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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3328
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Schadensersatz wegen nicht zustandekommens eines Mietvertrag

Kundenfrage

geforderte Schadensersatzzahlung wegen nichtzustande kommens eines Mietvertrages. Ich habe vor einer Woche eine Wohnung besichtigt und anschliessend eine Selbstauskunft ausgefüllt, am nächsten Tag kam auch schon der Anruf das ich die Wohnung haben könne wenn ich noch Interesse hätte. Ich habe gesagt das ich nach wie vor an der Wohnung interessiert bin und daraufhin am 29.8. abends einen Mietvertrag per email zugesandt bekommen, anschliessend habe ich dem Anbieter mitgeteilt das ich leider frühestens dienstag abend zeit hätte um mich wegen der wohnung zu treffen, da ich aktuell sehr viel um die ohren habe und auch kaum erreichbar bin. In der Zwischenzeit hat mir der Vermieter auch noch einen Termin zur Schlüsselübergabe vorgeschlagen, auf den ich aber nicht eingegangen bin, da ich nicht wusste wie ich es zeitlich schaffe. Jetzt haben meine Partnerin und ich den Vertrag genau durchgelesen und möchten die Konditionen nicht akzeptieren und folglich auch die Wohnung nicht mieten, was ich dem Vermieter (Hausverwaltung) schriftlich (per email) so mitgeteilt habe. Jetzt habe ich heute Abend einen Brief von der Hausverwaltung bekommen, dass Sie die Monatsmiete für den Monat September von mir wollen, weil sie die Vormieterin vorzeitig aus dem Vertrag entlassen hätten (ich wusste nicht mal dass die Wohnung noch vermietet ist, sie war bei Besichtigung leer), als Verdienstausfall quasi, und wenn ich diese nicht innerhalb einer Woche bezahle rechtliche Schritte eingeleitet werden. Der Vermieter hat zwar Termindruck auf mich ausgeübt, aber ich bin nicht darauf eingegangen weil keine Zeit und auch unsicher wegen der Wohnung und ich sag ja auch keinem Vertrag zu den ich noch nicht mal gelesen habe. Ich habe meiner Meinung nach weder eine verbindliche mündliche noch schriftliche Vereinbarung getroffen. In wiefern ist sowas denn überhaupt machbar?

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in der Tat ist eine Interessensbekundung keine verbindliche Zusage, insbesondere wenn die konkreten Vertragsbedingungen noch nicht bekannt sind.

Daher sind Sie nicht verpflichtet, Schadensersatz zu leisten, insbesondere keine ganze Monatsmiete.

Dementsprechend sollten Sie die Forderung der Gegenseite zurückweisen und diese darauf verweisen, dass Ihnen die vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag nicht bekannt war und der Schaden, also die entgangene Miete, nachzuweisen ist.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.