber nicht der Fall sein , müsste dann über einen Wechsel der Medikation nachgedacht werden.