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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 6459
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Probleme mit einem psychisch kranken Mieter bzw. dem

Beantwortete Frage:

Probleme mit einem psychisch kranken Mieter bzw. dem erwachsenen Sohn einer Mieterin, der Wahnvorstellungen entwickelt. Nach Aufenthalt in einer Klinik (1 Woche)wurde er angeblich als normal eingestuft und wieder entlassen. Jetzt terrorisiert er mich (ich bin die Vermieterin) mit lautstarker Musik. Bisher hatten wir immer ein gutes Verhältnis. Aber die Mutter lehnt ein Gespräch ab. Was kann ich tun? Es belastet meine Gesundheit erheblich, habe schon schlaflose Nächte deshalb.

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ist die Mutter die Mieterin oder der Sohn oder beide ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Mutter ist die Mieterin, der Sohn wohnt aber schon geraume Zeit hier und ist jetzt 18 Jahre alt, arbeitet nicht mehr, weil er anscheinend mit niemandem zurecht kommt, wurde vor 14 Tagen nach einer Suiziddrohung in die Pschiatrie eingeliefert, war aber schon nach einen Woche wieder da.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich hätte gerne vorab mal eine Einschätzung, denn eigentlich könnte ich auch Haus und Grund in Anspruch nehmen, nur eben nicht am Wochenende
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo, sind Sie noch online?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Das Grundproblem ist, dass ein grundsätzliches Recht existiert, einen Familienanagehörigen in der Wohnung aufzunehmen. Wenn "nur" Lärmbelästigungen erfolgen, wird man leider kein Hausverbot erteilen können. Ein solches käme nämlich auch bei Familienangehörigen in betracht, wenn diese gravierende verstöße (Gewaltanwendung z.B.) begehen.

Was Sie auf jeden Fall machen können, ist die Mieterin abzuahne, wegen der Belästigungen. Die Mutter müsste auf ihren Sohn einwirken, damit diese unterlassen werden. Sollte ihr als Miterin dies nicht gelingen, so könnten Sie letztlich auch das Mietverhältnis fristlos kündigen.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Mitteilung, machen zu können, hoffe jedoch gleichwohl, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf um Bewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Siebitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe sie erst noch einmal um ein Gespräch gebeten und hatte dann sowieso vor, sie abzumahnen. In dem Schreiben habe ich schon mal die Geschehnisse aufgelistet, die jetzt zu dem Zerwürfnis geführt haben. Den Text gebe ich Ihnen zur Kenntnis . die Frage, die sich daraus ergibt ist: kann bzw. muss ich diese dort außerdem noch aufgeführten Sachverhalte in der Abmahnung noch einmal wiederholen? - Hier das Schreiben: leider bist Du meiner Gesprächseinladung, die ich Dir vor 4 Tagen zugestellt habe, nicht gefolgt.
Ich habe für vieles Verständnis und habe mich auch immer um ein nettes Verhältnis auf Augenhöhe bemüht, aber seit einiger Zeit läuft hier etwas aus dem Ruder und nach der letzten schlaflosen Nacht will ich meine Gesundheit nicht länger aufs Spiel setzen.
Es fing damit an, dass Du mir erzählen wolltest, Sascha habe Urlaub, dann hat Dir wahrscheinlich meine Frage bezüglich der Onlineverkäufe Deines Sohnes nicht gefallen, als nächstes kam dann die Störung der Mittagsruhe, wo ich nach einer halben Stunde Poltern um 13.30 Uhr mich entschlossen habe, mal nachzufragen, was Ihr da so macht weil ich mal mich eine halbe Stunde hinlegen wollte, worauf ich die patzige Antwort bekam: das könne ich ja auch früher sagen.
Dann sehe ich vor 14 Tagen abends nach 21.oo Uhr das Polizeiauto vor der Tür und nachdem Dein Sohn in den Krankenwagen zwecks Einweisung in die Psychiatrie gebracht wurde, habe ich bei Dir geklingelt und erfahren, dass er Wahnvorstellungen und Suizidgedanken hat. Erstere hatte ich ja vorher schon mitbekommen, da er mich wie schon einmal vorher zuletzt an diesem Abend gefragt hatte, ob jemand in Eure Wohnung gelangen könnte, bei ihm seien alle Passwörter durcheinander.
Ich hätte jetzt gedacht, Du nimmst die Einlieferung nach Schlüchtern (?) zum Anlass, Dich darum zu kümmern, dass er in eine Therapieeinrichtung kommt. Aber das war ja wohl nicht der Fall: nach einer Woche war er wieder da.
Gestern dann gegen Mittag war ich im Keller und hörte nur ein „Wummern“ – die Wände bebten. Im Arbeitszimmer konnte ich dann deutlich wahrnehmen, woher das kam. Zum Glück war es aber nach ca. ½ Stunde vorbei. Gestern Abend um ca. 21.15 das Gleiche – nach einer Viertelstunde habe ich bei Euch geklingelt und Sascha gebeten, doch die Bässe herauszunehmen, das sei ja nicht auszuhalten. Er darauf: es ist noch keine Ruhezeit und solange könne er hier so viel Lärm machen wie er wolle und wenn 20 Leute hier herumtrampeln würden, könne ich auch nichts dagegen tun und ich solle endlich mal diesen hohen Piep Ton abstellen (???), er hätte schon Kopfschmerzen davon.
Von weitern Ausführung will ich hier mal absehen. Aber: ich habe mich dermaßen aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte und heute Morgen mit heftigen Herz-/Kreislaufproblemen aufgewacht bin, die immer noch anhalten. Das ist jetzt die zweite Nacht in dieser Woche, nachdem Dein Sohn Montagnacht hier herumgegeistert ist und ich annahm, er sei ein Einbrecher.
Der letzte Vorfall mit dem Rauchmelder gibt mir ebenfalls zu denken, von dem angeblich abgebrochenen Schlüssel mal abgesehen. Ich traue mich schon gar nicht länger aus dem Haus, wenn Du nicht da bist.
Wenn Du es nicht wahrhaben willst, dass Du Deinem Sohn nicht helfen kannst, sondern er professioneller Hilfe bedarf, kann ich das nicht ändern, zumal Du mir ja wie gesagt aus dem Weg gehst und mich auch belügst. Aber ich möchte meine Gesundheit nicht von Euch ruinieren lassen und wenn sich hier nichts ändert, werde ich mich um eine Lösung kümmern müssen. Ich mache das nicht gerne, aber Du lässt mir keine andere Wahl!
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine offizielle und förmliche Abmahnung muss sein, quasi um eine fristlose Kündigung "vorzubereiten". Legen Sie den Geschehnisse nochmals dar, fordern Sie Abstellung dieses Verhaltens und kündigen Sie an, dass eine Wiederholung zur frsitlosen Kündigung führen wird.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Gut vielen Dank!
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne ! Fragen Sie gern nach, wenn noch etwas unkar sein sollte.

