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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3327
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Unter uns sind starke Raucher eigezogen , die auch rauchende

Kundenfrage

Unter uns sind starke Raucher eigezogen , die auch rauchende Verwandte/Bekannte beherbergen sodass wir es plötzlich von Heute auf Morgen mit einer massiven Rauchbelastung zu tun haben. Wie sollen wir uns verhalten ? Miete kürzen ? Da wir ,wenn sich nichts ändert , d.h. wenn diesen Leuten seitens des Vermieters nicht gekündigt wird, gezwungen sind auszuziehen , können wir die Miete als Ausdruck unser Verzweiflung vorübergehend ganz zurückhalten?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

leider steht Ihnen nur in Ausnahmefällen ein Mietminderungsrecht zu. Das ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rauch durch den Fußboden direkt in Ihre Wohnung zieht oder die Rauchbelästigung so ist, dass Sie nicht mehr lüften können, ohne dass Rauch in Ihre Wohnung zieht. Selbst dann können Sie nur 10 bis 20 % mindern. Es kommt dabei sehr auf den jeweiligen Einzelfall an.

Eine Mietminderung um 100 % ist leider in keinem Fall möglich.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Unser Wohnung hat nur zwei Öffnungen durch die das Lüften möglich ist. Diese korrespondieren mit der unter uns liegenden Wohnung , sodass immer Rauch eindringt wann immer die Meute unten Raucht , so wie Ich eben diese Zeilen schreibe . Meine Frau ist dem Wahnsinn nahe. Ein Umzug ist unumgänglich. Habe Ich die Möglichkeit den Vermieter , der ja all das verursacht hat an den Kosten des Umzugs zu beteiligen? Freiwillig wird er es nicht tun..

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

diese Fehlkonstruktion würde Sie in der Tat zu einer Mietminderung berechtigen. Allerdings können Sie den Vermieter leider nicht zwingen, sich an den Umzugskosten zu beteiligen.

Ich bedaure, dass die Rechtslage nicht günstiger für Sie ist.

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Robert Weber
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wie berechne Ich den Betrag für die Mietminderung? Von der Kalt oder Warmmiete? Welchen Prozentsatz? Einfach so bei der nächsten Fälligkeit? Wäre einfach - den Dauerauftrag ändern. Muss Ich den Vermieter Vorher informieren? Ihn ist die Sachlage ja bereits bekannt.

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie müssen den Betrag von der Warmmiete berechnen und abziehen. Den konkreten Prozentsatz kann man aus der Distanz schlecht abschätzen, da die konkrete Lage vor Ort entscheidend ist. Ich empfehle daher einen Mittelwert von 15 %. Diese Mietminderung müssen Sie dem Vermieter sofort mitteilen.

Ich empfehle, die Miete unter Vorbehalt in voller Höhe weiterzuzahlen, die Überweisungen allerdings als "unter Vorbehalt" zu kennzeichnen. Die Differenz sollten Sie dann jedes Quartal zurückfordern. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihnen wegen ungerechtfertigter Mietminderung gekündigt wird.

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Robert Weber
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wie schon erwähnt, ein Umzug ist leider unumgänglich , somit ist uns eine Kündigung seitens des Vermieters egal. Es wird im Frühjahr oder im Sommer noch unerträglicher, ähnlich wie jetzt nur schlimmer. Bei dem herrlichen Wetter draussen und der vollen Sonneneinstrahlung - Südwestseite, sitzen wir bei geschlossenen Fenstern. Normal schlafen wir schon um diese Zeit - bei offenen Fenster allerdings. Geht nicht, unten wird noch immer geraucht und der Aschenbecher stinkt..


Frage: Sollten wir schneller als in den drei Monaten regulärer Kündigungsfrist eine passende Wohnung finden haben wir das Recht auf eine Sonderkündigung?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ein Sonderkündigungsrecht haben Sie leider nur, wenn es Ihnen objektiv unzumutbar ist, weiter in der Wohnung zu wohnen. Das müssen Sie nachweisen. Solange der Rauch nicht durch den Boden hochkommt, ist es daher leider schwierig, eine Sonderkündigung zu rechtfertigen.

