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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 21612
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

1.:Ich bin am 30.06.2012 aus meiner alten Wohnung ausgezogen.

Kundenfrage

1.:Ich bin am 30.06.2012 aus meiner alten Wohnung ausgezogen. Bis heute habe ich noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten. Kann der Vermieter jetzt noch Nebenkosten von mir verlangen?
2.: Ich habe meinen alten Vermieter schon einige Male angeschrieben und um Rückgabe der Kautionsbürgschaft gebeten. Leider bekomme ich nie eine Rückantwort von ihm. Aus diesem Grund habe ich mich direkt an Moneyfix gewendet und die gebeten die Bürgschaft zurückzufordern. Der Gesellschaft antwortet er aber auch nicht.
Wie komme ich nun an die Bürgschaftsurkunde heran? Muss der Vermieter mir auch die gezahlten Beiträge der Versicherung zurückerstatten? Ich bezahle diese ja nun zum dritten Mal umsonst, ohne diese zu nutzen.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1.) Der Vermieter ist mit sämtlichen Nachforderungen gegen Sie ausgeschlossen. Dieses folgt aus § 556 Absatz 3 Satz 3 BGB:

http://dejure.org/gesetze/BGB/556.html

Nach Ablauf der in dieser Bestimmung angeordneten 12-monatigen Abrechnungsfrist kann der Vermieter keine Nachforderungen gegen den Mieter mehr geltend machen. Diese Voraussetzungen liegen hier vor, denn wenn Sie am 30.06.2012 ausgezogen sind, hätte Ihnen die Nebenkostenabrechnung SPÄTESTENS am 31.12.2013 zugehen müssen - insoweit ist nach § 556 Absatz 3 Satz 3 BGB Verjährung eingetreten. Sie müssten also keinesfalls mehr zahlen!

2.) Nach Ablauf eines derart langen Zeitraumes seit Ihrem Auszug hätte der Vermieter Ihnen längst die Bürgschaftsurkunde aushändigen müssen, denn hierzu war und ist er rechtlich verpflichtet. Sie können nunmehr die Herausgabe der Urkunde rechtlich erzwingen, sofern der Vermieter diese auf Anfordern nicht freiwillig herausgibt.

Fordern Sie den Vermieter nun schriftlich und nachweisbar (Einschreiben/Rückschein) auf, die Urkunde herauszugeben. Setzen Sie hierzu eine letzte Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum. Kündigen Sie in dem Schreiben an, dass Sie nach fruchtlosem Fristablauf ohne weitere Ankündigung einen Rechtsanwalt einschalten werden, dessen Kosten dem Vermieter zur Last fallen würden. Nach Ablauf der Frist wäre der Vermieter nämlich in Verzug - Sie können dann einen Rechtsanwalt beauftragen, Ihren Herausgabeanspruch durchsetzen zu lassen. Die Kosten des Anwalts hätte Ihnen der Vermieter als Verzugsschaden zu erstatten.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Kann ich ihm die letzten beiden Beiträge der Bürgschaft von ihm zurückfordern? Ich musste diese ja bezahlen, nur weil er nicht seiner Pflicht nachkam.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, selbstverständlich: Da der Vermieter Ihnen die Rückgabe der Urkunde schuldet - mit der Herausgabepflicht also in Verzug geraten ist -, sind Sie zudem berechtigt, die Ihnen entstanden weiteren Kosten (hier also die gezahlten Beiträge der Versicherung) von dem Vermieter als Schadensersatz einzufordern!

Machen Sie in Ihrem Anschreiben an den Vermieter diese Kosten ausdrücklich als Schadensersatz, den der Vermieter Ihnen zu leisten hat, geltend.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Besteht denn noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Ist das nicht der Fall, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten. Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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