Bitte nehmen Sei noch eine Bewertung vor oder teilen mit, ob die Antwort hilfreich war.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Mir fällt jetzt doch noch eine Frage zu der Abmahnung ein: muss ich oder sollte ich darauf hinweisen, dass bei wiederholtem Fehlverhalten eine außerordentliche bzw. fristlose Kündigung erfolgt?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ja unbedingt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Guten Morgen, ich frage mich die ganze Zeit (nachdem ich wieder einigermaßen klar denken kann): welche Chance habe ich wirklich, eine Kündigung wegen Lärmbelästigung durchzusetzen, wenn es sich wie geschildert um relativ kurze Sequenzen handelt? Ob man Frechheiten wie: "ich kann so viel Lärm machen wie ich will" sanktionieren kann, glaube ich eher nicht. Tatsache ist: das Verhältnis ist natürlich schon jetzt leider sehr getrübt aber wenn ich eine Abmahnung schreibe (die ich dann hinterher nicht weiterverfolgen kann, weil es keinen weiteren Grund gibt) wird es sicher nicht besser. Die Frage, die sich daraus ergibt ist: gibt es eine gewisse Frist für die Abmahnung sonst würde ich eher aus taktischen Gründen erst einmal darauf verzichten und bei dem nächsten Vorfall dann auf mein obiges Schreiben verweisen, so dass im Falle eines Prozesses doch anerkannt werden muss, dass ich zunächst einmal auf weitere Maßnahmen verzichtet habe?
Ich frage mich auch, ob ich ein Recht darauf habe zu erfahren, worum es geht, wenn die Polizei hier vor dem Haus steht (als der Sohn in die Psychiatrie eingeliefert wurde). Wir wohnen hier in einem kleinen Ort mit ca. 8500 Einwohnern, da erregt das schon Aufsehen.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 28 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie ein Lärmtagebuch führen und mindestens einmal abmahnen, sind die Chancen für die Kündigung nicht schlecht.

Den Anlass des "Polizeibesuchs" erfahren Sie nicht, es sei denn, es würde sich um eine Tat zu Ihren Lasten handeln.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, ob es für die Abmahnung eine Frist gibt. Innerhalb einer Woche, eines Monats???
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 28 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

spätestens 14 Tage nach dem Vorfall sollte abgemahnt werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass