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Dr. B. Gies
Dr. B. Gies, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 47
Erfahrung:  Radiologie, Neurologie, TCM
48564278
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Dr. B. Gies ist jetzt online.

Hallo! H tte eine wichtige Frage. ich habe derzeit ziemlich

Kundenfrage

Hallo! Hätte eine wichtige Frage.

ich habe derzeit ziemlich starke depressionen ( Angst vorm alleine sein, kein selbstwertgefühl, extreme müdigkeit, extrem nachdenklich und gelegentlich Blackouts bei Alkoholkonsum...) lebe derzeit in trennung und habe generell starke angst das leben allein zumeistern. Bin 26 Jahre und weiblich.

Frage: Habe vor ungefähr 3 Jahren Flux hexal 20 mg verschrieben bekommen, diese eingenommen und der damalige zustand hat sich wesentlich gebessert. dann wieder abgesetzt! Jetzt habe ich vor 1 monat wieder damit angefangen- gebessert hat sich nichts- habe starken durchfall sowie extreme müdigkeit und feuchte Hände. War am Mittwoch beim Hausarzt, der mir dann die Pram 10 mg verschrieben hat. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese beiden medikamente aufeinander abgestimmt sind- quasi höre ich mit flux auf und nehme ab nun pram?! Abends zum einschlafen nehme ich halcion ( 1/2 Tablette) - möglicherweise bin ich deshalb so fertig und antriebslos- passt diese kombi überhaupt? Wäre ein Gespräch mit einem Neurologen sehr wichtig?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  Dr. B. Gies hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo!
Ich werde einmal nacheinander Ihre Fragen beantworten und ihnen so hoffentlich weiterhelfen können:
1. Flux (Wirkstoff Fluvoxamin) und Pram (Wirkstoff Citalopram) gehören beide zu der gleichen Untergruppe der Antidpressiva - nämlich zu den Selektiven-Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. Da beide den gleichen Wirkmechanismus haben, sollten die Medikamente nicht gleichzeitig eingenommen werden, da sie sonst unerwünschte Wirkungen verstärken können. Dadurch, dass die Wirkstoffe nicht identisch, sondern nur zur gleichen Gruppe gehören, kann es schon sein, dass Citalopram bei Ihnen besser wikrt, als Flux. Einen Versuch ist es wert, wobei Pram 10 noch keine hohe Dosis ist (zum Einschleichen aber geeignet, eine Steigerung ggf. möglich, falls keine Nebenwirkung auftreten).
2. Halcion (gehört zu den Benzodiazepinen) hat sicherlich eine sedierende (müde machende) Wirkung und kann eine gewisse Antriebslosigkeit bewirken - wobei diese natürlich auch durch die Depression bestehen kann. Benzodiazepinen sollten möglichst nicht über einen langen Zeitraum eingenommen werden, da sie abhängig machen können. Langfristig dann vielleicht doch lieber auf Schlafmittel aus der Gruppe der Phytopharmaka zurückgreifen - Baldrian oder Hopfen zum Beispiel. Aber für die Akutphase einer Depression mit Ängsten und Schlafstörung können Benzodiazepine für ein paar Tage/Wochen eingenommen werden.
3. Ich würde anstatt ein Gespräch mit einem Neurologen eher ein Gespräch mit einem Psychiater aufsuchen (wobei einige Neurologen auch in Psychiatrie ausgebildet sind) - der Psychiater versteht sich aber eher auf die seelischen Störungen und deren Behandlung (sowohl mit Medikamenten als auch mit Psychotherapie) während der Neurologe eher die organischen Erkrankungen (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie, etc.) behandelt. Besonders, wenn zu den Depressionen evtl. noch ein Alkoholproblem hinzukommt, rate ich dringend, fachliche Hilfe aufzusuchen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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