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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26857
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag! Ich habe in meiner Mietwohnung die Rauhfaser-Tapete

Beantwortete Frage:

Guten Tag!

Ich habe in meiner Mietwohnung die Rauhfaser-Tapete entfernt und einen Kalk-Streichputz angebracht.
Dieser hat ein sehr viel besseres Raumklima und schützt vor allem vor Schimmel. Außerdem ist die Wohnung dadurch sehr aufgewertet.

Das Problem ist, ich habe das unternommen ohne den Vermieter davon zu unterrichten. Jetzt bin ich ausgezogen und er fordert Klärung.

Bevor ich mit ihm in Kontakt gehe möchte ich mich darüber informieren, wie die rechtliche Lage ist.
Ich gehe davon aus, dass ich ihn hätte fragen müssen und dass er auf "Rückbau" bestehen kann, was erhebliche Kosten verursachen könnte.
Der Kalkputz ist nicht ohne weiteres wieder zu entfernen und auch nur mit Rauhfasertapete zu überkleben. Eine andere glatte Tapete kann darauf ohne Spachtel-Untergrund nicht angebracht werden.

Wie ist die rechtliche Lage für mich?
Kann er auf Rückbau bestehen? Oder liegt meine Renovierung vielleicht sogar im Rahmen dessen was möglich ist?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wie sieht denn dieser Putz aus? Ist er denn stark strukturiert? Kann er denn überstrichen werden?


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das ist ein Kalk-Streichputz von HAGA und die Struktur ist ganz fein.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In diesem Falle ist das Entfernen der Tapete und das Aufbringen des Putzes vom Mietgebrauch nach § 535 BGB gedeckt.

Das bedeutet, wenn Sie die Tapete durch den Putz ersetzt haben, dann waren Sie nicht verpflichtet ein Einverständnis des Vermieters dazu einzuholen.

Sie sind aber auch zum Ende des Mietverhältnisses im Rahmen der Schönheitsreparaturen nicht verpflichtet den Putz wieder abzuschlagen und eine Tapete wieder aufzubringen.

Wichtig ist nur, dass der Putz ordnungsgemäß und fachmännisch aufgebracht wurde und der Putz farblich unaufdringlich ist (keine schreienden Farben).

Ist dies der Fall so können Sie den aufgebrachten Putz selbstverständlich belassen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, ich weiß nicht ob meine Frage von eben angekommen ist, weil sie gar nicht angezeigt wird.


 


Wenn es stimmt was Sie antworten hilft mir das sehr. Könnte das denn von folgender Klausel im Mietvertrag aufgehoben sein?


 





























12





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Pflegearbeiten, Renovierung und Schönheitsreparaturen









12.1





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Tapeten oder Wandanstriche in exzentrischen oder extremen Farbgebungen, insbesondere grelle oder besonders dunkle Farben, gelten als Beschädigungen des Mietobjektes und sind vom Mieter spätestens beim Auszug vollständig zu beseitigen, der frühere Zustand ist wieder herzustellen.









12.2





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Die Schönheitsreparaturen (Renovierungen) während der Mietdauer in den Innenräumen des Hauses sind jeweils bei Bedarf ohne besondere Aufforderung des Vermieters vom Mieter auf eigene Kosten fachgerecht auszuführen.


Verfügt der Mieter über gute handwerkliche Fähigkeiten, so kann er alle erforderlichen Arbeiten in Eigenleistung ausführen. In jedem Fall schuldet der Mieter jedoch eine fachmännische Ausführung mittlerer Art und Güte.









12.3









Schönheitsreparaturen sind: Instandsetzungsarbeiten und intensive Reinigungs- sowie Pflegearbeiten zur Beseitigung von Abnutzungserscheinungen, die durch normales Wohnen hervorgerufen werden. Generell sind dazu handelsübliche Reinigungsmittel, abriebfeste für Innenräume zugelassene Farben oder Lasuren und/oder Tapeten zu verwenden. Auf extreme Gestaltungen hinsichtlich Farben oder Tapeten ist zu verzichten.


In dem Mietobjekt sind dazu die folgenden, durch Ankreuzen markierte Arbeiten auszuführen:









x









Tapezieren der Wände und Streichen der Decken. Soweit das Mietobjekt mit Raufasertapete tapeziert ist, genügt ein Überstreichen, soweit der Zustand der Raufasertapeten dies zulässt und durch das nochmalige Überstreichen die Grundstruktur der Raufaser noch ansehnlich sichtbar bleibt. Nicht tapezierte Wände und Decken, insbesondere auch in den Nebenräumen sind neu zu streichen.





Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Leider erhalte ich Ihre Frage erst jetzt.

Nein, die Klausel führt nicht dazu, dass Sie den Putz wieder entfernen müssen.

Vor allem 12.1 gibt nur das wieder, was ich bereits erwähnt habe: Sofern der Putz ordnungsgemäß aufgebracht wurde und farblich zurückhaltend ist (ich nehme an er ist weiß oder hell) halten Sie sich im normalen Mietgebrauch.

Der Putz muss dann nicht entfernt werden.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend!
Beim Mieterschutzbund habe ich eine gegenteilige Auskunft erhalten. Dort geht man davon aus, dass der Vermieter ein Recht hat auf Rückbau, weil er nicht gefragt wurde und weil seine Wohnung nicht mehr in dem von ihm zur Verfügung gestellten Zustand ist. Er kann nicht ohne Aufwand eine Tapete anbringen.
Ich wäre dankbar, wenn Sie mir Ihre Antwort begründen könnten.
MfG
Shivani Allgaier
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wie begründet denn der Mieterbund seine Annahme einer baulichen Veränderung?


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Weil nur mit zeitlichem Aufwand (Spachteln / Abschleifen) der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden kann, d.h. die Wohnung wieder mit Tapete gestaltet werden kann.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich muss sagen ich bin anderer Ansicht.

Meiner Meinung nach stellt aus aufbringen des Putzes (fein, keine schreienden Farben, fachmännisch aufgebracht) einen gewöhnlichen Mietgebrauch nach § 535 BGB dar.

Das bedeutet, Sie sind bei Ende des Mietvertrages nicht verpflichtet den Putz wieder abschleifen zu lassen, es sei denn Sie haben mit dem Vermieter ausdrücklich vereinbart, dass die Wohnung mit Tapeten versehen wieder zurückgegeben wird.






Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für Ihre Auskunft. Mein Vermieter hat mir letzte Woche mitgeteilt, dass er mir die Kaution wieder zurückgibt. Den Grund für seinen Sinneswandel hat er mir nicht mitgeteilt. Auf jeden Fall ist die Sache dadurch für mich erledigt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Herzlicher Gruß
S. A.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Prima!

Es freut mich, dass Sie Sache für Sie ein gutes Ende genommen hat!


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt