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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 6080
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine damalige Mieterin hatte

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, meine damalige Mieterin hatte 2015 das Badezimmer durch Überlaufen des Duschbeckens unter Wasser gesetzt,sodass die Rigipswände der Dusche aufgequollen sind ,das Wasser in die darunterliegende Wohnung lief und aufwendige Sanierungsarbeiten nötig wurden .Da meine Mieterin Studentin ohne Haftpflichtversicherung ist und sie mir sagte,dass sie kein Geld habe,um den Schaden zu begleichen,ausserdem das Badezimmer sowieso hätte saniert werden müssen,vereinbarte ich mit ihr ,dass sie auf die BetriebskostenAbrechnungen und die Kaution in Höhe von 340, Euro verzichtet.Nach Auszug verlangt sie nun die Kaution sowie die Abrechnungen der Jahre 2014bis 2016.Diese habe ich auch erstellt ,woraus sich eine geringe Rückzahlung ergeben hat,stellte ihr aber im gleichen Schreiben die Sanierungsarbeiten in Rechnung. Da ihr zukünftiger Schwiegervater Anwalt ist,habe ich von diesem eie Gegenforderung der rückständigen Betriebskosten,der Kaution sowie seiner Anwaltskosten bekommen .Wie soll ich mich verhalten ?Und inwieweit kann man beurteilen,ob eine Klage vor Gericht Bestand hätte ?Danke ***** ***** Grüssen Dorit Schröder
Gepostet: vor 29 Tagen.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 29 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage aufGrundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei IhremAnliegen weiterhelfen.

Als Vermieter sind Sie verpflichtet, die Abrechnung für den Mieter im jährlichen Turnus zu fertigen. Auch hat der Mieter bei Auszug Anspruch auf die bezahlte Kaution, wenn keine Gegenansprüche bestehen.

Erfolgt die Abrechnung nicht fristgemäß (§ 556 Abs. 3 BGB), kommt der Vermieter in Verzug und hat mögliche Rechtsanwaltskosten zu tragen.

Im Gegenzug haben Sie einen Anspruch, der durch den Schaden der Mieterin im Jahre 2015 entstanden ist.

Zwar erfolgte in Ihrem Fall eine Absprache, welche sämtliche Ansprüche gegeneinander aufhebt. Allerdings müssten Sie die Absprache im Falle eines Klageverfahrens beweisen, was schwierig wird.

Ein gelinde gesagt nicht schönes Verhalten der Mieterin.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragenstehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr.Traub,da ich ja zwischenzeitlich die Betriebskostenabrechnungen erstellt habe,die ja auch anerkannt wurden,basiert wohl der Gegenstandswert der Anwaltskosten auf der Höhe der von mir geforderten Sanierungskosten,die von dem gegnerischen Anwalt als ungerechtfertigt bezeichnet wurden Er stellt meine Forderung aus 2015 als verjährt dar .Ist die Verjährung schon eingetreten? Danke !
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 29 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, nicht unbedingt. Für vorgenannten Anspruch kann die kurze Verjährung von 6 Monaten gelten. Diese beginnt allerdings erst ab Rückgabe der Mietsache zu laufen.

Rechtsgrundlage ist § 548 BGB. Dort heißt es:

"Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache zurückerhält. "

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.