So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rebuero24.
rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3168
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Mietrecht
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
rebuero24 ist jetzt online.

hallo, unsere wohnung in Berlin-Charlottenburg wurde vor drei

Beantwortete Frage:

hallo, unsere wohnung in Berlin-Charlottenburg wurde vor drei jahren verkauft. Der neue Besitzer meldet jetzt Eingenbedarf an. Gilt in diesem Fall auch die Sperrfrist von 7 Jahren? oder werden die drei Jahre bereits angerechnet?
Außerdem wohne ich in der wohnung seit 10 Jahren und bin zu 80% behindert. Spielt das eine Rolle?
Vielen dank XXXXX XXXXX Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Pernstein
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

sie meinen bestimmt die Kündigungssperrfristverordnung des Landes Berlin. Diese bestimmt ,dass die gegenüber der gesetzlichen Regel und Sperrfrist in § 577a BGB um 4 Jahre verlängert wird.

Diese Frist gilt aber nur, wenn die Wohnung vor dieser Zeit aus einer Mietwohnung heraus in Wohnungseigentum umgewandelt worden ist, also nicht nur verkauft worden ist, es muss auch eine entsprechende Umwandlung vorgenommen worden sein.

Sodann unabhängig davon sollte geprüft werden, ob die Kündigung den notwendigen Formalien gerecht wird und ob tatsächlich eine Eigenbedarf besteht.

Bzgl. der Behinderung könnte sich nur ein Bleiberecht ergeben, wenn eine unzumutbare Härte nach § 574 BGB vorliegt. Dann müssen Sie der Kündigung widersprechen.
Ein Beispiel hierzu, ähnlich Ihrem Fall:

Bei der Mieterin liegen allerdings Härtegründe im Sinne des § 574 BGB vor. Sie wohnt seit 1976 in der angemieteten Wohnung, ist 89 1/2 Jahre alt, alleinlebend und ausweislich des im Termin vorgelegten Ausweises zu 80% schwerbehindert. Sie ist auf tägliche häusliche Pflege angewiesen und aufgrund ihrer langen Wohndauer im Wohnviertel verwurzelt. Mögen auch diese Umstände für sich allein genommen eine soziale Härte nicht begründen, so bilden sie in ihrer Gesamtheit nach Ansicht der Kammer eine solche. LG Essen 15. Zivilkammer, Urteil vom 23. März 1999, Az: 15 S 448/98

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre positive Bewertung.

Viele Grüße
rebuero24 und 4 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.