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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22625
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Betrifft Mietnebenkosten: der vergangenen 2 Jahre sind die

Beantwortete Frage:

Betrifft Mietnebenkosten:
Im Laufe der vergangenen 2 Jahre sind die Nebenkosten in einigen Positionen exorbitant gestiegen:
Im Vergleich mit 2014 (100%) ist die Position Versicherung für 2016 auf 401% angestiegen.
Die Position Winterdienst ist im gleichen Zeitraum sogar auf 435% angestiegen.
Muss ich das akzeptieren, oder was kann ich dagegen unternehmen?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, die Ihnen zugegangene Abrechnung müssen Sie in Anbetracht der nicht nachzuvollziehenden Kostenexplosion im Vergleich zu den vorangegangenen Verbrauchszeiträumen rechtlich nicht hinnehmen und dulden!

Sie sollten in Anbetracht der extrem hohen Abrechnung nicht zahlen: Ihnen steht an der geltend gemachten Nachzahlungsforderung ein Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB zu.

Von diesem Zurückbehaltungsrecht können Sie solange Gebrauch machen, wie der Vermieter Ihnen nicht prüffähige und nachvollziehbare Abrechnungen und/oder Kostenauftstellungen zur Verfügung stellt, aus denen Sie ersehen können, wie genau sich die geltend gemachten Kostenpositionen im Einzelnen erklären und zusammensetzen und weshalb es zu diesen außergewöhlichen Kostensprüngen gekommen ist!

Nur wenn der Vermieter seiner entsprechenden Dokumentations- und Nachweispflicht hinsichtlich der exakten Höhe der Nachzahlungsforderung in vollem Umfang nachkommt, und wenn sich die Werte sodann als korrekt erweisen, müssen Sie Zahlung leisten.

Weisen Sie daher die Forderung des Vermieters unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte und klare Rechtslage zurück, und teilen Sie mit, dass Sie bis zur Vorlage prüffähiger Unterlagen keinerlei Zahlungen leisten werden und von Ihrem Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB Gebrauch machen.

Geben Sie abschließend Ihre Bewertung für die erbrachte anwaltliche Beratung ab, indem Sie oben auf die Sterne (=3-5 Sterne) klicken, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihre Auskunft. Daraus schließe ich, dass ich zwar die Belege der Höhe nach auf Exaktheit prüfen könnte, aber nicht dem Grunde nach. Falls ein Wechsel des Vermieters zu einem teureren Versicherer oder Dienstleister der Grund ist: Kann ich mich dann auf eine Pflicht des Vermieters zur Vermeidung unwirtschaftlicher Betriebskosten zu Lasten der Mieter berufen?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, hierauf können Sie sich ausdrücklich berufen: Ein Vermieter ist nämlich nach der klaren gesetzlichen Regelung in § 556 Absatz 3 Satz 1 BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__556.html

auf das Wirtschaftlichkeitsgebot festgelegt!

Er hat daher denjenigen Versicherer zu wählen, der die Mieter mit den geringsten Kosten belastet!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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