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RAWeidmann
RAWeidmann, Sonstiges
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 179
Erfahrung:  Mein Schwerpunkt liegt im Mietrecht, sowohl gewerblich als auch im Wohnmietrecht.
78618188
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RAWeidmann ist jetzt online.

Gemeinsamer Mietvertrag mit Ex Partner. Vereinbarter

Kundenfrage

Gemeinsamer Mietvertrag mit Ex Partner. Vereinbarter Mietanteil i.H.v. 450 € von gesamt 950 inkl. Nebenkosten. Mietverhältnis Ordnungsgemäß gekündigt zum 31.10.16 Mietverhältnis wird von Ex Partner ab 1.10.16 alleine übernommen. zum 15.8. wird von meiner Seite her nach deutlicher Aufforderung des Ex Partners der Schlüssel übergeben unter Zeugen. Kann dieser für den Zeitraum ab 15.8. bis 30.9. noch anteilige Mietzahlungen fordern?
Durch Rechtsanwalt wurden Mietzahlungen in Höhe von 650 € gefordert + 150€ für den Rechtsanwalt.
Versuche sich per Email zu Einigen schlugen fehl.
Gepostet: vor 11 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RAWeidmann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage auf dem Gebiet des Mietrechts. Ich bin Rechtsanwalt Weidmann und nehme zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

1. In dem Fall, indem gemeinsam eine Wohnung gemietet wird, stehen die Mitmieter dem Vermieter als Gesamtschuldner gegenüber. In dieser Konstellation sind die Mitmieter im Innenverhältnis zum Ausgleich verpflichtet, in Ihrem Fall anhand vereinbarter Anteile (Sie 450,00 €, Ex-Partner 500,00 € im Monat).

2. Zu diesem Ausgleich sind Sie in der Zeit vom 15.08.2016 bis zum 30.09.2016 verpflichtet. In dieser Zeit besteht sowohl der Mietvertrag noch als auch die Ausgleichspflicht im Innenverhältnis. Diese wurden durch Sie per Vertrag mit dem Ex-Partner erst zum 01.10.2016 aufgehoben.

3. Ihr Ex-Partner hat kein Recht den Schlüssel vor dem 01.10.2016 zu fordern, Sie haben aus dem bestehenden Mietvertrag ein gleichwertiges Besitzrecht, auch gegenüber Ihrem Ex-Partner. Es bietet sich an, den Schlüssel gegen eine entsprechende vertragliche Regelung heraus zugeben, die so aussehen sollte, dass Sie im Innenverhältnis bereits ab dem 15.08.2016 nicht weiter zum Ausgleich verpflichtet sind. Nach Herausgabe besteht nämlich auch keine Nutzungsmöglichkeit durch Sie.

Falls Nachfragen bestehen, bitte ich diese zu stellen. Falls ich Ihnen helfen konnte, freue ich mich über eine positive Bewertung.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Danke für die Beantwortung, die leider nicht hilfreich war.
Punkt 1. und 2. ist nachvollziehbar, da vertraglich geregelt.Da bereits der 1.10. verstrichen ist macht eine vertragliche Vereinbarung über die Herausgabe des Schlüssels keinen Sinn.
Der Schlüssel wurde am 8.8. übergeben. Jetzt stellt sich die Frage bin ich verpflichtet die 650 € zu zahlen, obwohl er mich aus der Nutzung ausgeschlossen hat ? Und muss ich die Anwaltskosten der Gegenseite in Höhe von 150 € zahlen?
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Nachricht von JustAnswer auf Kundenwunsch) Sehr geehrter Experte, Ihr Kunde möchte ein Angebot von Ihnen über den zusätzlichen Service: Telefon-Anruf. Bitte teilen Sie ihm mit, ob Sie noch weitere Informationen benötigen oder senden Sie ihm ein Angebot, damit Ihr Kunde weiter betreut werden kann.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Anbei das RAe Schreiben
Experte:  RAWeidmann hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Schreiben habe ich gelesen. Leider hat die Kollegin recht, wenn Sie den Schlüssel freiwillig heraus gegeben haben. Mit freiwillig meine ich die rechtliche Qualifizierung Ihres Verhaltens, denn eine rechtliche Pflicht zur Herausgabe bestand nicht.

Die Pflicht zum Ersatz der Anwaltskosten resultiert daheraus, dass Sie mit den Mietzahlungen im Verzug sind, weil diese Termingebunden sind. Im Verzug müssen Schäden, die aufgrund des Verzuges entstehen ersetzt werden. Scheitern kann dieser Anspruch an der Erforderlichkeit der Rechtsverfolgung durch einen Anwalt. Die Erforderlichkeit dürfte schon gegeben sein, wenn Sie sich gegenüber Ihrem Expartner geweigert haben, die ausstehenden Mieten zu bezahlen.