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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26881
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum rückwirkenden Mietforderungen. Ich habe seit 2012 eine Wer

Beantwortete Frage:

Hallo, ich habe eine Frage zum rückwirkenden Mietforderungen.
Ich habe seit 2012 eine Werkstatt gemietet. Seit Anfang 2013 zusätzlich noch zwei Garagen im Innenhof des Geländes. Vor den Garagen habe ich teilweise bis zu 6 Fahrzeuge zusätzlich abgestellt. Diese Fläche ist sowieso frei und ist praktisch meine Einfahrt zu den zwei Garagen. Nun hat die Vermieterin mir soeben ein Schreiben geschickt indem sie für diese Fläche Miete verlangt. Sie hat davon schon lange Kenntnis und hätte mir sagen können das dort keine Auto stehen dürfen oder sie dafür Miete möchte. Außerdem ist die Fläche die sie zur Grundlage nimmt viel zu groß. Sie spricht von 250qm. Es sind aber maximal 80qm. Was kann man tun. Ist es überhaupt rechtens für 3 Jahre rückwirkend Miete zu verlangen ohne vorher eine Andeutung oder irgendwas...?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie höflich fragen:
Haben Sie die Fahrzeuge dort auf Dauer abgestellt oder halten die Fahrzeuge dort nur? (Be- und Entladung)?
Wird die Fläche auch von anderen Mitmietern genutzt?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo,
die Fahrzeuge stehen teilweise länger andere nur kurz. Zwischenlager für die Werkstatt. Oder zur Verschrottung. Andere Mieter auf dem Gelände nutzen diese Fläche nicht.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** freundliche Ergänzung.
In der Sache dürfen Sie die Fläche, auch wenn sie sich vor Ihren Garagen befindet, allenfalls zum Halten, Be- und Entladen nutzen.
Wenn Sie Ihre Fahrzeuge dort abstellen, obwohl diese Fläche nicht teil des Mietvertrages ist, dann darf Sie der Vermieter einmal zur Unterlassung nach § 1004 BGB auffordern, zum anderen hat er einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung in Höhe der ortsüblichen Miete für die Fläche.
Allerdings darf er Ihnen nur für die tatsächlich genutzte Fläche eine Nutzungsentschädigung verlangen. (Wenn Sie nur 80 m² nutzen, dann natürlich nur für 80m²)
Er darf leider auch innerhalb der Verjährung von 3 Jahren (§§ 195,199 BGB) die Nutzungsentschädigung rückwirkend verlangen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Darf er diese Nutzungsentschädigung ohne vorherige Aufforderung zur Unterlassung geltend machen?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
leider ja.
Er darf Nutzungsentschädigung sofort ab dem Zeitpunkt der Nutzung verlangen.
Eine Aufforderung zur Unterlassung ist nicht erforderlich.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hm, ok. Wo steht das? Rechtsgrundlage?
Eine letzte Frage. Kann ich Garnichts dagegen tun?
MfG
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachricht.
Die Nutzungsentschädigung wird aus § 812 I BGB abgeleitet (Schmidt-Futterer/Streyl BGB § 546 Rn. 83).
Dagegen etwas unternehmen können Sie in zweierlei Hinsicht.
Sie räumen die Stellplatzfläche. Ab diesem Zeitpunkt darf der Vermieter keine Entschädiigung von Ihnen verlangen.
Sie schließen mit dem Vermieter einen Vertrag der die Nutzung der Stellfläche (gegen eine angemessene Miete) regelt.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich meinte eigentlich gegen die rückwirkenden Kosten. Ich bin ja gern bereit dafür in Zukunft monatlich was zu bezahlen aber für die letzten drei Jahre würde ja bedeuten ich muss 1500,-€ nachzahlen. Das kann ich nicht.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
was die Rückstände anbelangt, so sollten Sie vorschlagen diese ratenweise auszugleichen. Vereinbaren Sie einfach für eine bestimmte Zeit eine erhöhte Miete zu bezahlen (Beispiel über 3 Jahre).
Der Vermieter hat ja ein Interesse daran, dass Sie den Platz weiterhin mieten, so dass davon auszugehen ist, dass er sich auf eine solche Vereinbarung eingehen wird.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.