So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an hhvgoetz.
hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 2960
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
hhvgoetz ist jetzt online.

guten morgen, meine situation ist leider etwas kompliziert,

Kundenfrage

guten morgen,

meine situation ist leider etwas kompliziert, aber ich hoffe das ich sie verständlich darlegen kann.am 30.05. wurde ich von jetzt aufgleich auf die strasse gesetzt.auch wenn ich mit der miete einen monat im Rückstand warund es häufig zahlungsschwierigkeiten gab verhielt sich mein vermieter nicht rechtens.
am freitag den 30;05. ging ich wie immer zur Arbeit.morgens rief mich mein vermieter an und überzeugte sich das ich nicht da war betrat mein vermieter mit einer weiteren Person heimliche meine wohnung.dort entdeckten sie eine geringe menge unter 1g btm.ich gebe zu das die Wohnung alles andere als aufgeräumt war.

an dieser stelle betrat eine weitere person auch heimlich meine wohnung.der bruder von fr. h. arbeitet bei der polizei.an diesem tag hatte er keinen dienst und war als privat person da.
im verlauf des abends rief mich frau h. öfters auf meiner arbeit an und bestellten mich unter einem vorwand zu meiner Wohnung.ich war im glauben es ginge um post.
als ich dort ankam empfingen mich bereits die 3 genannten Personen.
nun hatte ich die wahl, ich lasse freiwillig alle anwesenden und zusätzlich 4 Polizisten in zivil in meine wohnung und erkläre mich bereit, dass alles durchsucht wird oder ich verweiger und es kommen 6 Polizisten mit hund.
ich wählte die erste möglichkeit.natürlich gab es überhaupt keinen durchsuchungsbefehl.es wurde nichts mehr gefunden.
ich musste die fristlose Kündigung unterschreiben die erst in der Wohnung handschriftlich verfasst wurde und bekam zusätzlich eine anzeige wegen 0,3g btm.
ich musste die wohnung noch am selben abend verlassen.außerdem wurde ich gezwungen die miete für juni komplett zu bezahlen wegen mietausfall.aus angst vor einer weiteren anzeige wehrte ich mich nicht.
nun meine frage: hätte ich das recht zu klagen?welche ansprüche habe ich?
schließlich verlor ich durch die wohnungslosigkeit meinen job.
vielen dank XXXXX XXXXX
mit freundlichen grüßen XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

den Schadensersatz für Mietausfall kann der Vermieter nicht im Vorhein verlangen. Insofern dürfte dieser Betrag zurückzufordern sein. Das sollten Sie selbst schriftlich mit kurzer Frist machen. Da zu erwarten ist, dass hierauf nicht reagiert wird, sollten Sie mit dem Schreiben und unter Schilderung der Situation beim örtlichen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Damit kann Sie gegen 15 Euro Schutzgebühr ein Anwalt Ihrer Wahl außergerichtlich vertreten und nach Einsicht in alle Unterlagen auch beraten, ob eine Klage ggf. mit Prozesskostenhilfe Sinn macht.

 

Bzgl. des zurückzufordernden Schadensersatzes besteht das Risiko, dass der Vermieter im Prozess doch einen Mietausfall nachweisen kann. Wenn Sie verlieren, haben Sie auch bei Prozesskostenhilfe jedenfalls die gegnerischen Anwaltskosten zu tragen.

 

Zu prüfen wäre auch, ob für Ihren Jobverlust Schadensersatz zu leisten ist, wenn dieser wirklich nachweisbar auf die Wohnungslosigkeit zurückzuführen ist. Problematisch ist hier aber die unterzeichnete fristlose Kündigung. Letztere wäre ggf. anfechtbar, wenn sie unter widerrechtlicher Drohung zustandegekommen ist. Das ergibt sich aber aus Ihren Schilderungen nicht.

 


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen