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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26434
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir sind letztes Jahr aus unserer alten Wohnung ausgezogen.

Kundenfrage

wir sind letztes Jahr im Oktober aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Es wurde mit der ehemaligen Vermieterin schriftlich vereinbart, dass wir unseren Nachmietern einen Ausgleich zahlen, mit dem sie Farbe und Tapete kaufen und die Wohnung verschönern können. Bis heute wurde der Kontakt mit den Nachmietern nicht hergestellt und die Kaution von 1000Euro nicht überwiesen, da sie der Meinung ist, eine 600Euro Rechnung für angefallene Malerarbeiten abzurechnen. Weiterhin behält sie die Kaution ein, um die zu erwartende Nebenkostenabrechnung abzudecken.
Es wurde uns kein Kostenvoranschlag für die 600Euro Rechnung vorgelegt. Wir hatten nie Kontakt zu den Nachmietern, so wie es eigentlich vereinbart war. Wir wissen bis jetzt nicht, was diese Rechnung beinhaltet. Nebenkostenabrechungen aus den Vorjahren wurden nie mit Zahlungsaufforderung, sondern lediglich als Übersicht in den Briefkasten gesteckt und das auch gern für eine zwei Jahresabrechnung.
Meine Fragen:
Muss eine Wohnung vorgerichtet übergeben werden? Wir hatten keine auffälligen Farben an den Wänden. Wenn ja, wurde uns nicht die Möglichkeit gegeben, selber die Wohnung zu weißen bzw. konnten wir keine Firma selbst beauftragen.
Bis wann müsste so eine Rechnung geltend gemacht werden?
Sind Nebenkosten mehrerer Jahre legitim, wenn nie ein Zahlungsziel genannt wurde, teilweise zu spät im Briefkasten war und es auch in dem Zeitraum, in dem die Wohnung bewohnt wurde, nie eine Mahnung gab?
Vielen Dank ***** ***** Antworten
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Wohnung müssen Sie nur dann weißen, wenn dies so im Mietvertrag wirksam vereinbart wurde und die im Vertrag vorgesehenen Fristen abgelaufen sind.

Selbst wenn Sie nach dem Inhalt des Vertrages verpflichtet sind die Schönheitsreparaturen durchzuführen, hätte Ihnen der Vermieter zunächst eine Frist setzen müssen, die Arbeiten auszuführen und erst nach Ablauf dieser Frist hätte er von Ihnen Schadensersatz verlangen können.

Zuletzt stellt die Abrede mit dem Vermieter die Materialien zu stellen ein Verzicht auf Durchführung der Schönheitsreparaturen dar.

Über die Mietkaution muss der Vermieter längstens nach 6 Monaten abrechnen und Ihnen das sich aus der Abrechnung ergebende Guthaben auszahlen. Betriebskosten muss der Vermieter binnen einer Ausschlussfrist von 12 Monaten nach Ablauf des Abrechnungszeitraums Ihnen gegenüber bekannt geben. Erfolgt dies nicht, so sind Nachforderungen ausgeschlossen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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