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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 27030
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, wir sind im Juli 2013 in ein Haus eingezogen und nun

Beantwortete Frage:

Hallo,
wir sind im Juli 2013 in ein Haus eingezogen und nun erfahren wir, dass das Haus verkauft wurde. Wir haben Heute die Vermieter daraufhin angesprochen und diese haben es bestätigt . Wir haben noch keine schriftliche Kündigung erhalten. Dürfen die Leute das Haus verkaufen obwohl wir erst eingezogen sind, denn zuvor wollten sie es schon verkaufen und brachten es nicht los und somit durften wir ein ziehen.Das war schon ein Spektakel, denn nach Unterzeichnung des Mietvertrages gab es schon die ersten Schwierigkeiten. Mein Mann brachte die ersten Möbel ins Haus und dann kam der Vermieter und hat mitgeteilt dass das Haus nun wahrscheinlich doch verkauft sei und wir nun doch nicht einziehen könnten. Mein Mann hat dann alle Möbel wieder eingeladen und kam zurück.Wir hatten ja schon unsere Wohnung und Arbeit gekündigt und standen nun ohne neue Wohnung da. Mein Mann wollte keinen Streit mit dem Vermieter haben und suchte weiter nach einer neuen Wohnung. Da dies aber sehr schwierig war und ist konnte mein Mann eine Woche lang nicht arbeiten, denn die Wohnungssuche lag 150 km entfernt. Nun , nach einer Woche rief der Vermieter wieder an und sagte, er habe das Haus nicht verkauft und wir könnten nun doch einziehen. Mir war schon damals mulmig in der Magengegend aber wir haben dann aus der Not heraus die Wohnung genommen. So, dann war ein Wasserschaden im Haus. Diesen ließ der Vermieter notdürftig renovieren und nahm das restliche Geld für den neuen Hof. Mir sagte er , er mache es für uns damit wir uns wohl fühlen könnten. Zur Wohnung gehört auch ein Grundstück hinterm Haus. Dies wurde uns zugesagt. Als ich es jedoch umgestalten wollte, kamen die anderen Vermieter, ( wohnen im Keller ) und drohten mir mit Mord wenn ich hier was anrühren würde. Ich habe daraufhin nichts mehr gemacht und es dem Vermieter auf den AB gesprochen da er gerade im Urlaub war.Er hat sich nicht mehr gemeldet und somit lies ich den Garten weiterhin in Ruhe. Nun kommt wie gesagt die Meldung aus der Nachbarschaft dass das Haus verkauft ist. Wie sieht es da Rechtens für uns aus ?Was haben wir für Möglichkeiten ? Haben wir ein Recht auf Abfindung? Wie stehts mit der Kündigungszeit? Muss der Vermieter uns den Umzug zahlen? Wie können wir uns wehren ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie ergänzend fragen:

Ist Ihnen bei der ersten Mitteilung des Vermieters ein Schaden entstanden?

Wurde Ihnen bei Unterzeichnung des Kaufvertrages vom Vermieter mitgeteilt, dass das Haus verkauft würde?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, mein Mann konnte nicht arbeiten da er jeden Tag vom Bodensee nach hier Ortenaukreis fahren musste um andere Wohnungen an zu schauen. Und ja, psychisch waren wir am Ende. Habe ja meine Arbeit aufgegeben um hier her zu ziehen.


Nein bei der Unterzeichnung des Mietvertrages wurde uns auch noch vor Zeugen, bzw, ein guter Kollege von meinem Mann ist ja auch mit umgezogen in die andere obere Wohnung des Hauses. Es wurde uns zugesichert dass das Haus nun doch in seinem Besitz bleibt und er es nicht verkauft.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Wir müssen zwei verschiedene Ansprüche unterscheiden.

1. Verwehrter Einzug nach UNterzeichnung.

Soweit Ihnen der Vermieter zunächst den Einzug verwehrt hatte hat er gegen sein Pflicht aus dem Mietvertrag in Verbindung mit § 535 BGB verstoßen, nämlich Ihnen das Mietobjekt zur Verfügung zu stellen.

Soweit Ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist (Unbezahlter Urlaub, vergebliche Kosten für den Umzug, Mehrkosten für die Unterbringung und so weiter muss Ihnen der Vermieter diese Kosten nach § 280 BGB ersetzen.

2. Verkauf des Hauses

Allein der Verkauf des Hauses ändert nichts an Ihrem Mietvertrag da der Mietvertrag auf den neuen Eigentümer übergeht.

