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ra-schulte, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
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Eine Hausverwaltung fordert 2017 ein Angebot für

Beantwortete Frage:

Eine Hausverwaltung fordert im Juli 2017 ein Angebot für instandsetzung einer Abwassereinrichtung. Dieses geht umgehend ein, wird aber erst Mitte November an die Eigentümer verschickt für eine VV am 23.11.
Ist es noch gültig?
Gepostet: vor 24 Tagen.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 24 Tagen.

Einen schönen guten Tag,

mein Name ist Rechtsanwalt Schulte. Geben Sie mir bitte einen Moment, damit ich Ihre Frage beantworten kann. Ich komme gleich auf die Sache zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

Experte:  hat geantwortet vor 24 Tagen.

Das hängt davon ab, was im Angebot konkret geschrieben ist.

Wenn dort eine Bindungsfrist genannt ist, ist der Anbietende nur bis zum Ende dieser Bindungsfrist an sein Angebot gebunden (z.B. "Dieses Angebot gilt bis zum ...." oder "An dieses Angebot fühle ich für ... Tage bzw. Wochen gebunden." oder "Dieses Angebot ist verbindlich bis ....").

Wenn dort etwas von "freibleibend" bzw. "freibleibendes Angebot" steht, ist der Anbietende gar nicht daran gebunden. Hier behält sich der Anbietende vor, dass sich z.B. insbesondere die Preise noch ändern können.

Falls nichts dergleichen im Angebot aufgeführt ist, gelten die gesetzlichen Regelungen der §§ 145 ff BGB. Danach kann gemäß § 147 Abs. 2 BGB der einem Abwesenden gemachte Antrag / Angebot nur bis zu dem Zeitpunkt angenommen werden, in welchem der Antragende / der Anbietende den Eingang der Antwort unter regelmäßigen Umständen erwarten darf. Die Rechtsprechung hierzu ist unterschiedlich. Doch würde ich hier von einer Annahmefrist nach § 147 Abs. 2 BGB von 2 bis maximal 4 Wochen ausgehen.

Im Ergebnis bedeutet das nach Ihren bisherigen Angaben, dass Ihre Eigentümergemeinschaft den Anbietenden nicht mehr zu den Arbeiten mit den im Angebot vom Juli 2017 genannten Konditionen verpflichten kann. Dieses ist also nicht mehr gültig.

Sollte sich aber Ihre Eigentümergemeinschaft auf dieses Juli Angebot verständigen und durch die Hausverwaltung an den Anbietenden entsprechend herantreten, bietet Ihre Gemeinschaft nun dem Handwerker an, die Arbeiten mit diesen Konditionen auszuführen. Dieses neue Angebot der Gemeinschaft kann der Handwerker dann wiederum annehmen oder ablehnen.

Der Handwerker (ursprünglich Anbietende) hat es also hier in der Hand, ob er noch zu den "Juli Konditionen" arbeiten möchte oder nicht.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Gerne eine kurze konkrete Rückfrage. Wenn Sie weitergehende Fragen haben, kann ich Ihnen gerne ein Angebot zu einem Premium Service (z.B. Telefonat gegen einen angemessenen Aufpreis etc.) anbieten. So können Rück- und Verständnisfragen einfacher und schneller geklärt werden. Geben Sie mir einfach kurz hierzu Bescheid. Ansonsten würde ich mich über eine Bewertung von 3-5 Sternen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

ra-schulte und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.