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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Sehr geehrtes rzteteam, ich hatte im April eine Windpockeninfektion

Kundenfrage

Sehr geehrtes Ärzteteam,
ich hatte im April eine Windpockeninfektion und leider seit dem 12.05. an einem teils pulssynchronen Tinnitus links. Das Geräusch sit sehr leise aber lästig. Dazu habe/hatte ich mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Manchmal fühlt es sich so an, als ob im Bereich der HWS kurzzeitig irgendwas eingeengt ist.
Folgendes Wurde gemacht: Kopf und HWS MRT, Untersuchung beim Orthopäden und HNO Facharzt. Keiner findet etwas.
Frage: Macht eine Untersuchung durch den Neurologen sinn? Was kann ich noch tun?
Gruß Jörg Wedemeyer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Neurologie
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Mit welcher genauen Zielsetzung bzw. Fragestellung möchten sie den Neurologen kontaktieren ?
Tinnitus hat zumeist nichts mit dem Ohr zu tun. Wir unterscheiden den subjektiven Tinnitus, der im Hörverarbeitungssystem des Gehirns lokalisiert und erklärbar ist, vom sehr seltenen objektiven Tinnitus. Das wäre dann eine Form, bei der man mit dem Stethoskop oder Ultraschall die Pulssynchonität "hören" kann. Oder aber eine Abhängigkeit der Beschwerden von Kauen oder Kieferbewegungen nachweisen kann. Das sind insgesamt Raritäten.

Anders ausgedrückt : Sie können sich dumm und dusselig nach einer "objektiven" Ursachen im Sinne eines Organschadens suchen. Bei dieser Suche werden sie eher noch weiter verunsichert durch widersprüchliche und angstmachende Aussagen der Ärzte. Ein Neurologe wäre dann sinnvoll, wenn er beispielsweise die sog. Tinnitus-Retraining-Therapie (Habituationsbehandlung) chronischer Ohrgeräusche anbieten würde. Das ist eine über mehrere Monate ausgelegte Gewöhnungstherapie, bei der das Hörsystem die Ohrgeräusche verlernt.

Medikamente oder irgendwelche Wundermittelchen helfen bei Tinnitus nicht. Wichtig sind Informationen (z.B. auch über die Deutsche Tinnitusliga) und eben gerade das Ignorieren bzw. Verlernen des Ohrgeräusches. Tinnitus ist sehr lästig, aber nicht gefährlich. Hier kann eine Psychotherapie bzw. das Erlernen von Entspannungsverfahren und Aufmerksamkeitsumlenkung ergänzend hilfreich sein.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort.
Ich möchte deshalb nochmal zum Neurologen, da der Tinnitus mit Spannungskopfschmerzen bzw. Mißempfindungen (Klos im Hals) in der Halswirbelsäule einher geht. Alles kam gleichuzeitig. Dazu habe ich manchmal leichtes Muskelzucken. Mein Hausarzt meint, dass wäre eine Reaktion des Körpers. Das Tinnitusgeräusch kann ich übrigens durch Anspannen der Halsmuskulatur verändern. Ich möchte nur nicht, dass etwas übersehen wird. Bitte geben sie mir nochmal jurz Ihre Meinung zu den o.g. Symptomen.