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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo, ich habe mich letztes Jahr von meinem Mann getrennt.

Kundenfrage

Hallo,

ich habe mich letztes Jahr von meinem Mann getrennt. Wir haben zusammen 3 Kinder. Meine jungs haben sich dazu entschieden bei ihm zu bleiben und meine kleine Tochter lebt bei mir. Ich bin mit meiner Tochter aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen da diese Wohnung meinem Mann gehört und er darauf bestanden hat das wir ausziehen. Es geht darum das mein Mann die Wohnung vor vier Jahren von seinen Eltern geschenkt bekommen hat. Um diese renovieren zu können haben wir ein Annuitätendarlehn von 60.000 € aufgenommen. Da er halt zu wenig einkommen hatte um diesen Kredit alleine aufzunehmen, habe ich mich mit eintragen lassen da ich auch berufstätig bin und ein Einkommen aufweisen kann. Nun sind wir Gesamtschuldner dieser Immobilie. Ich bezahle halt seid November letzen jahres meine Miete + die hälfte des Immobilienkredites. Und zum wohle meiner jungs sind seine Eltern noch mit bei ihm in die Wohnung eingezogen um sich um die Kinder zu kümmern wenn er arbeiten ist. Frage ist ob ich von ihm Miete verlangen kann obwohl ich nicht bei der Schenkung im Grundbuch eingetragen wurde. Aber ich bin ja mit im Immobilienkredit mit drin und muss noch 18 Jahre dies Monatlich mitbezahlen. Ist dies berechtigt von ihm. Was für Rechte habe ich diesbezüglich. Ich bin ziehmlich am verzweifeln da im Monat nicht viel zum leben für meine Tochter und mich über bleibt.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein:

Grundsätzlich ist rechtlich zwischen Darlehen und Eigentumslage zu unterscheiden. Unabhängig davon, ob Sie Eigentümerin sind, besteht die Zahlungsverpflichtung aus dem Kredit jedenfalls in der Trennungszeit bis zur Scheidung fort. Nach Rechtskraft der Scheidung haben Sie aufgrund der Tatsache, dass Sie nicht mit Eigentümerin sind, einen Freistellungsanspruch von der Zahlungsverpflichtung gegenüber Ihrem Mann.

Eine Miete können Sie leider nicht verlangen, da dies die Miteigentümerschaft voraussetzen würde.

Dass Ihr Mann aber quasi mietfrei wohnt hat jedoch unterhaltsrechtliche Bedeutung. Dieser sogenannte Wohnvorteil führt bei einer Unterhaltsberechnung zu einer höheren Leistungsfähigkeit des Ehemannes.

Hierneben ist bei Scheidung der Zugewinnausgleich durchzuführen. Auch hier kann sich durch die Investition in das Haus, die zu einer Wertsteigerung geführt hat, für Sie ein Ausgleichsanspruch ergeben.
Dies bietet die Möglichkeit Verhandlungen zur Vermögensauseinandersetzung und Regelung der Verbindlichkeiten aufzunehmen mit dem Ziel einer Schuldübernahme durch Ihren Mann bezüglich des Darlehens.

Insgesamt ist es ratsam, dass Sie einen Fachanwalt für Familienrecht hinzuziehen, der alle dies Sachverhalte einer Klärung zuführt.