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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3119
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Hallo. Mein Problem: ich habe eine Wohnung angemietet in die

Kundenfrage

Hallo. Mein Problem: ich habe eine Wohnung angemietet in die ich gar nicht mieten will - ich bin deswegen auch noch nicht eingezogen (Mietvertrag beginnt am 1.9., Kaution in bar = 3 Nettokaltmieten an Vermieter bereits gezahlt) und soll auch noch 1400 Euro (2,38 Kaltmieten + MWST) an den Makler zahlen, was ich erst recht nicht will.

Aus folgenden Gründen: der Makler inserierte, ich bin darauf eingegangen, zeigte Interesse an der Wohnung, wollte sie gerne mieten. Makler hat meine Selbstauskünfte dem Vermieter vorgelegt und meinte, dieser sei mit mir als Mieterin einverstanen. So weit so gut. Der Makler forderte mich auf, den Mietvertrag - einseitig- bei ihm zu unterschreiben und wollte mir das vom Vermieter unterschriebene Exemplar dann postalisch zusenden. Statt des Mietvertrages kam 2 Tage nach meiner Unterzeichnung jedoch eine E-Mail des Maklers, in der er mitteilte, dass ich die Wohnung nun doch nicht mieten könnte, da der Vermieter sich inzwischen entschlossen hätte das ganze Mietshaus zu verkaufen. Und der neue Käufer akzeptiere meinen Mietvertrag leider nicht. Mit der Mitteilung schickte mir der Makler gleich noch 5 neue Angebote zu, die mich aber nicht interessierten, da völlig anders gelegen.
Da ich meine eigene Wohnung bereits gekündigt hatte und aufgrund der vorherigen Zusage des Maklers, ich bekäme den Mietvertrag, ein Nachmieter für meine Wohnung zum Abschluss kam mit Mietbeginn 1.9. geriet ich in helle Panik, da ich mich ab September wohnungslos sah und schaute mir schnell noch 2 weitere Wohnungen an.
Eine dieser Wohnungen gefiel mir noch wesentlich besser als die des geplatzten Mietvertages. Sie war auch größer- die andere ist für mich und 2 Kinder eigentlich viel zu klein und außerdem hatte der Makler bei der geplatzten Wohnung in sein Expose geschrieben 'in Ruhiger Lage' tatsächlich befindet sie sich jedoch straßenseitig an einer vielbefahrenen Durchgangsstraße! Und es ist extrem laut dort! Selbst bei geschlossenen Fenstern hört man den Duchgangsverkehr und das Vibrieren der Scheiben...

Sie können sich vorstellen, dass ich allein wegen dieser Falsch-Angabe überhaupt keine Lust habe die Makler-Provision zu zahlen. Gilt dieses denn als Falsch-Angabe? Oder ist das meine SChuld?
Ich und meine Kinder könnten in der Wohnung jedenfalls kein Auge zutun wegen der extrem lärmigen Lage!

Nun denn hatte ich mcih 4 Tage nach der E-Mail-Information des Maklers (ich hatte ihm ebenfalls nochmal per E-Mail geantwortet, doch seltsamerweise kam vom Server die Rückmeldung, er könne jetzt meine E-Mails nicht empfangen! was ich alles sehr dubios und sonderbar fand...auch dass er mich nichtmal persönlich über das Nicht-Zustande-Kommen des Vertrages informieren wollte, sondern nur per Mail) schon entschieden die anschließend besichtigte Wohnung zu nehmen, da rief plötzlich der VERMIETER der anderen Wohnung persönlich bei mir an und meinte, er würde das Haus nun doch nicht verkaufen, wir sollten uns in 2 Tagen zur Wohnungsübergabe treffen und er würde mir dann das von ihm unterschriebene Exemplar mitbringen, ich soll die Kaution, 3 Monatsmieten in Bar mitbringen. Vom Makler keinen Ton mehr. Von daher und weil der Vermieter plötzlich alles mit mir alleine abmachen wollte ging ich davon aus, dass dieser jetzt sowieso außen vor bleibt und auch keine Provision fällig wird! Der Vermieter meinte allerdings, der Makler wäre 'ein guter Freund von ihm'. Ich meinte ich würde ihm den Termin erst noch bestätigen wollen und dachte dabei dass ich am nächsten Tag statt dessen bei der anderen Wohnung zusagen wollte.

Dummerweise kam ich dazu nicht, da am selben Abend ungebeten und vollkommen unerwartet der Makler an meiner Wohnungstür klingelte, ich wurde völlig überrumpelt und bekam von ihm wortlos bereits persönlich den vom Vermieter unterschriebenen Vertrag sowie seine Makler-Rechnung in die Hand gedrückt mit einem dummen Grinsen und den einzigen kurzen Satz: Ohne Unterschrift ist es noch kein gültiger Mietvertrag!
Wie weise! Ich WOLLTE ja auch gar keinen gültigen Mietvertrag haben!
Wie hätte ich mich gegen diese vollkommene Überrumpelung wehren sollen?

Das war letzte Woche.
Die Kaution habe ich tatsächlich dem Vermieter ausgehändigt. ICh sah mich leider dazu gezwungen. SEitdem kann ich in die Wohnung- und stelle jedesmal wieder fest, wie unsagbar laut es dort ist...und wie klein im GEgensatz zu der anderen besichtigten Wohnung sie ist.
Die Provision habe ich noch nicht gezahlt.

Ist die laute Umgebung der Wohnung, die der Makler verschwieg und sein Verhalten mit erst Zusagen und dann Absagen und dann Überrumpeln ein Grund die Provision nicht zahlen zu müssen? Ist die Tatsache, dass er in persönlicher Beziehung zum Vermieter 'als guter Freund' steht ein Grund??

Wie kann ich es schaffen da wieder raus zu kommen, keine Provision zahlen zu müssen, weil der Makler sie sowieso gleich weitervermakeln kann und die Andere Wohnung zu nehmen? Ich hätte mir ja die Andere gar nicht angesehen schließlich ohne Fehl-Info des Maklers!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie können den Vertrag gemäß § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten, wenn Sie nachweisen können, dass der Vermieter die Falschangabe bzgl. der "ruhigen Lage" kannte oder kennen mußte. Da der Makler es in seinem Expose geschrieben hatte, ist die Beweisführung vergleichsweise einfach, da davon auszugehen ist, dass der Vermieter das Expose kannte, zumal es sich auch um gute Freunde handelt.

Mit der Anfechtung erlischt der Mietvertrag und auch die Maklerforderung, d.h. Sie müssen dann weder Miet- noch Maklerkosten bezahlen.

Die Anfechtung sollten Sie schriftlich erklären und dabei als Grund die arglistige Täuschung benennen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine positive Bewertung der Antwort, um meine Vergütung zu ermöglichen.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte höflichst um Mitteilung, was gegen eine positive Bewertung spricht.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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