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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Gestern war ich zur Eigentümerversammlung.Dort

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Gestern war ich zur Eigentümerversammlung.Dort wurde mit Mehrheit beschlossen,das ich einen meiner 2 Hunde abzugeben habe weil die angeblich den ganzen Tag kläffen und das Haus verunreinigen würden und sich schon mehrere Mieter über ihre Vermieter darüber beschwert hätten.Nachweißlich bin ich aber die ganze Woche garnicht in meiner Wohnung und demzufolge meine Hunde auch nicht.Meine Whg. ist in Nms und ich arbeite in Hamburg und bin von Montag o2.oo Uhr bis Freitag ca. 18.00 Uhr nicht in meiner Whg.Als ich die Whg. 1992 kaufte,tat ich das weil Hundehaltung erlaubt war und ich damals schon zwei Hunde hatte.Wo ist der Unterschied ob ich einen oder zwei Hunde habe?Zumal gestern beschlossen wurde das pro Wohneinheit ein Hund gehalten werden darfBei Zehn Wohneinheiten wären das zehn Hunde,wenn denn jeder einen hält und das Gebelle wenn einer anfängt ist doch viel störender als wenn meine beiden am Wochenende mal anschlagen wenn sie etwas im Treppenhaus hören.Für mich ist das einfach eine Form von Mobbing weil es einige Diskrepanzen mit einer Mieterin gibt.Also darf das einfach so beschlossen werden und muß ich tatsächlich einen Hund abgeben ? Freundlichst M.Eisensee
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Hätten Sie denn einen Zeugen der etwas über die Anwesenheit und das Bellverhalten Ihrer Hunde aussagen könnte?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich bin die Woche über in HH und mein Bekannter der mir dies ermöglicht kann bestätigen das die Hunde kaum bellen wenn ich bei der Arbeit bin

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie schon erwähnt habe ich die Whg.1992 gekauft eben weil Hundehaltung erlaubt war,also zog ich mit 2 Hunden ein.Wie kann es sein das man mir jetzt nur noch einen Hund zugesteht und das in der Eigentümerversammlung einfach mal eben beschließt und von mir verlangt,einen Hund abzuschaffen ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung:


Ein solcher Beschluss kann nur durch Anfechtung vor dem Amtsgericht aufgehoben werden. Nach einem Monat wird der Beschluss unanfechtbar und somit bindend, selbst wenn er falsch ist. Sie müssen daher unverzüglich tätig werden, § 46 WEG


Es wird durch das AG zu prüfen sein, ob der Beschluss ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht.

Das Gericht wird die Gründe der Verbotsbefürworter und die der Verbotsgegner abzuwägen haben. Wenn nicht gravierende Gründe gegen eine Tierhaltung sprechen, wird ein solches Verbot nicht den Regeln ordnungsgemäßer Verwaltung gem. § 21 Abs. 4 WEG entsprechen.

Auch ein Verstoß gegen den Anspruch jedes Eigentümers einer weitgehenden Nutzungsmöglichkeit des Sondereigentums gem. § 13 Abs. 1 WEG muss vom Gericht untersucht werden. Der Beschluss greift in das zuvor vorhandene Vertrauen der Eigentümer und Nutzer auf die insoweit unbeschränkte Nutzungsmöglichkeit des Sondereigentums nach § 13 Abs. 1 WEG ein (Haltung von 2 Hunden war ja ursprünglich zulässig).

Sie müssten daher dem Gericht nachweisen, dass von Ihren Hunden keine Belästigung ausgehen (Zeugen die bestätigen, dass Ihre Hunde keine Kläffer sind, die Gemeinsschaftsanlagen nicht verunreinigen und so weiter).

Also:

Wenn Sie den Beschluss nicht durch Klage angreifen, müssen Sie tatsächlich einen Hund abgeben.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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