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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir verkaufen unsere Eigentumswohnung. Mündliche Einigung über

Kundenfrage

Wir verkaufen unsere Eigentumswohnung. Mündliche Einigung über Kaufpreis im Dez 2011.
Notarieller Kaufvertrag November 2012
Mit Bitte um Abschluss bis max 31.12.2012.
Käufer ist ein mir bekannter junger Türke, 21 Jahre ehem. Nachbar.
Mehreren Kaufinteressenten haben wir abgesagt, um unser Wort zu halten.
Sein Geldgeber hat sich erst im Dezember 2012 geoutet als Angestellter der Volgsfürsorge Versicherung.
Bis dahin hielt er den Eindruck aufrecht, er würde für eine Bank arbeiten, die den Kredit bearbeitet.
Er hat uns auch mehrmal mündlich die Zahlung zugesichert.
Zuletzt am 27.12.2012 per Telefon.
Ich habe den Verdacht, dass er uns und den Käufer nur hinhält, um die doch sehr große Familie alle möglichen Versicherungen zu verkaufen.
Da er mehrmals bereits 200 km hierher gefahren ist, und nie der Kauf abgewickelt wurde.

Der zweite Mahnbescheid per Einschreiben Rückschein geht heute raus mit Zahlungsziel 10 TAge.
Danach Androhung rechtlicher Schritte.
Primär möchten wir den Versicherungsangestellten wegen Verschleierung oder ä. belangen.
Jedoch auch nicht vom Kaufvertrag absehen, da sonst die Notariatskosten auf uns zurückfallen.
Was können wir tun, um möglichst schnell an unser Geld zu kommen?
Wir das sind meine Mutter, 72 Jahre krebskrank und Tochter 49 Jahre, 150 km entfernt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hat der Käufer einen Grund genannt, warum er nicht zahlt, oder werden Sie nur hingehalten?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
und Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Der junge Mann/Käufer hat noch beim Notar tel. Erkundigung eingeholt, ob er sicher das Geld bekommt.


Das war im November 2012.


Auf die tel. Zusage des Versicherungsagenten hin, die sowohl der Notar, der Käufer, sein Vater als auch ich als Verkäufer hörten, hat der junge Mann unterschrieben. Er war sich bewusst, dass das rechtskräftig ist.


 


Ich schätze das als Hinhalten ein.


Der Kauf zieht sich bereits seit 14 Monaten hin, wobei alle Unterlagen ziemlich zeitnah übergeben wurden.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Gegen den Verkäufer können Sie aufgrund der notariellen Urkunde nach § 794 ZPO leicht vorgehen, indem Sie beim Notar eine vollstreckbare Ausfertigung beantragen und die Zwangsvollstreckung einleiten.

Sie können aber auch gegen den Kreditgeber vorgehen.

Wenn Ihnen dieser die Kaufpreiszahlung zugesichert hat und Sie nur aus diesem Grund den Kaufvertrag abgeschlossen hatten, so ist zwischen Ihnen und dem Kreditgeber ein sog. Näheverhältnis entstanden.

Dies hat zur Folge, dass Ihnen der Kreditgeber soweit der Kaufvertrag notleiden geworden ist, den sogenannten Vertrauensschaden zu ersetzen hat.

Dies ergibt sich aus § 280 BGB. Das bedeutet, Sie müssen so gestellt werden, als hätten Sie den Vertrag von Anfang an nicht geschlossen.

Der Kreditgeber muss also die Notarkosten, Maklerkosten, entgangene Zinsen, Rechtsanwaltskosten und so weiter als Schadensersatz tragen.

Soweit sich der Kaufvertrag 14 Monate hinzieht ist nicht zu erwarten, dass Sie in nächster Zeit Geld sehen werden.

Mein Ratschlag daher:

Treten Sie vom Kaufvertrag zurück und nehmen Sie den Kreditgeber wie beschrieben auf Schadensersatz in Anspruch.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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