Wenn allerdings der neue Eigentümer wegen Eigenbedarf kündigt so haben Sie gegen den alten Eigentümer einen Anspruch nach § 280 BGB auf Schadensersatz. Der alte Eigentümer hat eine Pflichtverletzung begangen indem er Sie bei Unterzeichnung des Mietvertrages nicht auf die Verkaufsabsicht hingewiesen hat.

Er schuldet Ihnen daher nicht nur die Umzugskosten, sondern auch Maklerkosten und soweit Sie eine andere vergleichbare Wohnung zu einem höheren Preis anmieten müssen auch die Mietdifferenz. Sofern Sie allein wegen des Einzugs in dieses Haus die Arbeit aufgegeben haben schuldet Ihnen der Vermieter auch den Verdienstausfall.

3. Kündigungsfrist:

Die Kündigungsfrist sowohl für Sie als auch für den neuen Eigentümer beträgt 3 Monate.

Gegen eine Eigenbedarfskündigung können Sie sich insoweit wehren als dass Sie eine Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen können. Dies ist dann möglich, wenn Sie innerhalb der Kündigungsfrist kein angemessenes gleichwertiges Haus zum gleichen Mietzins finden.

In diesem Falle muss der Mietvertrag so lange fortgesetzt werden bis dass Sie ein neues gleichwertiges Haus gefunden haben.





Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für die Info. Habe eben erfahren das der neue Hausbesitzer selbst einziehen wird. Das heißt dann, das wir , also beide Parteien, ausziehen müssen. Wer muss uns denn kündigen? Weiß nicht ob der Vertrag schon Rechtens ist da auch hier die VOBA ausgetrickst wird um den Markler nicht zu bezahlen.


Was empfehlen Sie uns, wie sollen wir uns verhalten? Einfach mal nicht reagieren oder gleich einen Anwalt auf suchen. Habe leider keinen Mietrechtschutz. Oder kann uns auch der Mieterverein dabei helfen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nachricht.

Wenn der neue Eigentümer einziehen will so muss er Ihnen kündigen.

Die Kündigung ist allerdings erst dann möglich wenn er neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist.

Ich empfehle wenn Sie Mitglied beim Mieterverein sind diesen aufzusuchen und Schadensersatzansprüche gegen den alten Vermieter geltend zu machen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo, noch eine Frage:


Bei der Besichtigung des Hauses war im Wohnzimmer ein alter Teppichboden drin. Ich habe angeboten das ich mich an den Unkosten bei einem neuen Laminat beteiligen werde, da ich sonst die Wohnung nicht nehmen kann mein Mann hat eine Staub Allergie hat. Es wurde ein neuer Laminat verlegt. Dieser war beim Einzug schon bezahlt und somit machte mir der Vermieter den Vorschlag ich solle eben 400,- € Beteiligung an der Duschkabine leisten da keine vorhanden war.


Wir haben dazu auch noch die Küche abgekauft. Wer weiß ob wir diese in der nächsten Wohnung brauchen können. Frage: Kann ich auch dieses Geld zurück verlangen ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Natürlich! Denn hätte Ihnen der Vermieter damals die Wahrheit gesagt, so hätten Sie den Mietvertrag niemals unterzeichnet und auch weder Küche noch Dusche bezahlt.

Sie haben daher auch einen Schadensersatzanspruch hinsichtlich dieser beiden Positionen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Kommt noch schlimmer. Jetzt kommt die Aussage, man hätte das Haus wegen uns verkauft.


War ja Krach wegen dem Grundstück hinterm Haus was ich herrichten wollte. Kann er das wirklich so vor Gericht bringen ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

So ein Unsinn!

Die Motivation des Vermieters spielt keine Rolle. Wichtig ist nur dass er Sie nicht über den Verkauf informiert hat.

Der "Krach" hinter dem Grundstück ist hier absolut bedeutungslos.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für Ihre Hilfe. Das wird wohl noch eine Weile Theater geben, aber so ist es wenn man fremden Menschen vertraut. Wir werden in Zukunft vorsichtiger sein.


Er hat noch 1200,-€ Kaution von uns. Wie sieht es damit aus? Ich traue ihm nicht mehr über den Weg. Er ist sehr wohlhabend aber auch gewieft wie man sieht.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Hinsichtlich der Kaution hat er ein Zurückbehaltungsrecht von 3 Monaten. Danach muss der neue Vermieter abrechnen und auszahlen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.