So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22888
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, Folgender Sachverhalt: in meiner Berliner Eigentumswohnung

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
Folgender Sachverhalt: in meiner Berliner Eigentumswohnung im 3.OG ist seit Juli 2014 ein Wasserschaden entstanden, in Bad und Küche. Die Geschäftsführerin der WEG, ein Maler und ein Klempner waren vor Ort und haben den Schaden angesehen. Alle sind damit einverstanden, dass der Schaden von oben kommt. Den Schaden im Bad habe ich im August 2014 malermässig beseitigen lassen (Tapete runter, Schimlmel abtöten, streichen). Die Kosten dafür möchte die WEG nicht übernehmen, mit dem Argument, es sei nicht klar, ob der Schaden von der darübergelegenen Wohnung kommt oder vom Gemeinschaftseigentum.
Seit Januar 2015 steht besagte Wohnung über der meinen leer. Trotzdem ist der Wasserschaden im Bad am 16.03. in abgeschwächter Form wieder aufgetaucht, dazu ein weiterer in meiner Küche, die direkt neben dem Bad liegt.
Nun möchte die WEG immer noch nicht bezahlen, obwohl unserer Ansicht ausgeschlossen werden kann, dass der Schaden von der Wohnung darüber kommt, da diese seit Januar 2015 unbewohnt ist.
Ich habe die WEG wiederholt schriftlich per e-mail aufgefordert (die Geschäftsführerin der Hausverwaltung), die Malerrechnung der Arbeiten im August 2014 zu übernehmen und einen Handwerker mit der Beseitigung des neuen Wasserschadens seit März 2015 zu beauftragen. Ohne Erfolg.
Wie soll ich jetzt weiter verfahren?
Freundliche Grüsse,
Jan Hemmers.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In der Tat ist hier die WEG für die entstanden Kosten eintrittspflichtig, denn nach den mitgeteilten Umständen kann der Feuchtigkeitsschaden nur von Gemeinschaftseigentum herrühren, da die Feuchtigkeit auch dann noch eingedrungen ist, als die über Ihnen liegende Wohnung leer stand. Dann aber ist schon rein denklogisch ausgeschlossen, dass durch die Wohnung die Wasser-/Feuchtigkeitsschäden verursacht worden sind!

Die Ihnen entstandenen Kosten und Aufwendungen fallen daher der WEG zur Last.

Nichts anderes gilt, sofern Ihnen wegen des zweiten Wasserschadens vom 16.03. nun erneut weitere Kosten erwachsen sein sollten: Schadensersatzansprüche gegen die WEG kommen dann in Betracht, wenn diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommt, die im Gemeinschaftseigentum gelegene Schadensursache zu beheben.

Das ist dann Fall, wenn die Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums schuldhaft nicht oder nicht rechtzeitig beschlossen wird und dadurch ein Schaden am Sondereigentum eintritt. Diese Voraussetzungen liegen hier ebenfalls vor, denn nach dem ersten Wasserschaden bestand aller Grund und Anlass, den Schaden am Gemeinschaftseigentum (Zwischendecke), der für die eindringende Feuchtigkeit verantwortlich war/ist, umgehend zu beheben.

Ich rate Ihnen an, die Verwalterin unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage letztmalig zur Übernahme der Rechnung(en) aufzufordern und ihr zugleich anzukündigen, dass Sie andernfalls einen Antrag stellen werden, dass die WEG hierüber ordnungsgemäß Beschluss fasst.

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Toller Service" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Frage beantwortet".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hütternann,

Ich bitte um die Nennung der entsprechenden Gesetzesartikel, damit ich diese in einem abschliessenden Brief an die Verwalterin aufführen kann.

Freundliche Grüsse,

Jan Hemmers.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Dies ist gesetzlich nicht konkret festegelt.

Es folgt aber aus der insoweit hierzu ergangenen Rechtsprechung, wie zum Beispiel BayObLG mit Beschluss vom 3.7.1986(2 Z 36/85)!

Auf diese Rechtsprechung können Sie sich ausdrücklich berufen.

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Toller Service" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Frage beantwortet".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 4 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Huettermann,

Wie Sie angeregt haben, habe ich die Verwalterin unter Berufung auf die Rechtssprechung aufgefordert, die Malerrechnung zu übernnehmen und den neuen Schaden zu beseitigen. Darauf hat sie nicht geantwortet, ausser mit der Bitte um Fotodokumentation seit 16.03., die ich geliefert habe. Daraus geht hervor, dass sich der Wasserschaden vom 16.03.-16.04. verschlimmert hat, seitdem aber stationär ist. Das kann man aber abschliessend nicht eindeutig feststellen, denn beim letzten Wasserschaden gab es auch keine negative Entwicklung mehr nach einem Monat, dann wurde aber 0.5% Restfeuchtigkeit gemessen und es kam doch wieder ein Feuchtigkeitsfleck durch.

