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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 523
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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Kann ein Mietverhältnis ohne unser Wissen und gegen unser

Diese Antwort wurde bewertet:

Kann ein Mietverhältnis ohne unser Wissen und gegen unser Wille entstehen ?Wir haben einem Freund erlaubt in unserer Wohnung zu wohnen. Er hat einen Teil der örtlich angemessenen Miete bezahlt (ca. 65%) und wir haben die Wohnung zusammen benutzt. Wir haben anderen Wohnsitz, aber diese Eigentumswohnung ist unser Hauptwohnsitz in D. Nach einiger Zeit hat unser "Freund" behauptet unsere Wohnung gemietet zu haben. Er ging zum AG Marbach und per einstweilige Verfügung hat er uns aus der Wohnung "rausgeschmissen". (zur info: die whg haben wir wieder).
Vor AG Marbach hat er eine eidesstaatliche Versicherung abgegeben und behauptet daß er von mir und meinem Mann die Whg. per mündlichen Vertrag gemietet hat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Ein Mietvertrag kann auch mündlich abgeschlossen werden, wenn man sich über die Wohnung (auch Mitwohnen reicht) und den Mietzins einig ist - das dürfte bei Ihnen vorgelegen haben. Aufgrund der eidesstattlichen Versicherung mit der Behauptung dieser Punkte müsste das AG so entschieden

Herzlichst Ihr

Roland HoheiselGruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
soll ich das so verstehen, daß gegen unser Wille und gegen unsere Absicht ein Mietvertrag zustande gekommen ist ?
Weder ich noch mein Mann haben den Vertrag wissentlich abgeschlossen. Wir sind aus unserer Wohnung auf die Strasse gesetzt worden !!!
Soll ich so verstehen, daß gegen unsere Absicht ein Mietverhältnis entstehen kann ?

Ok, das ist wirklich nicht ganz einfach zu verstehen. Die Voraussetzungen für ein Mietverhältnis stehen im § 535 BGB. Sie sagen, Sie haben Ihrem Freund gestattet, Ihre Wohnung mitzubenutzen. Das heißt, Sie waren einverstanden, dass er da erst einmal einzieht. Dann haben Sie mit ihm ausgemacht, dass er darfür einen Teil der Miete bezahlt.

Diese beiden Gesichtspunkte haben Sie wissentlich vereinbart. Damit ist ein Mietverhältnis entstanden - Angebot und Annahme liegen Ihren Angaben zufolge ja vor: Einigung, dass er einzieht und die Wohnung mitbenutzt (+), Einigung, dass er einen Anteil der Miete an Sie bezahlt (+). Sie haben lediglich einen Irrtum dahingehend, dass Sie nicht dachten, dass dadurch ein Mietverhältnis entsteht. Dieser ist aber wegen § 119 II BGB unbeachtlich.

Weil ein mündlicher Mietvertrag ausreicht, konnte er sich per einstweiliger Verfügung reinklagen. Sie haben aber ja die verkürzte Kündigungsfrist auf Ihrer Seite, so dass Sie ihn schnell wieder loswerden konnten (oder können).

Eine frühere rechtliche Beratung hätte Ihnen vermutlich diese Scherereien verhindern können, deswegen tut es mir leid, dass es so gekommen ist, wie es kommen musste. im Nachhinein ist es leider immer schwerer, die Sache wieder ins Lot zu bekommen.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
der
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
der letzte Punkt: wir haben ihm erlaubt unsere Whg. zu benutzen. Aber wir haben NIE einen Mietvertrag für die ganze Wohnung abgeschlossen. Ist in D. kein Unterschied zwischen der Mitbenutzung der Wohnung und der Benutzung der ganzen Wohnung ?
In der eidesstaatlichen Versicherung hat Herr Krahl (so heisst er) versichert, daß er mit "Frau Weissenvorn und dem Herrn Weissenborn mündlich den Vertrag abgeschlossen hat". Das haben wir nicht gemacht, aber er hat trotzdem Recht ?
Leider kann ich nicht telefonieren. Handys sind nicht erlaubt, sonst kann ich vom Firmentel. schlecht reden.

Das ist dann ein Untermietvertrag bei der Mitbenutzung. Dies wird im Innenverhältnis so behandelt wie ein richtiger Mietvertrag.

