So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drhippokrates.
drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Neurologie hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Guten Tag, es wurde vor ein paar Monaten in der Uniklinik

Kundenfrage

Guten Tag,
es wurde vor ein paar Monaten in der Uniklinik Essen ein Neurologisches Gutachten über mich gemacht. Der Grund dafür war, daß ich von einer meiner Versicherungen eine Berufsunfähigkeitsrente beantragt habe und diese mir verwehren wollen. Ich ging vor das Landgericht München und dieses verfügte das besagte Gutachten. Der Gutachter hieß Herr Dr.Kastrup und das neuropsychologische Gutachten machte ein Herr Dr. Jokisch. Beide kamen zu dem Entschluß, daß ich in meinem früheren Beruf als Verkäufer weiterarbeiten kann. Der Herr Dr. Jokisch verstieg sich sogar darin, daß ich nicht richtig mitgearbeitet habe bzw. simuliert habe.
Zur Vorgeschichte muß ich dazu sagen, daß ich mittlerweile Frührentner bin und eine Erwerbsminderungsrente und eine BG-Rente bekomme. Die EW-Minderungsrente bezieht sich auf das Krankheitsbild Konzentrationsschwäche,Gedächtnisstörung und Müdigkeit sowie zwischendurch Taubheitsgefühle in den Fingern und Sehstörungen. Es wurden davor 2 neurologische Gutachten wegen dieser Beschwerden gemacht mit testphychologischen Gutachten und beide bescheinigten mir dieses Krankheitsbild. Beide Ärzte eschienen mir schon an den Tag sehr unsympatisch und mir kam das so vor, als wenn bei beiden das Ergebnis schon vorher feststand.
Kann das sein, daß sich wirklich beide vorherigen Gutachter getäuscht haben und angeblich nicht mitgekriegt haben, daß ich angeblich bei beiden simuliert habe? Was kann ich gegen dieses Gutachten tun, da es mir ja mit Sicherheit meine BU-Rente kostet?
Gruß
Zander
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen !

 

Auf welcher diagnostischer Grundlage wurde denn ursprünglich die Berufsunfähigkeitsrente ausgesprochen ? Müdigkeit und Konzentrationsminderung, Taubheitsgefühl oder Sehstörungen sind in der Tat sehr unspezifische Symptome. Am ehesten würde man von einer undifferenzierten somatoformen Störung oder aber Depression als Ursache ausgehen. Hatten sie einen Unfall oder einen Überfall im Geschäft oder wie kommt es zur Gewährung einer BG-Rente ?

 

Es wird ja in der Begutachtung noch nicht einmal um die Frage gehen, ob sie die Beschwerden haben. Sondern in einer sozialmedizinischen Beurteilung müssen die Ärzte feststellen, ob die Kriterien für eine so deutliche Beeinträchtigung gegeben sind, dass die Kriterien der Berufsfunfähigkeit bzw. insgesamt Arbeitsunfähigkeit gegeben sind. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Versicherungsbedingungen ganz erheblich. Für eine sozialrechtliche Beurteilung ist beispielsweise bei einem Arbeitslosen nur relevant, ob man irgendeine Tätigkeit (Tütenkleben etc) länger als 3 h am Tag machen KÖNNTE. Nicht, ob es diese Tätigkeit gibt. Für eine Beurteilung der Versicherung ist meistens die Frage relevant, ob man irgendwo im Bereich Verkauf (z.B. hypothetischer Woll-Laden ohne viel Kundschaft in Hinterposelmuckel) 3 bis 6 h arbeiten könnte. Ob es beispielsweise bei Schlecker oder in einem Discounter zu Mobbing etc kommt, interessiert da leider wenig.

 

Ich muss fast täglich in der Klinik hier sozialmedizinische Begutachtungen machen. Sie sind mir nicht unsympathisch, ich kenne sie ja nicht. Aber ehrlich gesagt : So wüsste ich auch nicht, auf welcher Grundlage man ihnen eine Erwerbsunfähigkeit zusprechen könnte oder sollte. Ich befürchte, die Kollegen in Essen haben da formal korrekt beurteilt. Auch oder gerade weil sie ja Beschwerden haben.

 

Das dürfte sehr schwer werden, wenn es nicht handfeste Gründe für die Symptome gibt. Leider ist hier das subjektive Rechtsempfinden von Unrecht und eigenen Beschwerden weit von der "sozialrechtlichen" Realität entfernt.



Verändert von web4health am 13.09.2010 um 06:16 Uhr EST
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo !
Schade, dass sie ihre Antwort auf JustAnswer noch gar nicht gelesen haben.