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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3161
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Mietrecht
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Guten Abend sehr geehrte Rechtsanwälte, eine Frage: meine

Kundenfrage

Guten Abend sehr geehrte Rechtsanwälte,

eine Frage:

meine Tochter hat ihren ersten Mietvertrag unterschrieben. Mietbeginn 15.02.2014 (Sa.). Schlüsselübergabe-Termin war am 14.02.2014 um 10 Uhr vereinbart (Kaution und die erste Miete wurden bereits überwiesen). Um 09.40 Uhr kam die telefonische Absage vom Hausmeister, die Wohnung sei "eine Baustelle". Daraufhin ging er mit meiner Tochter das erste Mal in die Wohnung, die Renovierungsarbeiten waren noch nicht abgeschlossen. Der Umzug war am selben Tag geplant, daher wurden im Vorfeld von drei Leuten (Eltern und Kind) je ein Urlaubstag genommen.

Daraufhin rief der Vermieter an, sagte die Wohnung sei am Montag bezugsfertig und die Schlüsselübergabe erfolge am Mittwoch (19.02.2014). Der Mietvertrag wurde erweitert und auf den 01.03.2014 verlegt als Vertragsbeginn, die Miete bis dahin sei dem Mieter im Rahmen des "Schadensersatzes" geschenkt, die erste Miete werde ab dem 01.03.2014 zu zahlen (mündliche Aussage des Vermieters)

Montag kam der Anruf vom Vermieter, die Wohnung sei erst Mittwoch fertig, die Schlüsseübergabe könne nun erst am Freitag (21.02.2014) erfolgen!

Der Hausmeister hat heute mit meiner Tochter das Abnahme- und Übergabeprotokoll ausgefüllt (datiert auf den 21.02.2014), da erst morgen die Bauübernahme erfolgen müsse. Der heute ausgehändigte Schlüssel gehört zur Wohnung, lässt sich aber erst benutzen, wenn morgen (nach der Bauübernahme) das Bauzylinderschloss durch das reguläre Schloss ersetzt werde. In der

Den Nachtrag zum 1.03. liegt noch bei uns nicht unterschrieben.
Welche Schadensersatzansprüche stehen uns in diesem Fall als Mieter zu, gemäß dem Fall, dass wir die Wohnung am Freitag tatsächlich beziehen können und das Bauzylinderschloss durch das reguläre Schloss zum erhaltenen Schlüssel in der Tür eingebaut ist?

Vielen Dank!
Olivia S.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ausgehend vom Mietvertrag, der einen Bezug vom 15.02.2014 vorsieht, stehen Ihnen aufgrund des Verzugs des Vermieters mit der Übergabe Schadensersatzansprüche zu. Diese umfassen alle Schäden, die dadurch entstanden sind, dass die Übergabe der Wohnung nicht bzw. verspätet vorgenommen werden konnte.

Hierzu gehören die Kosten für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit, Kosten, die gegebenenfalls für anderweitige Übernachtungen verwandt worden sind und weitere Aufwendungen, die für sie nutzlos gewesen sind, weil der Umzug entsprechend nicht hat stattfinden können, zum Beispiel Kosten für ein Transportfahrzeug et cetera.

Möglicherweise lässt sich mit dem Vermieter allerdings auch ein Kompromiss erzielen, wenn man vereinbart, dass die Miete für den Monat März nicht gezahlt werden muss und die Wohnung kostenfrei bleibt und die bisher vorhandene Miete auf den Monat April angerechnet wird.

Sofern eine Vereinbarung geschlossen worden ist, dass zum 1. März der Bezugstermin stattfindet, so könnten die Schadensersatzansprüche eingeschränkt sein. Sie haben aber geschrieben, dass schriftlich eine Änderung des Mietvertrages nicht erfolgte, so dass eine Absprache hier gegebenenfalls keine formwirksame Änderung des Mietvertrages wäre.

Allerdings auch wenn man hier nachträglich zu einer Bezugsfertigkeit zum 1. März kommt, während die vergeblichen Aufwendungen für den Umzug am 15. Februar so wie gegebenenfalls auch für weitere Termine, für die Ihnen eine Bezugsfertigkeit zugesagt worden ist, zu ersetzen.

Sofern der Vermieter hier keine freiwilligen Zahlungen vornimmt oder keine gütliche Einigung möglich ist, könnte man hier gegebenenfalls auch gegen die Ansprüche des Vermieters aufrechnen.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.


Guten Tag Herr Joachim,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Wie kann ich richtig die verbrauchten Urlaubstage in den Geldbetrag umrechnen? Soll ich da vom Brutto oder Netto ausgehen?

Rechne ich das hier richtig?

Bei 5-Tage-Woche:

Brutto-Lohn / 21,75 Tage = Kosten für den nutzlosen Urlaubstag.

Welche Beweismittel soll ich dem Vermieter vorlegen? (Lohnabrechnungen? Abwesenheitszettel von der Arbeit?)

 

Danke!

 

 

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ja, Sie müssen den Stundenlohn ausrechnen und dies dann auf den Tag umrechnen, das funktioniert nach folgender Formel:

http://www.imacc.de/lohnabrechnunggehaltsabrechnung/stundenlohnberechnungueberstundenausrechnen/

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Vermieter nicht freiwillig zahlen, als Beweismittel dient dann der Arbeitsvertrag, aus dem sich ja dann die relevanten Daten ergeben.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

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