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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16960
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, , 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch, Vorsitzende des Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Hallo, eine Mietpartei bemerkt erstmalig im September 14

Beantwortete Frage:

Hallo,
eine Mietpartei bemerkt erstmalig im September 14 ein Schimmelproblem in Küche und Schlafzimmer. Nach mehrfacher Beseitigung meldet diese es mehrfach tel. und schriftlich bei der zuständigen Hausverwaltung. Die Hausverwaltung selbst besichtigt nach mehrfacher Aufforderung die Mängel erst Mitte Dezember 14 und gibt die mündliche Zusage, dass das Problem in der Küche baubedingt, im Schlafzimmer am Heiz-/Lüftungsverhältnis liegt. Dieses Ergebnis erlangt der Hausverwalter durch Nutzung eines tragbaren Feuchtigkeitsmessers.
Die Behebung soll dann, laut Hausverwalter, schnellstens erfolgen, bleibt aber aus.
Anfang Feb. 15 wird nach mehrfacher Fristsetzung und Androhung von Mietminderungen der Mietpartei vom Verwalter vorgeschlagen, einen Sachverständigen zu beauftragen, welcher Anfang März zu dem zu dem Schluss kommt, dass beide Räume baubedingt befallen sind. Die Mieter treten in diesem Fall in Vorkasse für den Sachverständigen, einer schriftlichen Absprache nach, zahlt die Verwaltung die Kosten zurück, sollte die Mietpartei nicht schuld sein. Bericht und Rechnung liegen der Verwaltung Ende März vor, bleibt aber stillschweigend.
Die Mietpartei wendet sich daraufhin Anfang April persönlich an den Vermieter, welcher erneut mündlich schnelle Behebung verspricht, sowie Rückzahlung der entstandenen Kosten des Sachverständigen.
Ein Handwerker besichtigt erneut die Gefahrenquellen, weiteres bleibt aus.
Es ist nun Anfang Mai, die Mietpartei sendet ein Einschreiben zum Vermieter mit den Forderungen, die ausstehenden Arbeiten innerhalb 14 Tagen zu beginnen und schnell abzuschließen, behält ausserdem 10% der Warmmiete ein und fordert, falls keine zeitnahe Rückzahlung der entstandenen Kosten eintrifft, Mahnung und Erhebung von Verzugszinsen.
Ist dieser Vorgang korrekt/falsch oder ausbaubar?
Welche weiteren Möglichkeiten hat der Mieter?
Gibt es eine Art "fristlose Kündigung" der Wohnung?
Was sollte der Mieter nun in Betracht ziehen, um sein Recht zu erhalten?
Vielen Dank ***** ***** Antworten
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** mietrechtliche Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchten
Der Mieter hat völlig richtig gehandelt.
Eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses wäre nur dann möglich, wenn der Schimmel gesundheitsgefährdend ist.
Hier gibt es verschiedene Schimmelarten, nicht alle sind gesundheitsgefährdend.
Nur dann wenn fest steht, dass diese Schimmelart gesundheitsgefährdend ist kann man dem Mieter nicht zumuten, bis zur Kündigungsfrist abzuwarten.
Wenn die ausgelegten Kosten nicht zurück bezahlt werden, dann kann der Mieter Sie einfach von der Miete einbehalten.
Er muss jedoch die von ihm gesetzte Frist abwarten, und sollte noch mal eine erneute kurze Frist setzen, indem er androht, diese Kosten einfach von der Miete einzubehalten.
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
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Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Nachtrag: wenn der Vermieter der Aufforderung zur Beseitigung nicht nachkommt dann sollte der Mieter noch mal eine kurze Frist setzen, und androhen , die Beseitigung selbst auf Kosten des Vermieters vorzunehmen.
Hier aber unbedingt noch einmal anschreiben und eine erneute Nachfrist setzen.
Wenn der Vermieter hier wieder nichts zurück zahlt dann noch mal anschreiben und androhen , die Kosten von der Miete einzubehalten
Schiessl Claudia und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.