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hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 2879
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

Ich habe meine Wohnung untervermietet, ohne dafür eine Erlaubnis

Kundenfrage

Ich habe meine Wohnung untervermietet, ohne dafür eine Erlaubnis vom meinem Vermieter erhalten zu haben. Nun hat dieser das auf rund überklebter Klingelschilder bemerkt und mir angedroht, bis zum 30.11. die Wohnung "außerordentlich" zu kündigen, wenn ich nicht dafür sorge, dass die Untermieter bis dahin ausgezogen sind und die Wohnung wieder selbst nutze. Mit den Untermietern habe ich einen Zeitmietvertrag mit 2 monatigem Kündigungsfrist von 1.10. bis 31.1.2014 abgeschlossen. Sie haben, da ich keine ausreichenden referenzen über deren Einkommen hatte, 2500 Euro in bar an mich gezahlt, für den ganzen Zeitraum, also 4 x 500 Euro Miete plus 500 Euro Kaution. Ich habe das den Untermietern mitgeteilt und ihnen mehrere vergleichbare Wohnungen als Ausweichquartier (über wg-gesucht.de / Immoscout etc. angeboten), sie bestehen jedoch darauf bis Ende Januar in der Wohnung zu bleiben und haben mit jetzt mitgeteilt, dass sie sich von einem Anwalt beraten lassen um weiteres Vorgehen zu besprechen. Die Hausverwaltung bleibt ebensfalls stur. Ich habe jetzt überlegt, ob ich, wenn ich den Untermietern einfach das Geld zurückgebe, eher die Möglichkeit habe, zum sofortigen Zeitpunkt zu kündigen, weil sie ja dann die Miete nicht bezahlt haben. Können Sie mir sagen, ob das was bringt oder mir einen guten Rate geben, wie ich mich jetzt am besten verhalte? Viele Grüße, XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

die vorzeitige Rückgabe des Geldes der Untermieter hilft Ihnen in der von Ihnen angedachten Weise sicher nicht weiter.

Kündigen Sie den Untermietern fristlos und hilfsweise zum nächstmöglichen Termin, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Notfalls müssen Sie die 2 Monate Schadensersatz an die Untermieter zahlen, wenn die keine vergleichbare Wohnung zu vergleichbarem Preis zahlen.

Gleichzeitig sollten Sie gegenüber dem Vermieter eine etwaige fristlose Kündigung unwirksam zurückweisen.

Sollten Sie finanziell auf die Erzielung der Untermiete angewiesen sein und deshalb eigentlich einen Anspruch auf Erlaubnis haben, kann man trefflich darüber streiten, ob eine fristlose Kündigung wirksam ist. Eher wäre dann eine Kündigung mit gesetzlicher Frist das angemessene Mittel.

Beispiele:
Kostenreduzierung bei Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung oder Verpflichtung zu erheblichen Unterhaltszahlungen. Es können auch familiäre und persönliche Gründe für eine Untervermietung in Betracht kommen.


Ggf. lässt sich auf dieser Basis eine Regelung mit Ihrem Vermieter finden, dass man die Situation zumindest bis Januar noch duldet, sei es ggf. bei erhöhter Miete und Sie die Wohnung dann aufgeben.

Eine andere Variante wäre die dreiste:

In jedem Fall wird es der Vermieter nicht schaffen, die Wohnung bis Ende Januar geräumt zu bekommen. Ein solcher Prozess birgt aber ein erhebliches Kostenrisiko, wenn der Vermieter in einem Rechtsstreit beweisen kann, dass die Wohnung untervermietet war.

Wenn Sie zusagen, dass die Wohnung Ende Januar geräumt ist und der Vermieter dann keine Prozesskosten hat, müsste er sich als wirtschaftlich denkender Mensch eigentlich darauf einlassen und von einer Klage absehen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

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