So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22900
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine Eigentümergemeinschaft in einem 3 Familienhaus. Die Wohnung über uns ist vermietet. Ebenso die Wohnung unter uns. Mit der Mieterin in der unteren Wohnung gibt es Probleme bzgl. der Hausordnung. Sie hält sich 2 Hunde, obwohl gemäß Eigentümerbeschluss einstimmig nur 1 Hund pro Wohneinheit gehalten werden darf. Zur unteren Wohnung gehört ein Gartenanteil als Sondernutzungsrecht. Dieser Teil des Gartens wird von den Hunden als Hundeklo benutzt, was zu entsprechenden Geruchsbelästigungen führt. Auch haben wir im Sommer schon die Polizei holen müssen, da in der unteren Wohnung am Sonntag gehämmert, gebohrt und renoviert wurde. Die Allgemeinhygiene lässt zu wünschen übrig, da Abfälle in der Wohnung gesammelt werden und es zu entsprechenden Geruchsbildungen kommt. Die gemäß Hausordnung durchzuführende Kehrwoche wird nie gemacht. Wir haben den Hausverwalter aufgefordert, den Eigentümer zur Beseitigung dieser Mängel aufzufordern. Dies ist durch die Hausverwaltung auch geschehen. Der Eigentümer hat angeblich seine Mieterin aufgefordert, die Mängel zu beseitigen. Eine Fristsetzung ist verstrichen. Soweit der Sachverhalt. Meine konkrete Frage an Sie lautet: Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann? Kunde: Meine konkrete Frage an Sie lautet: Kann die Eigentümergemeinschaft also wir und der Eignetümer der oberen Wohnung den Eigentümer der unteren Wohnung dazu auffordern, eine Zwangsräumung seines Mieters zu veranlassen? Wie steht die Rechtssprechung dazu? Wie sind unsere Chancen, die Mieterin loszuwerden um eine geordnete Hausgemeinschaft wieder herzustellen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Mit freundlichem Gruß ****

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es liegen unter Zugrundelegung Ihrer Mitteilungen zum Sachverhalt ganz erhebliche mieterseitige Vertragsverletzungen vor, zu deren Beanstandung der Vermieter Ihnen gegenüber verpflichtet ist.

Der Vermieter darf es unter den gegebenen Umständen nicht bei einer Aufforderung zur Mangelbeseitigung bewenden lassen: Er ist vielmehr verpflichtet, die Mieterin in Anbetracht der Schwere der vorliegenden mietvertraglichen Verletzungen schriftlich abzumahnen!

In dieser Abmahnung hat er der Mieterin konkret anzukündigen, dass er die ordentliche Kündigung gemäß § 573 Absatz 2 Nr. 1 BGB aussprechen wird, sofern sich die Mieterin die Abmahnung nicht zur Warnung gereichen lässt und erneut gegen ihre meitvertragichen verstößt.

Sollte es sodann zu einer weiteren Pflichtverletzung kommen, so wäre der Vermieter verpflichtet, die Mieterin zu kündigen.

Der vorstehend dargestellte rechtliche Weg ist allerdings einzuhalten: Eine Kündigung kann derzeit noch nicht erfolgen, denn eine solche wäre ohne vorherige Abmahnung unwirksam!

Aus diesem Grund kann derzeit auch keine Zwangsräumung erfolgen, denn eine solche setzt voraus, dass ein Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist die Wohnung nicht verlässt und der Vermieter daraufhin ein Räumungsurteil erwirkt, welches sodann von einem Gerichtsvollzieher im Wege der Zwangsräumung vollstreckt würde.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Klicken Sie abschließend oben auf die Sterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung für die erbrachte anwaltliche Beratung.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hüttemann, Vielen Dank für Ihre Auskunft. Folgende, für uns auch entscheidende Frage lautet: Sollte der Vermieter nicht in der von Ihnen geschilderten Weise vorgehen, da er die Kosten scheut, können wir, als restliche Miteigentümer, den Vermieter dazu zwingen, wenn es sein muss per anwaltlicher Hilfe, diese Schritte gegen die Vermieterin einzuleiten und durchzuführen? Noch ein Satz zur Mieterin. Diese Frau ist gegen alles resistent. Sie öffnet nicht, wenn man läutet, Sie lässt keinen in die Wohnung rein, Sie leert auch den Briefkasten immer erst nach 3 Monaten. Also, wichtig für uns zu wissen wäre,ob wir den Vermieter zur Durchführung dieser Maßnahmen "zwingen" können? Vielen Dank, ***** ***** Mit freundlichen Grüßen *****

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung!

Ja, Sie können eine entsprechende Eigentümerversammlung einberufen, in welcher sodann darüber Beschluss zu fassen wäre, dass der Eigentümer (Vermieter) in der eingangs beschriebenen Weise gegen die Mieterin vorgeht.

Dieser Beschluss der WEG wäre für den Eigentümer auch rechtlich bindend!

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Sterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung für die erbrachte anwaltliche Beratung.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hüttemann, gestatten Sie mir noch eine Frage: Sollte der Vermieter den Aufforderungen der WEG nicht nachgehen, was dann? Nochmal vielen Dank, ***** ***** Freundliche Grüße ****

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Da der Eigentümer sich in diesem Fall beharrlich weigern würde, seinen Pflichten der WEG gegenüber nachzukommen, wäre die WEG ihrerseits berechtigt, dem Eigentümer den Entzug seines Wohneigentums in Aussicht zu stellen - § 18 WEG:

https://dejure.org/gesetze/WEG/18.html

Allein die Androhung dieses Schrittes sollte aber bei dem Eigentümer dessen Bereitschaft fördern, sich an den Beschluss zu halten!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen, liebe Dank für die sehr hilfreichen Antworten. Bei Bedarf melde ich mich gerne wieder bei Ihnen bzw. kann ich Ihnen ja berichten, was aus der Angelegenheit wurde. Liebe Grüße ****

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Gern geschehen - auch Ihnen vielen Dank!

Halten Sie mich gern über den weiteren Fortgang der Angelegenheit auf dem Laufenden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes WE!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt