So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RARobertWeber.
RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3316
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
55358529
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
RARobertWeber ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben in unserer Mietwohnung

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben in unserer Mietwohnung seit Dezember letzten Jahres Schimmelbefall in Ecken oben entlang der Außenmauern sowie unter hölzernen Verkleidungen der Vorhangstangen (diese wurden nicht von uns angebracht sondern angeblich von Vormietern).

Betroffen sind folgende Räumlichkeiten: Wohn- und Esszimmer, Badezimmer (seit kurzem), Schlafzimmer.

Von uns wird regelmäßig ordentlich gelüftet (2-3 x täglich, 10 Minuten, komplette Wohnung) und wir haben auch schon zusätzlich Luftentfeuchter aufgestellt. Die Schimmelbildung geht auch nur von Ecken an Außenwänden aus (vermutlich Wärmebrücken).

Wir haben den Vermieter davon mündlich in Kenntnis gesetzt Ende Dezember. Dieser meinte, dass er sich das anschaut und war dann auch einmal hier – meinte dann aber, dass man da erst was machen könne, wenn es wärmer wird. Wir haben uns erkundigt und diverse Firmen gefunden, die eine Kalkvernebelung durchführen könnten (zu jeder Jahreszeit). Unseres Erachtens will der Vermieter nur Geld sparen und den Schimmel dann selbst bzw. von "Bekannten" entfernen lassen.

Nachdem Schimmel sehr gesundheitsschädlich ist und Allergien auslösen kann, sowie Atemwegserkrankungen verursachen, möchten wir natürlich, dass der Vermieter sofort handelt. Wir sind bereits so weit, dass wir eine außerordentliche Kündigung in Erwägung ziehen. Welche rechtlichen Schritte können wir unternehmen und ist eine außerordentliche Kündigung ohne 3-Monate Frist hier möglich?

Können wir im Nachhinein eigentlich auch noch eine Mietzinsminderung durchsetzen?

Freundliche Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

eine außerordentliche fristlose Kündigung ist gemäß § 543 BGB nur dann möglich, wenn es Ihnen objektiv nicht mehr zumutbar ist, in der Wohnung zu verbleiben. Das bedeutet, dass Sie mindestens ein ärztliches Attest benötigen, das Ihnen bestätigt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Wohnung wohnen können.

Eine Mietminderung ist in analoger Anwendung des § 536b BGB durchaus aus rückwirkend möglich. Sie können dementsprechend die Miete ab Dezember mindern. Die Höhe der Mietminderung läßt sich aus der Distanz und ohne Ansehens des Schimmelbefalls nicht beurteilen, sie kann zwischen 1 % und 100 % liegen. Optimal wäre die Besichtigung des Schimmelbefalls durch einen Anwalt vor Ort.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Bezahlung zu ermöglichen.

Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
RARobertWeber und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.