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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Meine Frau (23 J.) leidet seit 8 Monaten unter starken Kramfanf llen.

Kundenfrage

Meine Frau (23 J.) leidet seit 8 Monaten unter starken Kramfanfällen. Jetzt 8. Ereignis, wobei die Zeitabstände sich verkürzt haben. Krampfdauer ca. 1 Min. mit einnässen, erbrechen, starrer Blick und Zungenbiss. Z. Zt. verabreiche ich ihr ein Ereignis 10mg Diazepam. Ein ärztliche Behandlung- NA & RTW, sowie Medikamente lehnt sie ab. MEINE FRAGE: Wie soll ich mich weiter verhalten, was kann passieren / Die Folgen ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ohne eine Behandlung wird es nicht gehen.

Ihre Frau weiß das sicher, nachdem es ein enger Verwandter betroffen ist.

Ihre einzige Chance liegt darin, zu erfragen, warum sie sich nicht behandeln lassen will. Vermutlich hat sie Angst vor etwas. Angst davor, dass sie dann nicht mehr geliebt wird,
als schwerbehindert oder gar als geistig behindert gilt, ihre Arbeit verliert, keine Kinder bekommen soll - was es auch sein mag. Die Ängste müssen nicht real sein, sie können irgendwann, auch aufgrund von völlig falschen Informationen entstanden sein. Da der Onkel betroffen sind, kann es sein, dass Ihre Frau schon in der Kindheit Dinge aufgeschnappt hat, die sich bei ihr festgesetzt haben.

Wenn es Ihnen gelingt, zu erfahren, wovor sie Angst hat, haben Sie einen Ansatzpunkt, ihr die Angst zu nehmen, so dass sie sich behandeln lässt oder zumindet mit Ihnen zum Arzt geht, um zu klären, was auf sie zukommt.

Unbehandelt besteht bei jedem Anfall die Gefahr, dass sie sich mehr oder minder stark verletzt. Insgesamt besteht die Gefahr, dass die Anfälle im Laufe der Zeit schlimmer werden, irgendwann mit Diazepam nicht mehr zu beherrschen sind usw.

Vielleicht nützt es Ihnen auch, die Mutter zu fragen, ob sie weiß, warum die Tochter sich nicht behandeln lassen will. Falls die noch gar nichts davon weiß, fragen Sie sie, was es für sie bedeutet, dass ihr Bruder diese Krankheit hat. Das könnte sehr aufschlussreich sein.

Alles Gute!

Dr. Schaaf