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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 6083
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich habe zwei Jahre mit meiner Partnerin in einem Miethaus

Beantwortete Frage:

Ich habe zwei Jahre mit meiner Partnerin in einem Miethaus gewohnt. Während dieser Zeit habe ich immer die Miete bezahlt und meine Partnerin Strom und Reinigung. Meine monatlichen Ausgaben für Miete waren 2150 EUR. ihr für Strom, Reinigung und Hausratversicherung ca. 400 EUR. Auf meine Versuche eine gerechte Kostenteilung zu erlangen ist Sie immer ausweichend eingegangen. Nun wird Sie überraschend zeitnah ausziehen und ich fühle mich ausgenutzt. Den Mietvertrag haben wir beide unterschrieben. Ich möchte gerne eine gerechte Kompensation für meine Zuviel geleisteten Zahlungen von ihr erhalten, welches Sie aber nicht anerkennt. Sie will. Nun eine Änderung des Mietvertrages Erlangen, welche Sie aus dem Mietvertrag entlässt und mich allein zurücklässt. Welche rechtliche Situation habe ich, hier Kompensation zu verlangen, bzw. ihrem Austritt aus dem Mietverhältnis zu widersprechen?
Viele Grüße***** Maik Kramer
Gepostet: vor 27 Tagen.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zunächst einmal sind Sie nicht verpflichtet, Ihre Partnerin aus dem Mietervertrag zu entlassen. Eine Aufhebung des Mietvertrags bzw. eine Kündigung ist nur durch beide Mieter gemeinschaftlich möglich. Dies können Sie als "Druckmittel" verwenden, dass Ihnen Ihre Partnerin kurzfristig einen Teilbetrag der verauslagten Summe zurückbezahlt.

Weiter sind Sie und Ihre Partnerin Gesamtschuldner nach § 421 BGB. D. h. der Vermieter kann von beiden Mietern die volle Summe verlangen (Wahlrecht).

Bezahlt einer der Gesamtschuldner die Miete und Kosten (hier Sie), besteht nach § 426 BGB ein anteiliger Ausgleichsanspruch.

Wenn Sie Ihrer Partnerin die Zahlungen nur verauslagt haben, können Sie diese anteilig über § 426 BGB einfordern. Ggf. auch durch einen Rechtsanwalt.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo Hr. Dr. Traub,haben die vielen Dank für die zeitnahe Antwort. Es gibt keinerlei schriftliche Kommunikation über unsere Gespräche und meine Versuche eine gerechtere Teilung der Mietzahlungen zu erlangen. Ich vermute aber, dass dieses auch nicht erheblich ist, oder etwa doch? Wenn nun von meiner Partnerin Ausgaben für Lebensmittel, Putzmittel, etc. also Lebenshaltungskosten geltend gemacht werden sollten, müssen diese dann mit den Mietausgaben anteilig verrechnet werden? Also muss man dann in das Detail Abtauchen und alle möglichen Ausgaben für die Zeit des gemeinsamen Wohnens ermitteln? Haben Sie vielen dank für eine Antwort. Wären Sie auch bereit ein Msndat zu übernehmen, oder ist das nicht Teil Ihres Geschäftsmodells? Viele Grüße, Maik Kramer
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Dies ist gerade die Besonderheit, dass eine Absprache bzgl. der Aufteilung der Miete und Kosten nicht bestehen muss. Besteht solch eine nicht greift das Gesetz und es gilt die Hälftige Kostentragung für jede Vertragspartei. Daher besteht über die zitierte Norm ein Ausgleichsanspruch.

Die aufgewendeten Kosten für die Lebenhaltung (von denen Sie auch profitierten) kann Ihre Partnerin dem Ausgleichsanspruch zumindest anteilig entgegen halten. Allerdings trägt Sie die Beweislast für die angefallenen und erbrachten Kosten. Das heißt eine nachweisbare und glaubhafte Aufstellung müsste von ihr kommen.

Sofern ein Rechtsanwalt hinzuzuziehen ist, wäre ein Rechtsanwalt in Ihrer Nähe anzuraten (falls ein Klageverfahren zu führen wäre).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.