Ich habe daher zusätzlich beantragt, dass eine Leckortung auf Kosten der WEG durchgeführt wird, um sicher zu gehen, dass der Wasserschaden . Dies ist nicht geschehen.

Frage: wieviel Zeit muss ich der WEG lassen ? wie soll ich nun weiter rechtlich vorgehen?

LG,

Jan Hemmers

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sie sollten der Verwaltung noch eine letzte Frist von 10-14 Tagen zur Vornahme Ortung einräumen. Kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist eine Ortung in Auftrag geben und der WEG die hierfür entstehendenen Kosten in Rechnung stellen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank!

Nun hat die Verwalterin mir wie folgt geantwortet:

Sehr geehrter Herr Hemmers,

Ihre Leckortung lehne ich ab, für diesen Aufwand gibt es keinen Grund, der Schaden hat sich nicht vergrößert, die Wohnung über Ihnen ist leer,

diese wurde letzte Woche wiederholt geprüft, die Fachfirma Fiedler hat keine Ursache finden können, würde sich der Schaden in Ihrer Wohnung

permanent vergrößern, wäre diese Untersuchung angebracht, jedoch nur dann.



Mit freundlichen Grüßen

Was nun?


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Dann sollten Sie sich das Gutachten der Fachfirma in Vorlage bringen lassen (Übersendung einer Kopie), aus dem sich ergeben soll, dass der Schaden sich nicht vergrößert haben soll!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Huettermann,
Leider hat mir die Verwaltung das Gutachten der Fachfirma nicht gesendet, obwohl seit letzten Donnerstag angefordert. Was nun?
Freundliche Grüße,
Jan Hemmers.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie denn (telefonisch) nachgefragt, weshalb das Gutachten nicht übersendet wird?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Nein, bislang nicht. Aber die Fachfirma Fiedler kenne ich: Es handelt sich um den Klempner, der für die Hausverwaltung arbeitet. Dieser war bereits im August letzten Jahres bei mir, ohne Hydrometer zur Messung der Feuchtigkeit. Seit August 2014 hat er keine Ursache für den Wasserschaden feststellen koennen. Laut Aussage der Verwalterin ist er in die Wohnung ueber mir gegangen und hat festgestellt, dass dort alles trocken ist. Schriftlich habe ich nie etwas von diesem Klempner bekommen.
Ich warte überdies auf die Uebernahme der Malerrechnung durch die WEG. Das ist seit September 2014 nicht geschehen.
Was sollte ich jetzt tun?
Freundliche Grüße
Jan Hemmers.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Fordern Sie unter diesen Umständen die Verwaltung letztmalig zu umgehender Übersendung des Gutachtens auf, und setzen Sie hierzu eine letzte Frist von maximal fünf Tagen. Teilen Sie mit, dass Sie anschließend ohne weitere Ankündigung die Einberufung der Eigentümerversammlung verlangen werden, die dann über diese Angelegenheit Beschluss zu fassen und die Verwaltung anzuweisen hat, Ihnen das Gutachten zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttermann,

Es kommt Bewegung in die Sache. Anstatt eines Gutachtens schreibt mich heute die Klempnerfirma wie folgt an:

Sehr geehrter Herr Hemmers,

Wir haben Gestern in der Wohnung Hussein evtl. noch eine kleine Undichtigkeit beseitigt, bitte teilen Sie mir mit, ob sich der Schaden bis zum 10.6.2015 verändert hat.

Mit freundlichen Grüßen

Krüger

Kontakt:

Telefon:030 /(###) ###-####/span>

Fax : 030 /(###) ###-####/span>

Sakrower Kirchweg 5-7

14089 Berlin

E-Mail:***@******.***

Anscheinend besteht also doch eine Undichtigkeit in der Wohnung Hossein = dies ist die Wohnung über der meinen.

Was soll ich jetzt tun? Darf ich jetzt die Leckortung von der Hausverwaltung verlangen? wie soll ich das formulieren?

Freundliche Grüsse,

Jan Hemmers.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Legen Sie der Verwaltung das Anschreiben vor, und verlangen Sie die Vornahme einer Ortung.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Lieber Herr Hüttermann,

Der Klempner antwortet für die Verwaltung wie folgt:

Hallo Herr Hemmers,

da wir in der Wohnung Hussein die Wand Küche – Bad komplett

Offen haben, und im Schacht alles Trocken ist, besteht im Moment keine Notwendigkeit einer Leckortung. Deshalb bitte wie geschrieben um Mitteilung. Es muss sich um Restfeuchte handeln.



Mit freundlichen Grüßen

Krüger


Was soll ich jetzt tun? Doch eine Leckortung fordern? Die Hausverwaltung auffordern, einen Maler kommen zu lassen, um den Schaden zu beseitigen?