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Robert Weber
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank, XXXXX XXXXX Ich keine Fragen mehr, wäre es aber möglich, auch der fortgeschrittenen Zeit wegen: sollte mir noch eine Frage morgen oder übermorgen einfallen diese 'Sitzung' weiter zu führen oder müssen wir jetzt die Sache abschliessen und Ich eine Bewertung abgeben? Übrigens eine Frage habe Ich noch: würde ein ärztliches Attest über Rauchunverträglichkeit helfen?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ein ärztliches Attest über Rauchunverträglichkeit würde sehr viel helfen! Damit ließe sich ein Sonderkündigungsrecht sehr gut begründen!

Sie können gerne morgen oder übermorgen weitere Nach-/Rückfragen stellen. Auch können Sie jetzt eine Bewertung abgeben und danach weitere Nach-/Rückfragen stellen, da eine Bewertung dies nicht abschließt.

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Robert Weber
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sie schrieben:Ich empfehle, die Miete unter Vorbehalt in voller Höhe weiterzuzahlen, die Überweisungen allerdings als "unter Vorbehalt" zu kennzeichnen. Die Differenz sollten Sie dann jedes Quartal zurückfordern. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihnen wegen ungerechtfertigter Mietminderung gekündigt wird.


 


Bei wem und wie kann Ich die Differenz zurückfordern? Meine Hausbank sieht da keine Möglichkeit ausser das man 1. die ganze Summe und nicht nur ein Prozentsatz dieser zurückfordert, und 2. Der Begünstigte, in diesem Falle der Vermieter der Rückforderung zustimmen muss. Auf mein Argument , mein Anwalt rate mir dazu, sagte mir der Bankangestellter da wird mir mein Anwalt auch sagen wie das geht....

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wäre daher nicht besser ab sofort die geminderte Miete zu überweisen?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

der Bankangestellte hat da durchaus Recht. Sie müssen die Differenz von dem Vermieter zurückfordern, die Bank hat damit nichts zu tun.

In der Tat ist es in Ihrer Lage besser, sofort die geminderte Miete zu überweisen. Als ich zu der Überweisung unter Vorbehalt riet, wußte ich noch nicht, dass Ihnen eine Kündigung egal ist.

Daher empfehle ich nun, direkt die reduzierte Miete zu bezahlen.

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Ansonsten verbleibe ich
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Robert Weber
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Gestern gab es ein Gespräch zwischen den Vermieter - der 700 km weit entfernt wohnt und deswegen nur alle Paar Wochen hier ist - und allen Mietern des Hauses. Die einzigen Raucher - die Partei direkt unter uns gelobten Ihr Verhalten den anderen anzupassen. Nur hat der Vermieter eines damit erreicht, nämlich das Ich jetzt, das heisst zum nächsten ersten keinen ausreichenden 'Grund' mehr habe die Miete zu kürzen. Er hat ja reagiert. Ich bleibe da skeptisch und auch sehr wachsam, da Ich mir nicht vorstellen kann wie mehrere starke Raucher sich umstellen können. Zum Rauchen vors Haus gehen? Wie auch immer.


Die Frage ist: Kann Ich zum späteren Zeitpunkt mit der Mietminderung und der Fristlosen Kündigung aufwarten oder verjährt dieser Anspruch wenn Ich dieses jetzt vorübergehend akzeptiere?

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn die Nachbarn tatsächlich mit dem Rauchen aufhören, haben Sie keinen Anspruch auf Mietminderung bzw. fristlose Kündigung. Sobald die Nachbarn aber wieder anfangen, in dem bisherigen Ausmaß zu rauchen, haben Sie erneut einen Anspruch auf Mietminderung bzw. fristlose Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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