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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7690
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

Hallo ich besitze seit fast 10 Jahren ein Einfamilienhaus.

Kundenfrage

Hallo ich besitze seit fast 10 Jahren ein Einfamilienhaus. Rechts neben uns ist ein Zweifamielienhaus was vom Eigentümer an zwei Parteien vermietet wurde. Daneben befindet sich wieder ein Einfamilienhaus was vom Eigentümer bewohnt wird. Vor zwei Jahren bezog eine neue Mietpartei das Zweifamilienhaus. Von Anfang an hatten gab es Probleme mit dem Mieter und den Angrenzenden Bewohnern. Also wir, die Mietpartei über der Person und die Bewohner des anderen Einfamilienhauses wurden von dem zugezogenen Mieter provoziert, beleidigt und beschimpft. Er füttert unsere Tiere trotz mehrfachen Verbotes und respektiert nicht fremdes Eigentum. Anfangs suchten wir noch das Gespräch und wiesen darauf hin, dass wir an keinem Nachbarschaftsstreit interessiert wären. Aber darauf wurde nur mit einer weiteren Provokation reagiert.In der Vergangenheit drohte er uns des öffteren an auf unser Grundstück zu kommen um zum Beispiel unsere Abfallbehälter umzuwerfen. Daraufhin haben wir ihm mehrfach unmißverständlich gesagt das er unser Grundstück, was von einem 1,20m hohen Zaun gesichert ist, nicht betreten dürfe. Anderen Falls würden wir ihn anzeigen. So mussten wir uns nun schon 2 Jahre allerhand Beleidigungen anhören. Gestern erzählte mir dann meine Nachbarrin, dass sie am Freitag beobachtete wie die bereits erwähnte Person sich ein Spaß daraus machte unseren Hund eine Deutsche Dogge und eigendlich sehr lieb, aufs schlimmste zu provozieren und am Zaun aufzupuschen, so dass ihr das Tier sehr leid tat. Anschließend warf er alle möglichen Essensreste über den Zaun, die unser Hund dann aufnahm. Wir waren an dem besagten Abend nicht zu Hause und bekahmen erst einmal davon nichts mit. Desweiteren erzählte mir dann der Sohn der Nachbarrin, dass er kürzlich seinen Fußball in unseren GArten geschossen hatte. Daraufhin bewaffnete sich der besagte Mieter mit einem Knüppel und drang ohne unsere Kenntnis bzw. unserer Erlaubnis auf unser Grundstück ein um den Ball zu holen, trotz ausdrücklichen Verbotes.
In der Vergangenheit haben wir die Eigentümer des Zweifamilienhauses mehrfach auf die Mißstände aufmerksamm gemacht und sie darum gebeten Einfluss auf den Mieter zu nehmen. Sie meinten dann aber immer nur sie können nichts machen wir müssten das selber klären. Inzwischen trauen sich meine Kindr kaum noch den Garten zu nutzen. Auch alle betroffenen Erwachsenen fühlen sich einem solchen Nachbarn hilflos ausgeliefert. Unsere Wohn- und Lebensqualität ist stark eingeschränkt.
Was können wir tun? Für eine Anzeige reicht es ja nicht und ich bezweifle dass der Mieter sich davon beeindrucken lassen würde. Kann der Vermieter nicht in die Pflicht genommen werden eine Abmahnung auszusprechen und dann gegebenenfalls der Person das Mietverhältniss zu kündigen. Wir würden alle gern die alte harmonische Nachbarschaft wieder haben und uns auf unserem Grund und Boden wieder wohl fühlen können.

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.

RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aus meiner Sicht reichen die Vorfälle aus, um Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zu erstatten. Sie sollten sich die Aussagen der Nachbarn schriftlich geben lassen.

Weiterhin können Sie gegen die Mieter auf Unterlassung klagen. Bei Zuwiderhandlung wird ein empfindliches Ordnungsgeld gegen die Nachbarn erhoben.

Leider haben Sie gegen die Eigemtümer und Vermieter keine Handhabe, dass dieser eine Druckkündigung ausspricht. Eine solchge Möglichkeit besteht nur, wenn Mitmieter die Miete aufgrund der Belästigungen einbehalten.

Zur weiteren Vorgehensweise empfehle ich folgendes:
1. Einholung von schriftlichen Zeugenaussagen
2. Anbringen von Kameras die nur das eigene Grundstück filmen
3. Anwaltliches Abmahnschreiben an die Nachbarn mit der Aufforderung eine Unterlassungserklärung abzugeben.
4. Im Falle der Verweigerung der Abgabe einer Unterlassungserklärung, Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung. Bei jeder Zuwiderhandlung gegen die einstweilige Verfügung wird eine vierstelliges Ordnungsgeld fällig.
5. Strafanzeige nach Vorliegen der schriftlichen Zeugenaussagen wegen Beledigung, Sachbeschädigung un Hausfriedensbruch.

Wichtig ist für die weitere Vorgehensweise Ruhe zu bewahren und Beweise zu sammeln. Sollten Forderung aus dem Ordnungsgeld bestehen, sollten dann die kaution und der Erstattungsanspruch aus den Nebenkostenvorauszahlungen gepfändet werden.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

soweit noch Nachfragen bestehen, stehe ich hier gerne weiterhin zur Verfügung. Habe ich Ihre Frage beantwortet, bin ich für eine positive Bewertung dankbar.

Vielen Dank und beste Grüße!

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