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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

ISehr geehrte

Kundenfrage

ISehr geehrte Rechtsanwälte. ich habe meine Genossenschaftswohnung ohne vorherige Genehmigung ein 3/4 untervermietet. Der Untermieter wurde jeodch von mir vorzeitig gekündigt. Da ich berufsbedingt nur am WE in meiner Wohnung bin, habe ich die Genossenschaft schriftlich (mit ausführlicher Begründung) darum gebeten, mir die Erlaubnis zu geben, ab Juli 2014 unterzuvermieten. Dies wurde vom RA der Genossenschaft abgelehnt, mit der Begründung, a) aufgrund der Untervermietung gewerbliche Nutzung zur Gewinnerzielung b) ich würde den Eindruck erwecken, nach wie vor selbst in der Wohnung zu wohnen. Meine Frage: Muss ich das akzeptieren ? Und wenn "Ja", kann ich dann fristlos kündigen und meinen hinterlegten Genossenschaftsanteil nach Kündigung sofort zurückfordern ? Ich danke ***** ***** für Ihre konkrete Antwort Frteundlcihe Grüße XXX

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank ***** ***** Anfrage.

Auf Ihr Anliegen gehe ich unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung wie folgt ein:

Dem Mieter steht grundsätzlich ein Anspruch auf Erlaubniserteilung durch den Vermieter zu, wenn nach Abschluss des Mietvertrages ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung entsteht. Die Gerichte sehen das berechtigte Interesse als gegeben an, wenn dem Mieter vernünftige Gründe etwa wirtschaftlicher oder persönlicher Natur zur Seite stehen, die die Überlassung eines Teils der Wohnung an Dritte nachvollziehbar erscheinen lassen. Als solche Gründe kommen z.B. die Aufnahme des Freundes/der Freundin in die Wohnung oder Untervermietung wegen finanzieller Einbußen durch Erwerbslosigkeit in betracht.

Der Vermieter darf seine Erlaubnis zur Untervermietung nur dann verweigern, wenn in der Person des Untermieters ein wichtiger Grund vorliegt, der Wohnraum übermäßig belegt würde oder aus anderen Gründen dem Vermieter eine Untervermietung nicht zugemutet werden kann.

Die vorliegend vom Vermieter angegebenen Gründe für die Verweigerung greifen nicht durch.

Sie müssen dies nicht akzeptieren.

Bei Verweigerung der Untermieterlaubnis haben Sie die Möglichkeit, mit der gesetzlichen Frist von drei Monaten zu kündigen.

Soweit Ihnen durch die unberechtigt verweigerte oder verzögerte Untervermietung Einnahmen entgangen sind, ist der Vermieter schadensersatzpflichtig.

Unabhängig davon besteht jedoch leider kein Anspruch auf sofortige Herauszahlung der Genossenschaftsanteile.


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