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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26211
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe eine Wohnung erworben. Es gibt diverse Probleme mit

Kundenfrage

Ich habe eine Wohnung erworben. Es gibt diverse Probleme mit der Verwaltung. Wir haben die Vorlage des Verwaltervertrages eingefordert und eine Frist von einer Woche gesetzt.
1.
Habe ich das Recht den Verwaltervertrag und Dienstleisterverträge , sowie alle Angebote für vorzunehmende Renovierungsarbeiten einzufordern ?
Wenn dem nicht stattgegeben wird, welche rechtl Handhabe steht mir zur verfügung ?
2.
Bei unserer Sanierung wird in zwei Fällen das WEG Eigentum berührt - die Decke zum Keller muss durchbohrt werden , um im Keller einer Miteigentümerin die Installationsstränge zu verlegen .
Die Verwaltung zögert eine ZUstimmung hinaus und wir mussten schon den Bau stoppen , was zur Folge hat , dass der Umzug sich massiv verzögert . Wir haben auch hier eine Frist gesetzt und keinerlei Antwort erhalten .
Was ist in solch einem Fall rechtlich vorgesehen . Uns entstehen massive Kosten aus der Ausbremsung .
Wann muss die Vewaltung reagieren. Gibt es rechtliche Leitlinien ?
VIelen Dank für eine schnelle Antwort . Mfg ***

Gepostet: vor 15 Tagen.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Ihren Fragen:

1.
Habe ich das Recht den Verwaltervertrag und Dienstleisterverträge , sowie alle Angebote für vorzunehmende Renovierungsarbeiten einzufordern ?
Wenn dem nicht stattgegeben wird, welche rechtl Handhabe steht mir zur verfügung ?

Sie haben als Wohnungseigentümer ein Belegeinsichtsrecht. Dies wird aus der Rechtsprechung des BGH ((BGH NJW 2011,NJW 2011 S. 1137) abgeleitet.

Danach steht Ihnen als Eigentümerin das Recht zu die Verträge und Belege zu den üblichen Bürozeiten in den Geschäftsräumen des Verwalters einzusehen.

Sollte der Verwalter dies verweigern, so müssten Sie die Eigentümergemeinschaft (deren Vertreter der Verwalter ja ist) auf Einsicht in die Unterlagen verklagen.

Bei unserer Sanierung wird in zwei Fällen das WEG Eigentum berührt - die Decke zum Keller muss durchbohrt werden , um im Keller einer Miteigentümerin die Installationsstränge zu verlegen .
Die Verwaltung zögert eine ZUstimmung hinaus und wir mussten schon den Bau stoppen , was zur Folge hat , dass der Umzug sich massiv verzögert . Wir haben auch hier eine Frist gesetzt und keinerlei Antwort erhalten .
Was ist in solch einem Fall rechtlich vorgesehen . Uns entstehen massive Kosten aus der Ausbremsung .
Wann muss die Vewaltung reagieren. Gibt es rechtliche Leitlinien ?

Wenn es um die Bohrung durch die Kellerdecke geht, dann ist hier Gemeinschaftseigentum betroffen. Es liegt hier eine bauliche Veränderung vor. Das bedeutet, die Zustimmung des Verwalters wäre nach § 22 WEG hier nicht ausreichend sondern Sie benötigen die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Rein formell müsste entweder ein (einstimmiger) schriftlicher Umlaufbeschluss oder eine Eigentümerversammlung erfolgen in der die bauliche Maßnahme genehmigt wird.

Geht es dagegen darum dass der Verwalter Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft durchzuführen hat, dann muss der Verwalter diese unverzüglich also grundsätzlich binnen einer Frist von 14 Tagen durchführen.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort . Aus dem Internet habe ich jedoch diese Informationen !
Es ist teilweise keine Zustimmung notwendig , wenn es nachvollziehbar keinerlei Beeinträchtigung eines Eigentümers gibt , oder dieser seine Zustimmung gibt .,
Diese Zustimmung haben wir bereits .Außerdem war die Frage : wie lange darf eine Verwaltung untätig bleiben , wenn eine Anfrage zur Zustimmung gestellt wird !?Wenn keine allgemeine Zustimmung notwendig ist - wie in den angehängten fällen ( Markise , entlüftung usw ) - ich die Zustimmung der für kurze Zeit Geschädigten Eigentümerin habe -
Kann ich dann einfach bauen ?Die Kosten aus der Verzögerung - kann ich diese der WEG in Rechbung stellen ?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja, das ist absolut richtig und entspricht auch der Rechtsprechung. Wenn das Gemeinschaftseigentum nicht beeinträchtigt wird und auch keine Beeinträchtigungt eines Miteigentümers vorliegt, dann brauchen Sie keine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und auch nicht des Verwalters (als Vertreter). Wenn es zu einer Bohrung durch die Decke kommt so brauchen Sie nur dann eine Zustimmung der Miteigentümerin durch deren Keller Sie die Rohre verlegen (Bärmann/Merle, 13. Aufl. 2013, WEG § 22 Rn. 186-187). Dann muss aber ausgeschlossen sein, dass es durch die Verlegung der Rohre zu erheblichen Statischen Beeinträchtigungen des Gebäudes kommt.

Insoweit wären eine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und des Verwalters in der Tat entbehrlich.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 15 Tagen.

Darf ich Ihnen noch weiterhelfen?

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