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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22625
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mietschaden Parkettboden Sehr geehrte Damen und Herren, am

Beantwortete Frage:

Mietschaden Parkettboden
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 14.07.2014 haben wir unsere alte Wohnung übergeben.
Dabei wurde ein kleiner Wasserschaden von 20x20 cm im Parkettboden protokolliert.
Die Abmachung mit dem Ex-Vermieter war, dass er sich darum kümmert und wir den Schaden ersetzen.
Da sich der Vermieter nicht meldete, fragte ich Anfang November nach den Sachstand.
Am 8.12.2014 erhielten wir einen einfachen Brief mit einer Rechnung von ca 700 € für das Abschleifen und Versiegeln lassen von 27 Quadratmeter sowie für Ersetzung von Sockelleisten. Die Arbeit wurde anscheinend laut Rechnung am 28.07.2014 durchgeführt.
Der Boden wurde 2010 das letzte mal abgeschliffen und versiegelt. Die Sockelleisten waren bei der Übergabe in Ordnung und nicht im Übergabeprotokoll ernannt.
Da mir die Rechnung etwas hoch vorkam, sammlte ich Informationen im Netz und in Fachgeschäften. Die Instandsetzung war nur so möglich und der Betrag war ortsüblich.
Da aber die Sockelleisten aufgeführt waren und kein Abzug neu gegen alt dabei war, nahm ich den Kontakt mit meinem Exvermieter auf und erklärte,dass ich nicht bereit bin, den vollen Preis zu zahlen.
Ich bot ihm an 400€ der Kosten zu übernehmen.
Mein Exvermieter drohte mir mit gerichtlichen Schritten und eine Zahlungsfrist bis zum 15.01.2015 in seinem einfachen Brief vom 30.12.2014 als Antwort. Ich erklärte ihm, dass ich dies über meine Haftpflicht laufen lasse. Er drohte mir anschliessend erneut und gab mir eine Zahlungsfrist bis zum 30.01.2015
Erst meldet er sich nicht und nach meiner Nachfrage soll ich plötzlich am liebsten gleich bezahlen.
Ich erhielt bis heute, dem 22.01.2015 keinen Mahnbescheid oder ähnliches von ihm. Ich bin auch bereit für den Schaden zu zahlen, aber nicht den vollen Preis.
Ist die 6 monatefrist nicht sogar abgelaufen, da ich bis jetzt nur einfache Briefe erhielt und keinen Mahnbescheid?
Muss ich wirklich den vollen Preis zahlen lassen?
Die Mietkaution besitzt noch der Vermieter, Nebenkostenabrechnung wird im Rahmen der Pauschale sein.
Ich bedanke ***** ***** Vorraus für eine hilfreiche Antwort, egal wie sie ausgeht.
Mit freundlichen Grüssen
Andre R.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In der Tat unterliegt der vermieterseitige Ersatzanspruch der kurzen 6-monatigen Verjährungsregelung des § 548 BGB:

http://dejure.org/gesetze/BGB/548.html

Diese Verjärungsfrist ist hier auch abgelaufen: Der Lauf der Verjährung setzte mit Übergabe der Wohnung am 14.07.2014 ein, und die Verjährung endete folglich am 14.01.2015!

Der Vermieter hat es auch versäumt, die Verjährung hemmende Maßnahmen zu ergreifen - also Ihnen einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen zu lassen oder aber Zahlungsklage gegen Sie zu führen. Allein die an Sie gerichteten Schreiben des Vermieters haben die Verjähung nicht gehemmt!

Das bedeutet im rechtlichen Ergebnis, dass Sie sich in der Tat gegenüber dem Vermieter erfolgreich auf die Einrede der Verjährung berufen können und keine Zahlung mehr leisten müssen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Danke für Ihre Antwort,

Leider hat es mit dem "Antworten Sie dem Experten" nicht geklappt.

Ich habe noch eine Frage zum weiteren Verlauf:

Wahrscheinlich wird mein Exvermieter auf die volle Zahlung bestehen, obwohl ich weiterhin bereit wäre,den von mir angebotenen Betrag zu begleichen. Den drohenden Zahlungsbefehl kann ich dann einfach in der Frist ablehnen. Mit Verfall des Anspruchs auf den Ausgleich bedeutet doch dies im Umkehrschluss, dass das Kautionssparbuch mir übergeben werden muss, bzw ich es zurückfordern kann. Wie sieht es dann bei etwaigen Anwaltskosten und Gerichtskosten aus, wer muss dann dafür aufkommen?

Vielen dank ***** *****

Andre R.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Oh, das tut mir Leid, ich habe Ihre Nachfrage in der Tat erst jetzt erhalten.

Sie können sich hier vollumfänglich auf die Verjährung berufen. Sie können natürlich (freiwillig) weiterhin Ihr Angebot auf Zahlung der 400 Euro aufrecht erhalten - zur Zahlung verpflichtet sind Sie aber nicht mehr! Die Fristsetzung des Vermieters - 30.01. - ist rechtlich damit unbeachtlich für Sie.

Ja, sofern keine Ansprüche aus dem Mietverhältnis mehr offen stehen (Mietzahlungen und/oder Nebenkostennachzahlungsforderungen) ist das Kautionssparbuch umgehend herauszugeben. Setzen Sie dem Vermieter schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum zur Herausgabe, und kündigen Sie zugleich an, dass Sie nach Ablauf der Frist Ihren Herausgabeanspruch auf dem Rechtsweg durchsetzen werden. Verbinden Sie dieses mit dem Hinweis, dass Sie hierzu einen Anwalt beauftragen werden.

Lässt der Vermieter die gesetzte Frist verstreichen, so ist er in Verzug mit der Folge, dass die anfallenden Anwaltskosten - und etwaige Prozesskosten - der Vermieter als Verzugsschaden zu tragen haben wird!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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