Freundliche Grüsse,



Jan Hemmers.


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wie bereits gesagt, sollten Sie die Verwaltung nun zur Leckortung auffordern.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttermann,

Auf meine Aufforderung zur Leckortung hat die Verwaltung nicht geantwortet. Inzwischen wurde zum 22.Juni eine Eigentümerversammlung einberufen, die Tagesordnung wird gesondert per Post versandt.

Was soll ich jetzt tun?

Freundliche Grüsse,

Jan Hemmers

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wie oben ausgeführt, sollten Sie dann die Aufnahme dieses Punktes in die Tagesordnung verlangen, damit die WEG hierüber Beschluss fasst.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich plane folgenden Antragstext:


Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Moser,

Ich bitte um die Aufnahme folgender Punkte in die Tagesordnung:

1. Wasserschaden Hemmers/Sabatié QG 3.OG vom 03.08.2014 im Bad: Bitte um Übernahme der mir entstandenen Kosten durch die Malerrechnung Nr.14-00047 vom 03.09.2014 (630,15 EUR) zur einstweiligen Beseitigung des Wasserschadens durch einen Maler in Abstimmung mit der Verwaltung. Dieser wurde der Verwaltung angezeigt am 03.08.2014.

2. Wasserschaden Hemmers/Sabatié QG 3.OG vom 16.03.2015 in Küche und Bad: Bitte um Durchführung einer Leckortung im Auftrag der Hausverwaltung. Der Wasserschaden wurde der Hausverwaltung angezeigt, mit Fotos dokumentiert und wurde noch nicht behoben.

Begründung:

In der Wohnung im 3.OG ist am 03.08.2014 ein Wasserschaden entstanden, in Bad und Küche. Fraui Moser für die WEG und Fa.Fiedler waren vor Ort und haben den Schaden angesehen. Alle sind damit einverstanden, dass der Schaden von oben kommt. Den Schaden im Bad habe ich im August 2014 malermässig beseitigen lassen (Tapete runter, Schimlmel abtöten, streichen). Die Kosten dafür wurden zunächst von der WEG nicht übernehmen, mit dem Argument, es sei nicht klar, ob der Schaden von der darübergelegenen Wohnung kommt oder vom Gemeinschaftseigentum.

Seit Januar 2015 steht besagte Wohnung über der meinen (4.OG, Ex-Bewohner: Hossein) leer. Trotzdem ist der Wasserschaden im Bad am 16.03. in abgeschwächter Form wieder aufgetaucht, dazu ein weiterer in meiner Küche, die direkt neben dem Bad liegt. Entsprechende Fotos liegen der Hausverwaltung vor.



In der Tat ist hier die WEG für die entstanden Kosten eintrittspflichtig, denn nach diesen Umständen kann der Feuchtigkeitsschaden nur von Gemeinschaftseigentum herrühren, da die Feuchtigkeit auch dann noch eingedrungen ist, als die über mir liegende Hossein-Wohnung leer stand. Es ist daher schon rein denklogisch ausgeschlossen, dass durch die Hossein-Wohnung die Wasser-/Feuchtigkeitsschäden verursacht worden sind.

Die Ihnen entstandenen Kosten und Aufwendungen fallen daher der WEG zur Last.


Nichts anderes gilt, sofern wegen des zweiten Wasserschadens vom 16.03. nun erneut weitere Kosten erwachsen sein sollten: Schadensersatzansprüche gegen die WEG kommen dann in Betracht, wenn diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommt, die im Gemeinschaftseigentum gelegene Schadensursache zu beheben.



Das ist dann Fall, wenn die Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums schuldhaft nicht oder nicht rechtzeitig beschlossen wird und dadurch ein Schaden am Sondereigentum eintritt. Diese Voraussetzungen liegen hier ebenfalls vor, denn nach dem ersten Wasserschaden bestand aller Grund und Anlass, den Schaden am Gemeinschaftseigentum (Zwischendecke), der für die eindringende Feuchtigkeit verantwortlich war/ist, umgehend zu beheben. Dies folgt aus der insoweit hierzu ergangenen Rechtsprechung, wie zum Beispiel BayObLG mit Beschluss vom 3.7.1986 (2 Z 36/85).

De Leckortung wird beantragt, m einen erneuten Wasserschaden zu vermeiden und die Schadensursache definitiv zu beheben.

Frage: Ist das so in Ordnung oder soll ich gleich noch die Behebung des zweiten Wasserschadens mitverlangen?

Freundliche Grüsse,

Jan Hemmers.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Lassen Sie den Text so, wie er ist. Das Schreiben ist Ihnen sehr gut gelungen - aus anwaltlicher Sicht ist dem nichts hinzuzufügen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt