So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 27410
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte gerne eine Beratung

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne eine Beratung zu einer Mietangelegenheit in
Betracht ziehen.
Es handelt sich dabei um ein gewerbliches Mietobjekt in Asbach
(53567). Das Objekt selbst wird von einem Kampfsportverein gemietet, in dem
ich vor 3 Jahren Mitglied war. Aufgrund meiner sportlichen Leistung
sollte ich den Verein zum damaligen Zeitpunkt irgendwann übernehmen. Aus
persönlichen Gründen konnte ich mich nicht mehr im Verein engagieren
(Pflege der Homepage, etc.) woraufhin ich aus dem Verein ausgetreten
worden bin (12.01.2012). Das Problem, dass mich heute noch belastet
ist, dass ich zusammen mit drei weiteren Personen in diesem Mietvertrag
stehe und nun da die Einnahmen des Vereins die Kosten nicht decken können,
werde ich zur Kasse gebeten (75,- EUR).
Eine weitere Sache ist, dass der Betrag von 75,- EUR in Bar gegen
Quittung gezahlt werden soll.
Der Leiter des Vereins ist der einzige „Dan-Träger“ und er drohte mündlich damit den Verein zu schließen, wodurch aufgrund des Mietvertrages ein noch höherer Betrag monatlich zu zahlen wäre.
Ich hatte nach meiner erhaltenen Kündigung bereits mehrfach versucht
aus dem Mietvertrag aus zu treten (Aufhebungsvertrag etc.),
aber weder die Mitmieter noch der Vermieter zeigte ein Interesse
daran mich aus dem Mietvertrag aus zu tragen.
Da ich ein nur sehr kleines Gehalt von rund 960 - 1040 EUR netto habe
und von dem Großteil des Einkommens Sprit und eine "Entschädigung" an
meine Eltern zahle (wohnhaft im Elternhaus), bleiben davon nicht mehr viel übrig.

Ich bin schon regelrecht verzweifelt und weiß an dieser Stelle nicht
weiter.

Um eine baldige Antwort freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Kalinowski
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Hat denn der Mietvertrag eine feste Laufzeit oder kann er jederzeit gekündigt werden.







Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Mietvertrag hatte eine feste Laufzeit von mindestens 3 Jahren, welche nun rum sind.


Die restliche Laufzeit beträgt 2 weitere Jahre.


 


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Sie sind mit den anderen beiden Mietern Gesamtschulder des Mietvertrages nach § 421 BGB.

Das bedeutet, Sie können den Mietvertrag nur gemeinsam kündigen.

Wenn Sie aber aus dem Verein ausgeschieden sind haben Sie gegen die anderen beiden Mieter einen Anspruch auf Zustimmung zur Kündigung.

Das bedeutet, wenn die beiden Mitmieter weigern mit Ihnen gemeinsam den Mietvertrag zu kündigen, dann können Sie die beiden auf Zustimmung zur Kündigung verklagen.

Ein solcher Zustimmungsanspruch wird in der Rechtsprechung allgemein anerkannt (OLG Düsseldorf, FamRZ 1993, FAMRZ OLG Hamburg, NZM 2001, NZM Seite 640; LG Kassel, WuM 1977, WUM Seite 255; LG Aachen, FamRZ 1995, FAMRZ Seite 1151; AG Hanau, FamRZ 1995, FAMRZ Jahr 1995 Seite 887).

Soweit Sie nur ein geringes Einkommen haben, wird Ihnen das Gericht auf Ihren Antrag hin Prozesskostenhilfe gewähren. Das bedeutet, die Gerichtskosten und Ihre Anwaltskosten werden von der Landesjustizkasse getragen.

Soweit sich die Mitmieter weigern der Kündigung zuzustimmen haben Sie gegen diese bis zur Beendigung des Mietverhältnisses einen Anspruch auf Freistellung vom Mietzins.

Das bedeutet, soweit die Einnahmen des Vereins nicht ausreichen die Miete zu zahlen, sind die anderen beiden Mieter zur Übernahme aller Kosten verpflichtet. Das bedeutet: Sie müssen keinerlei Zahlungen leisten.

Schreiben Sie also die beiden Mitmieter an und fordern diese auf der Kündigung binnen 14 Tagen ab Briefdatum zuzustimmen. Weisen Sie darauf hin, dass Sie sollte die Zustimmung nicht erfolgen Klagen werden.

Fordern Sie die beiden auch auf die ungedeckten Kosten vollständig zu übernehmen und weisen Sie darauf hin, dass Sie keinerlei Zahlungen mehr leisten werden. Drohen Sie auch hier Klage an.

Sollten die beiden sich weiterhin weigern, so sollten Sie tatsächlich eine Klage bei Gericht auf Zustimmung einreichen.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.