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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 5870
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich bin Pächter eines Grundstückes seit 2013. Nun wurde

Beantwortete Frage:

Ich bin Pächter eines Grundstückes seit 2013. Nun wurde festgestellt dass eine große Erle Stark am Stamm beschädigt ist und dieser um zwei Drittel gekürzt werden muss oder sogar ganz gefällt werden muss. In Pachtvertrag steht das alle Maßnahmen zur Reparatur, Pflege und Erhaltung des Grundstückes und des Bungalows zulasten des Pächters gehen, auch eine Baumfällung. Nun ist meine Frage, ist dieses nach deutschem Recht so möglich da ich den Kenntnisstand habe dass jemand der etwas vermietet oder verpachtet, auch für die Instandhaltung und Reparatur sowie auch hier die Kürzung oder Fällung des Baumes zu tragen hat? Zumal der Baum eindeutig den Schaden schon viel viel länger hat als ich das Grundstück in Pachtbesitz habe.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Wenn der Vertrag individuell zwischen Ihnen und dem Verpächter ausgehandelt wurde, ist von dessen Rechtsgültigkeit auszugehen.

In Deutschland gilt der Grundsatz der Privatautonomie. D. h. die Parteien können im Rahmen der geltenden Gesetze frei sich über vertragliche Konditionen und Gegenstände vereinbaren.

Somit ist auch die "Überwälzung" einer Instandhaltung etc. auf den Pächter möglich.

Im Streitfall hätte ein Gericht zu prüfen, ob die Regelung den Pächter übermäßig benachteiligt (im Verhältnis zu Pachtzins, Pachtdauer etc.).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Traub, erst einmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Die spannende Frage hier wäre zu wissen was eine übermäßige Beanspruchung meinerseits bedeutet. Gepachtet habe ich das Grundstück seit 2013 und bezahle eine jährliche Pacht von 3200 €. Im Pachtvertrag steht das alle Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen die den Betrag von 500 € überschreiten den Pächter zu einer sofortigen Kündigung berechtigen. Ich würde jedoch nicht kündigen da ich bisher schon über 30.000 € an werterhöhenden Maßnahmen und Sanierungen in den Bungalow den Bungalow investiert habe. Wichtig ist noch zu wissen dass die Pacht Dauer immer nur für ein Jahr gilt und sich um ein weiteres Jahr verlängert wenn der Pächter oder Verpächter nicht zwei Monate vor Jahresende kündigen. Ich müsste jetzt circa 1000 € für den schadhaften Baum bezahlen. Dies betrifft die Einkürzung der Krone, die Kosten der Verwaltungsgebühr für den Antrag und ein Gutachten was ich schon eingeholt habe was auch mit 200 € zu buche schlägt. Des weiteren kommen dann noch jährliche Begutachtung Kosten auf mich hinzu um dann festzustellen wie sich der Schaden an dem Baum entwickelt und wann man ihn eventuell ganz fällen müsste. Der entscheidende Aspekt ist dass der Baum mit dem jetzt vorhandenen sehr großen Schaden am Stamm schon definitiv vorhanden war bevor ich das Grundstück gepachtet habe und der Verpächter soweit ich das ermitteln konnte noch nie irgendwelche Baumpflegemaßnahmen oder Begutachtungen an dem Baum vorgenommen hat. Der Stamm ist innen hohl und dieses konnte man vorher nicht erkennen.Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

rechtlich ist es schwierig hier eine verbindliche Aussage zu treffen und der Entscheidung eines Gerichts ggf. vorzugreifen.Die Einlassung der Gegenseite wird sein, dass Sie vor Abschluss des Vertrages die Möglichkeit hatten, sich das Grundstück anzusehen.Wenn Sie darauf abstellen, dass Sie den Angeschlagenheit des Baumes nicht erkennen konnten, kann dies die Möglichkeit der Anfechtung des Vertrags eröffnen (aber eben nur des ganzen Vertrags).Wie ausgeführt gilt prinzipiell: Die Parteien können den Vertrag frei gestalten.Möglich wäre noch ein Verhandeln mit dem Eigentümer, da dieser - auch wenn der Vertrag wirksam ist - als Eigentümer für Schäden haftet, die von seinem Grundstück aus verursacht wurden.D. h. es ist auch im Interesse des Eigentümers, den Baum verkehrssicher zu machen.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dass diese Angelegenheit nicht ganz einfach wird habe ich mir schon gedacht.
Eine Anfrage an den Verpächter habe ich gestellt bezüglich einer Einigung zu den Kosten. Sprich ob man sich darauf einigen das ich einen Teil trage und meiner Vorstellung nach der Verpächter einen größeren Teil.
Vielen Dank ***** ***** entsprechend positive Bewertung werde ich jetzt vornehmen