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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mutter liegt seit Juli

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter liegt seit Juli 2010 in ärztlicher Behandlung, genauer, 2 Monate in 2 verschiednenen Kliniken in Frankfurt und seit Oktober 2010 in einer neurologischen Reha in Bad Salzhausen. Diagnose: paraneoplastisches Syndrom mit Tretraparese, respiratorische Insuffizienz. Rechte Brust mit Tumor wurde entfernt. Eine Chemo war nach der OP nicht mehr möglich, da starke Atemprobleme 4 Tage nach OP begannen. Sie wurde ins künstliche Koma versetzt. 4 Wochen auf Intensiv, danach Reha.
In der Reha wurde sie mit Immunglobulinen und Kortison therapiert, scheinbar ohne Erfolg.Das Weaning leider auch ohne Erfolg. Sie kann ohne B.Maschine nur ca. 4 h pro Tag. Nun wird Sie am 01.02.2011 nach Hause entlassen, weil man in der Reha der Auffassung ist, nichts mehr für sie tun zu können. Der dort behandelde Arzt sprach eine weitere, mögliche Therapie an, die aber nach einem Telefonat zwischen dem Oberarzt der Reha mit der Uniklinik Frankfurt für nicht erfogsversprechend wieder abgetan wurde. Die Plasmapherese! Was halten Sie von dieser Therapiemöglichkeit. Ich weiß, dass es Krankheiten gibt, die nicht heilbar sind. Aber ich will die Hoffnung einer möglichen Heilung meiner Mutter noch nicht aufgeben. Auch wenn Sie von ihrer Bewegungsfreiheit nie mehr so sein wird wie früher. Sie ist 69 Jahre. Ich weiß auch wohl, das ihre Krankheit eine sehr seltene ist aber vielleicht gibt es unter Ihnen jemanden, der einen ähnlichen Fall kennt oder vielleicht einen Rat für mich hat. Gibt es Selbsthilfegruppen oder Menschen die dasselbe durchmachen? Es hilft doch ungemein, habe ich den letzten 7 Monaten festgestellt, wenn man mit Menschen spricht, die gleiches durchmachen.

Über eine Antort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

A.dos Santos Gonzalez
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Ich kenne die genaue Ausdehnung des Tumors und der Befunde nicht, aber es handelt sich ja ganz offensichtlich um einen sehr weit fortgeschrittenen und gestreuten (metastasierten) Befund. Ich verstehe da nicht, wie eine Plamapherese helfen könnte oder sollte. Zwar ist dies theoretisch ein Teil einer Gesamtbehandlung, aber nur wenn nicht in anderen Organen schon Metastasen sind. Bei ihrer Mutter muss man leider eindeutig sagen, dass hier eine Palliativmedizin mit dem Ziel der Erhaltung der Atemfunktion und der Schmerzfreiheit und vielleicht Lebensverlängerung ansteht. Eine Heilung wird es - zumindest nach medizinischer Wahrscheinlichkeit - wohl nicht geben. Glücklicherweise werden wir Ärzte häufig da positiv überrascht und es gibt Spontanverläufe, die gut ausgehen. Aber nach medizinischer "Logik" muss man leider sagen, dass die Plasmapherese keine Wunderlösung sein kann (weil man eben höchstens einzelne Tumorzellen herausfischen, nicht aber die Organe retten kann).

Ich denke auch, dass hier leider eher eben eine gute Pflegeeinrichtung, ggf. auch ein Hospiz der richte Ansprechpartner wäre ! Man muss ja auch einmal sich überlegen, wie schlecht es ihr jetzt schon gehen muss, wenn sie von einer Beatmung abhängig ist .

Ich kenne ihre Mutter nicht, Aber die Erfahrung sagt mir, dass es für eine solche Patientin häufig auch gar nicht mehr von ihr selber gewünscht wird durch die Mühlen der Intensivmedizin geschleift zu werden. Viel eher steht eine Tag für Tag orientierte Ausrichtung an, sicher auch der Abschied von ihr. Versuchen sie diese Zeit sinnvoll zu nutzen, so schwer es auch fallen mag.

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