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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Meine Mutter (83 Jahre) ist seit 5 Wochen im Krankenhaus. Sie

Kundenfrage

Meine Mutter (83 Jahre) ist seit 5 Wochen im Krankenhaus. Sie wurde mit Magenbluten, hervorgerufen durch Fallidrom eingeliefert. Wurde nach 4 Wochen in eine geriatrische Abteilung verlegt zur Mobilisierung. Dort wurde sie geistig immer verworrener und sie wollte nur noch nach Hause. Sie hat nichts mehr gegessen. Zwischenzeitlich bekam sie noch einen Herzschrittmacher und wir hatten die Hoffnung es wird besser. Sie ist jetzt in einer Kurzzeitpflege und ihr geistiger Zustand wird immer schlimmer. Sie erzählt zusammenhanglos, wird aggressiv und schreit nach verschiedenen Personen aus ihrem Umfeld. Kann man hier von einem Durchgangssyndrom sprechen oder ist es Demenz, wie kann man helfen ? Danke XXXXX XXXXX Antwort 1
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Zunächst einmal sollte man neurologisch ausschliessen, dass es sich um eine Durchblutungsstörung bzw. eine Hirnblutung handelt. Typisch ist aber, dass die Veränderung der Umgebung bzw. die ständige Konfrontation mit neuen Reizen in einer Klinik für ältere Menschen für sich schon eine Überforderung darstellt. Wenn eine mehr oder weniger normale Veranlagung für eine dementielle Entwicklung bestand, können sich die alten Herrschaften häufig erstaunlich gut in einem vertrauten Umfeld zurecht finden. Im Freundeskreis führte aber in einem vergleichbaren Fall bereits eine Neugestaltung der Räumlichkeiten der Wohnung (nach einer Hüft-Op Umbau in eine behindertengerechte Wohnung mit Neugestaltung) zu einer totalen und leider auch anhaltenden Verwirrung der Mutter.

Natürlich kann es sich auch um ein hirnorganisches Durchgangssyndrom handeln. Hier wäre wirklich ein guter gerontopsychiatrisch erfahrener Kollege gefragt. Meistens muss man mit einer kurzzeitigen neuroleptischen Behandlung arbeiten, obwohl damit die kogntiven Leistungen noch schlechter werden. Wichtig wäre dann Struktur, Rituale und "Wiedererinnern" an alte Strukturen und Gewohnheiten. Eine Prognose kann man aber so schlecht stellen.

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