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RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3284
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
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HomeOffice in der privaten Wohnung (Zweitwohnsitz) Guten

Kundenfrage

HomeOffice in der privaten Wohnung (Zweitwohnsitz)
Guten Abend,
meine Frage bezieht sich auf die Rechtslage im Bezug auf die Nutzung der eigenen Wohnung anteilig auch als HomeOffice.
Ich beabsichtige eine neuanmietende Wohnung (Zweitwohnsitz) auch für HomeOffice Zwecke zu nutzen. Es würde ca. 2 mal wöchentlich vorkommen. Die HomeOffice Arbeit würde keine Beeinträchtigung anderer Mieter oder der Immobilie bedeuten weil:
1. keine Mitarbeiter
2. keinen Kundenverkehr
3. keinen erhöhten Lärm
Es würde lediglich bedeuten, dass die Arbeiten zuhause am Computer stattfinden würden. Als Vermittler für Finanzierungen und Immobilien, im Rahmen meiner Tätigkeit im Angestelltenverhältnis für eine Bank, darf ich als Synergie aus meiner Arbeit auch Finanzierungen und Immobilien ebenfalls vermitteln. Die Bank (Auftraggeber) vermittelt Versicherungen an mich und ich darf im Gegenzug aus meinen Beratungen Finanzierungen und Immobilien vermitteln (Überwiegen an die Auftraggeber-Bank, jedoch auch außerhalb. In diesem Fall muss ich jedoch als Unternehmer (e.Kfm) Rechnungen schreiben. Dabei würde ich meine private Anschrift (Zweitwohnsitz) in der Rechnung angeben müssen und auch auf der Visitienkarte diese Adresse aufführen.
Im Mietvertrag wird angegeben, dass die Wohnung nur zur Wohnzwecken angemietet werden darf und außerdem eine feste Laufzeit (Kündigung vorher nicht möglich) von 3 Jahren.
Meine Frage:
1. Muss ich für diese Situation ausdrücklich vorher die Zustimmung des Vermieters einholen?
2.Ist der Mietvertrag seitens des Vermieters dadurch sofort kündbar, wenn er damit nicht einverstanden ist?
3. Ist allein schon das aufführen der Anschrift in meinen Rechnungen oder Visitenkarte schon das "erscheinen der gewerblichen Tätigkeit nach außen"?
4. Betrifft das auch die Gewerbeanmeldung mit der betreffenden Anschrift?
5.Wenn ja, kann er auf die Mietzahlung für die kompletten 3 Jahre als Schadenersatz klagen, auch wenn er den Vertrag dadurch vorher kündigen kann?
Bitte gehen Sie auf alle Fragen und die Situation ein.
Vielen Dank ***** *****
Freundliche Grüße
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),allein schon zur Rechtssicherheit sollten Sie vorher die Zustimmung des Vermieters einholen.Es hängt von der Schwere des Verstoßes ab. In Ihrem Fall wird der Vermieter Sie erst abmahnen müssen, erst bei einer Wiederholung bzw. einer teilgewerblichen Weiternutzung wird eine fristlose Kündigung möglich. Allerdings ist es durchaus möglich, dass einzelne Gerichte da restriktiver sind und gleich eine fristlose Kündigung als möglich erachten.Die Rechnungen selber sind noch kein Erscheinen der Tätigkeit nach außen. Die Visitenkarten jedoch schon. Webseiten z.B. sind definitiv ein Erscheinen nach Außen. Die Gewerbeanmeldung jedoch nicht.Nein, die Mietzahlung für die gesamten drei Jahre kann er nicht verlangen. Er kann höchstens die Miete für die Zeit bis zur Neuvermietung verlangen, und selbst da muß er nachweisen, dass er die Wohnung nicht vorher vermieten konnte.Für weitere Fragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" jederzeit zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.Mit freundlichen Grüßen,Robert WeberRechtsanwaltDas Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre Antwort.Was ist mit der "nach treu und Glauben verpflichtet sein" zuzustimmen? Würde das hier zutreffen?Danke ***** *****Liebe Grüße
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),es würde zutreffen, aber es würde Ihnen nur dann einen Anspruch auf Zustimmung geben, wenn die Störung durch die gewerbliche Nutzung geringfügig ist, kaum nach außen dringt und auch die Nutzung selbst sich auf einen geringen Teil der Wohnung bezieht.Zudem ist es ein sehr unbestimmter Rechtsbegriff, den Gerichte unterschiedlich strikt anwenden. Sie sollten daher nach Möglichkeit vorher die Zustimmung einholen, bevor Sie darauf angewiesen sind, nachträglich die Zustimmung einklagen zu müssen.Für weitere Fragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" jederzeit zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.Mit freundlichen Grüßen,Robert WeberRechtsanwaltDas Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

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