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hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 2909
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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hhvgoetz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, folgendes Problem besteht

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem besteht und wir brauchen eine Einschätzung. Ich wohne mit meiner Familie seid 2011 in einem saniertem Plattenbau in einer Wohnungsbaugenossenschaft. Alles war gut bis wir 2012 einen Wohnungsbrand hatten, 30.000 Euro Schaden die von der Versicherung gezahlt wurden. Wir zogen 2 Stockwerke tiefer und wohnen nun dort seid dem 18.10.2012. Aber seid dem versuchen sie sämtliche Gründe zusammen zu tragen um uns zu schickanieren. Anrufe weil der Hund zu laut ist, Kellerräumung von nicht zu uns gehörenden Stühlen bis hin zur unterstellung der Mieter wir wären Diebe. Nun bekamen wir am 18.12.2013 ein Schreiben einer Mitgliedschaftskündigung ohne Begründung mit der Frist einer Vorsprache die aber von deren Seite abgewiegelt wurde. Kurz darauf (27.12.2013) eine Kündigung der Mitgliedschaft und einem Monat anfechtzeit. Und Schluss endlich eines am 07.01.2014 mit der Aufforderung die Wohnung zum 22.01.2014 zu räumen und die Schlüssel zu übergeben. Allerdings diesmal mit angeblichen Mietschulden in höhe von 710.78€, Instandsetzungs kosten von 816,34€ für die Brandwohnung ( Wohlgemerkt es wurden 30.000€ Bezahlt Liegt in schriftlicher Form beider Versicherungen vor) und fehlender Genossenschaftsanteile von 390€. Also für die Genossenschaftsanteile sind wir verantwortlich. Jedoch wurde alles anderen Nachweislich bezahlt. Wie kann ich vorgehen ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

in dieser verfahrenen Lage ist damit zu rechnen, dass es auf eine Räumungsklage seitens der Genossenschaft hinauslaufen wird.

Vor diesem Hintergrund macht es ev. Sinn, schon jetzt einen Kollegen zur Vertretung zu suchen.

Bei niedrigem Einkommen sollten Sie versuchen, zuvor einen Beratungshilfeschein beim örtlichen Amtsgericht zu bekommen. Dann kann ein Kollege vor Ort Sie gegen eine geringe Selbstbeteiligung von 15 Euro außergerichtlich vertreten.

Zur Berechtigung der einzelnen Vorwürfe kann ich naturgemäß wenig sagen. Im Hinblick auf einen folgenden Rechtsstreit, sollten Sie sich schon möglichst nach Zeugen (möglichst nicht Familie) umsehen, die jedenfalls zur Lärmsituation sich aus eigener Wahrnehmung äußern können.

Die definitiv nicht zutreffenden Vorwürfe sollten Sie auch jetzt schon (ggf. mit anwaltlicher Hilfe) schriftlich zurückweisen und Nachweise für die Zahlungen erbringen. Der Miertrückstand und die angeblichen Instandsetzungskosten müsste die Genossenschaft belegen.

Die fehlenden Genossenschaftsanteile stellen leider schon zumindest einen Grund zur ordentlichen Kündigung dar. Aber auch dies hätte zunächst unter Fristsetzung angemahnt werden müssen.

Eine außerordentliche Kündigung zum 22.1.14 dürfte jedenfalls nur rechtens sein, wenn die Lärm- und Diebstahlsvorwürfe sich als nachweisbar wahr entpuppen.

Auch im Räumungsrechtstreit dürfte im Hinblick auf das Kostenrisiko Ihr Einkommen ein erhebliche Rolle spielen. Prozesskostenhilfe würde jedenfalls bei verlorenem Prozess die Gerichts- und die eigenen Anwaltskosten abdecken.

Grob berechnen, ob Sie PKH bekommen, können Sie hier:

http://www.pkh-rechner.de/

Bedenken Sie aber, dass der Rechner nicht alle Ausgaben berücksichtigen kann. Im Zweifel sollte immer ein Antrag gestellt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

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