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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3263
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Hallo, habe heute meine Nebenkostenabrechnung 2014 für die

Kundenfrage

Hallo,
habe heute meine Nebenkostenabrechnung 2014 für die Wohnung, die ich vom 1.März 2014-31.Juli 2015 gemietet habe bekommen.
Habe Monatlich 60€ Nebenkosten im voraus bezahlt.Jetzt soll ich für 2014
453,31€ nachzahlen. Die verbrauchsunabhängingen Kosten betragen anteilig für 2014 705,12€. das sind bereits 105,12€ mehr als vorgezahlt hinzu kommen eben noch die Kosten für Wasser(348,19€) (Strom und Heizung/Warmwasseraufbereitung habe ich immer seperat bezahlt). Zugegeben habe ich vielleicht etwas mehr Wasser verbraucht, aber wenn ich die Hälfte nehme ergibt sich immer noch eine Nachzahlung von über 250€, die meiner Meinung nach auch schon zu keinen Verhältnis der bereits vorgezahlten 600€ und erst recht nicht zu den verlangten 453,31€ stehen. Den Mieter selbst habe ich nie gesehen und bis Gestern auch nie gesprochen. die Wohnung habe ich über eine Immobilienfirma vermittelt bekommen von der mir gesagt wurde, dass sich die Vorauszahlung mit der Jahresabrechnung ziemlich decken wird. Dies wurde mir aber nur mündlich versichert. Nehme aber an das die neue Mieterin das gleiche Problem haben wird. In Regensburg war es schwierig eine Wohnung zu bekommen... Die Wohnungsmiete betrug warm 420€(40,00€ Garagenstellplatz und 60€Nebenkosten)
Meine Frage: Kann ich eine Zahlung verweigern? weil die Nebenkosten zu niedrig Kalkuliert waren? Im Internet konnte ich keine diese Frage nicht eindeutig klären.
Beste Grüße
stelmaszek
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
Sie können diese Zahlung verweigern, wenn Sie beweisen können, dass der Vermieter die Nebenkostenvorauszahlung absichtlich zu niedrig ansetzte. Die Beweislast liegt allerdings bei Ihnen, und ist schwer zu erfüllen.
Dass die Immobilienfirma mündlich zusicherte, dass sich die Vorauszahlungen mit der Endabrechnung decken würde, ist nicht relevant, weil bereits das Gesetz dies voraussetzt (So indirekt § 560 Absatz 4 BGB).
Wenn Sie beweisen können, dass der Vermieter Sie über die Höhe der tatsächlichen Nebenkosten arglistig täuschte, können Sie den Mietvertrag gemäß § 123 BGB anfechten. Dadurch werden Sie von der Zahlungspflicht bezüglich der Nachzahlung frei.
Ich empfehle daher, die Beweislage zu prüfen.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" jederzeit zur Verfügung.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt
Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Vielen Dank für Ihre antwort,

wie kann ich diese arglistige Täuschung nachweisen?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
das ist der schwierige Teil. Sie müßten eine Abrechnung des Vormieters finden, die eine deutlich höhere Vorauszahlung als die mit Ihnen vereinbarte ausweist. Oder andere Rechnungen finden, die deutlich machen, dass die vereinbarte Nebenkostenvorauszahlung zu niedrig war, und die dem Vermieter bereits bei Vertragsschluß bekannt waren.
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Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt
Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Lieber Herr Weber,

dass heißt wenn ich eine Nebenkostenabrechnung des Vormieters vorliegen habe, aus der vorgeht, dass die Nebenkosten hätten erhöht werden müssen, könnte ich mit Aussicht auf erfolg dagegen klagen?

Was ich jetzt schon habe ist das Exposee eines baugleichen Apartments ein Stockwerk Tiefer. (Die Wohnung habe ich auch besichtigt jedoch dann die Wohnung einen Stockwerk darüber bekommen) Dort betragen die Monatlichen Nebenkosten 80,00€ Ist das ein Beweismittel??? Da die verbrauchsunabhängigen Kosten in jedem Apartment mit gleicher Bauweise ja gleich sein sollten....

Grüße

S

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
das ist korrekt.
Das Exposee eines baugleichen Apartments ist ein gutes Indiz, aber noch kein schlagender Beweis. Sie müßten noch nachweisen, dass der Vermieter dieses Exposee kannte und dessen Angaben als korrekt erachtete.
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Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt
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