Weil er einen Teil der Miete bezahlen musste, geht es ja über ein reines Gefälligkeitsverhältnis hinaus. Leider...

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
eigentlich gibt es jetzt nichts mehr zu besprechen. Können Sie mir bitte etwas zu meiner letzten Frage sagen, da ich alles schriftlich für mein Prozess brauche
Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
vedeutet dass, dass jeder Untermieter ein Mieter ist?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ich kann nicht telefonieren . Über Handy werden Sie mich kaum hören auch wenn ich das Gebäude verlasse.

Im Verhältnis zwischen Mieter und Untermieter ist der Mieter der Vermieter des Untermieters und der Untermieter der Mieter des Vermieters. Klingt schwierig, aber wenn Sie sich das als Pfeildiagramm aufmalen, wird es deutlich.

Mitbenutzung und Benutzung alleine: wenn nur mündliche Absprachen getroffen wurden, ist es schwierig. Ein Indiz könnte darin gesehen werden, dass er ja nur einen Teil der Miete übernehmen sollte.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wir sind Eigentümer. Miete für unsere Wohnung auf dem freiem Markt incl Garage, NK... wäre mind 1020 Euro. Er hat 630 bezahlt. Vor Gericht hat er ausgesagt 730 und das Gericht hat ihm geglaubt.Meine Frage kann ich jetzt formulieren:
Wenn ich eine Strafanzeige mache, muss er beweisen, daß er einen mündlichen Mietvertrag gehabt hat oder dieser Vertrag ist irgendwie nachweisbar entstanden.Idee mit der Strafanzeige ist mir gekommen nachdem ich die eidesstaatliche Erklärung gelesen hab in der er behauptet mit uns einen mündlichen Mietvertrag abgeschlossen zu haben.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ich möchte Sie bewerten, dann etwas nachlesen und neue Frage stellen. Wie kann man das tun ?

Ok - also wenn Sie Eigentümer sind, dann ist er Mieter, aber nur Mitbesitzer (Mitbesitzer heißt nur, dass er die Wohnung nutzen darf, nicht, dass ihm irgendwas gehört - das wird manchmal verwechselt)

Die Zahlung von 730 müsste er beweisen, wenn bei Ihnen nur ein Zahlungseingang von 630 nachweisbar ist, hätten wir eine falsche Versicherung an Eides Statt, strafbar mit bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe, wenn er das in seiner Versicherung so angegeben hatte, wegen des mündlichen Mietvertrages würde eine Anzeige nichts nützen....

Sie können bewerten und trotzdem nochmals nachfragen :i

RHGAnwalt und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Herr Hoheisel-Gruler, so wie ich Sie verstehe, kann ich keine Strafanzeige machen. ? Herr Krahl hat geschworen , daß er mit mir und meinem Mann einen mündlichen Mietvertrag abgeschlossen hat. Das ist nicht wahr, aber so wie ich Sie verstehe ist der Vertrag "von allein" zustande gekommen ??? Ich möchte an Sie noch weitere Fragen stellen. Wie kann ich das machen ? Wenn möglich ich sende an Sie über Justanswer (wenn ich fertig bin) ein Dokument , Sie lesen durch und dann am Tel. besprechen wir. Ich bin ab nächste Woche zu Hause in Marbach a.N. Wenn Sie OK sagen, bereite ich das Dok. vor. Gruß ***

Genau - das haben Sie richtig verstanden mit dem mündlichen Mietvertrag.

Wegen des Schreibens und dem sich anschließenden Telefonat können wir das gerne so machen wie Siw vorgeschlagen haben.

Dankeschön:)

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Perfekt. Ich erkläre Ihnen worum es geht. Es geht um den Streit mit dem TA Tettenborn. Er verklagt jeden, der eine schlechte Bewertung schreibt. Wie gesagt ich muss alles rauskoperen und dazu kommentieren Dann lesen Sie durch und wir telefonieren. Am besten Anfang nächster Woche. Sie melden sich mit dem Angebot und ich nehme an. tel 0****

ok - die Nummer müssen Sie dann wieder eingeben, weil aus Datenschutzgründen wird dies anonymisiert