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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3136
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Mietrecht
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Hallo, ich habe bitte folgende Frage. Seit 2009 wohne

Kundenfrage

Hallo,

ich habe bitte folgende Frage.

Seit 2009 wohne ich mit einem Bekannten in einer WG (sind zusammen eingezogen und stehen beide im Mietvertrag).

Es wurde damals im persönlichem Gespräch die Miete Nachverhandelt wir haben uns im Gespräch auf eine Warmmiete inkl aller NK auf 365€ statt 375€ geeinigt.


Heute bekomme ich von meinem Vermieter ein Schreiben

AUSZUG ANFANG

"bei der Durchsicht unserer Mietunterlagen haben wir bemerkt, dass seit dem 01.08.2009 statt der vertraglich vereinbarten Kaltmiete in Höhe von 240€ nur 230€ von Ihnen monatlich gezahlt wurden.
Auch die vertraglich vereinbarte monatliche Mieterhöhung um 15€ zum 01.01.2012 wurde von Ihnen bisher noch nicht berücksichtigt.

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Verjährungsfrist sind wir berechtigt, diese nichtgezahlte Miete am dem 01.01.2011 nachzufordern. Die Nachforderung berechnet sich wie folgt.

01.01.2011 bis 31.12.2011 10€/Monate X 12Monate = 120€
01.01.2012 bis 31.12.2013 25€/Monat X 24Monate =600€

Insgesamt sind wir berechtigt für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2013 720€ nachzufordern.“

AUSZUG ENDE



bezahlt wurde.
(Es wurden monatlich 365€ Miete überwiesen wie abgesprochen)

Ein Blick in den Mietvertrag ließ auf den zweiten Blick den Fehler erkennen im Mietvertrag steht (genau so)

Kaltmiete : 240€
Betriebskostenpauschale 70€
Vorrauszahlung auf die Betribskosten für Heizung und Warmwasser 65€__

Ergibt insgesamt Monatlich 365€


der aufgeführte rechenweg ergiebt natürlich bei genauen nachrechnen keine 365€ aber so steht es im mietvertrag und so habe ich auch jeden monat 365€ bezahlt .




Was kann ich da machen zum einen hat er uns den Mietpreis von Warm 365€ mündlich zugesichert, welcher auch so im Mietvertrag steht. Ja wir hätten den Vertrag natürlich gründlicher lesen sollen allerdings war auf den ersten Blick die richtige Warmmiete eingetragen, zum anderen bei der jährlichen Abrechnung ist der Vermieter ja sellber von diesem Warmmietpreis ausgegangen und hat diesen zur Grundlage genommen.

Beispiel 2013

Abrechnung für 2012 (stand so genau drinnen)

Nachzahlung 24,68€

daraus ergibt sich:

Anpassung der Vorauszahlung:
Ihre bisherige HK-Vorauszahlung betrug 40€

Ab dem 01.08.2013 unverändert 40€

Die Gesamtmiete beträgt dann unverändert 340€


dies war auch in allen Jahresabrechnung davor so aufgeführt




Ich habe immer das bezahlt was laut Abrechnung gefordert wurde.
(Es wurde in den Abrechnungen von 2012 und 2013 nie auf die 15€ Mieterhöhung eingegangen)


gern sende ich Ihnen auch alle Unterlagen per Mail zu

LG
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich verstehe den Betrag von 340,00 Euro nicht nach der Abrechnung 2012, hier müsste es doch auch 365 oder 375 lauten?

Können Sie mir dies noch kurz erläutern?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


 


im Jahr 2012 kam es zu einer Reuzierung der Nebenkosten von 365 auf 340€


 


LG

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank.

Es gibt hier Dinge, die für Ihre Miete als auch die Miete des Vermieters sprechen. Für den Vermieter spricht stark, dass die einzelnen Mietbestandteile im Mietvertrag schriftlich fixiert sind. Dagegen spricht, dass er auch bei einer Reduzierung der Vorauszahlungen von 365 € ausgegangen ist. Hier wäre also auszulegen, was tatsächlich vereinbart worden ist. Hierfür spricht sodann die mündliche Vereinbarung, die alleine den Mietvertrag dann ändern kann, wenn im MV keine Schriftform für Änderungen vereinbart ist. Dann könnte die mündliche Vereinbarung bereits alleine gegen die verlangte Miete sprechen.

Alles in allem würde ich eher zu Ihrer Miete tendieren, da der Vermieter hier sich selbst widersprochen hat und die 365 Euro im Mietvertrag dies auch bestätigen. Man kann sich auch auf den Standpunkt stellen, dass er eben nur vergessen hat, die Kaltmiete im Mietvertrag zu reduzieren anstatt davon auszugehen, dass er sich nur verrechnet hat.

Sie müssen allerdings die mündliche Vereinbarung beweisen.

Versuchen Sie mit dem Vermieter nocheinmal unter Zugrundelegung der o.g. Argumentation zu reden.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Über Ihre positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke für die Antwort.


 


Im Vertrag habe ich keinen Punkt nit "Änderungen bedürfen der Schriftform gefunden"


 


LG

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Umso besser, dann hat die Vereinbarung den bestehenden Vertrag modifziert, bzw. wenn der schriftliche Vertrag bereits bestand, wirkt sich die mündliche Vereinbarung ähnlich aus, Sie haben sich dann bei der Kaltmiete geirrt, als Sie unterschrieben haben.
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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