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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 23060
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Stiefsohn wohnt mit Familie bei uns in einem Zweifamilienhaus

Kundenfrage

Stiefsohn wohnt mit Familie bei uns in einem Zweifamilienhaus in Miete. Als wir aus dem urlaub zurückkamen, stand plötzlich seine Waschmaschine nicht mehr in der gemeinsamen Waschküche, sondern im Bad. Vor ca. zwei Monaten machten sie das gleiche mit dem Trockner, auch ohne zu Fragen. Da die Waschmaschine in letzter Zeit Wasser verloren hatte, und auch wegen der erneuten Lärmbelästigung forderte mein Mann seinen Stiefsohn auf die Waschmaschine wieder in den Keller zu stellen. Ohne Erfolg. Dürfen wir das verlangen? Wer zahlt die Kosten bei einem Wasserschaden? Stiefsohn wollte nur wissen, was passiert, wenn er der Aufforderung nicht nachkommt, weil sie es so einfacher hätten. Können wir irgendetwas tun? Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Teilen Sie mir zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage bitte noch mit: Ist denn zwischen Ihnen als Vermieter und dem Stiefsohn als Mieter vereinbart (gegebenenfalls auch nur mündlich), dass Waschmaschine und/oder Trockner in Anbetracht der hiervon augehenden Lärmbelästigung in der Waschküche aufzustellen sind?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Als der Stiefsohn vor ca. 3 Jahren einzog, haben wir ihm in der Waschküche Platz für Waschmaschine und Trockner gemacht, den er auch genutzt hat. Im Mietvertrag steht leider nichts. Einmal haben wir ihm gesagt, dass nur bis 22 Uhr getrocknet werden darf, weil es uns sogar im Schlafzimmer zu laut war. Wir haben bis jetzt nie nein gesagt, doch diese Sache finden wir ziemlich dreist.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Klarstellungen.

Auch wenn sich in dem Mietvertrag keine ausdrückliche Vereinbarung hierzu findet, so ist Ihr Stiefsohn gleichwohl verpflichtet, Ihre schutzwürdigen Belange und Interessen bei der Inbetriebnahme der Waschmaschine und/oder des Trockners zu wahren. Dies ergibt sich schon aus den allgemeinen Rücksichtspflichten, die im nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnis und unter Bewohnern derselben Örtlichkeit einzuhalten und zu beachten sind.

Soweit Sie ihn - wie Sie mitteilen - auch bereits mündlich darüber in Kenntnis gesetzt haben, dass der Betrieb von Waschmaschine und Trockner für Sie mit erheblichen Lärmbelästigungen verbunden ist, gilt das oben Ausgeführte umso mehr.

Sie können daher auch auf der Grundlage des erläuterten Rücksichtnahmegebots von Ihrem Stiefsohn verlangen, dass dieser die ihm als Mieter zugewiesenen Stellplätze für Waschmaschine und Trockner im Keller nutzt. Sollte Ihr Stiefsohn sich darüber hinwegsetzen, so wären Sie als Vermieter berechtigt, ihm eine schriftliche Abmahnung wegen schuldhafter Verletzung seiner Mieterpflichten zu erteilen.

Sollte es als Folge der Aufstellung der Waschmaschine in dem Badezimmer tatsächlich zu einem Wasserschaden kommen, so wäre auch allein Ihre Stiefsohn verpflichtet, die Schadensregulierung zu übernehmen. Denn wenn er die Waschmaschine an einem hierfür nicht geeigneten Platz aufstellt, obwohl Sie ihm den Platz im Keller zugewiesen haben, hat er auch für etwaige Schäden einzustehen, soweit es zu einem Wasserschaden kommen sollte.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie bitte kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Was können wir tun ohne gerichtlich vorgehen zu müssen?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Sie sollten Ihre Stiefsohn nachdrücklich an seine Pflichten als Mieter erinnern. Hierzu zählt auch die Respektierung des Rücksichtnahmegebots. Ihr Stiefsohn ist mietvertraglich Ihnen gegenüber verpflichtet, sein Verhalten so einzurichten, dass von diesem keine unzumutbaren Beeinträchtigungen Ihrer Rechte ausgehen. Das ist aber dann der Fall, wenn von dem Betrieb der Geräte in dem Badezimmer für Sie nicht mehr hinnehmbare Lärmbelästigungen ausgehen. Es ist auch der Fall, weil Ihnen durch die nicht sachgerechte Platzierung der Waschmaschine in dem Badezimmer Schäden an Ihrem Eigentum drohen (Wasserschaden).

Sie sollten daher wie folgt vorgehen: Setzen Sie dem Stiefsohn eine letzte Frist von einem Tag zur Verbringung des Waschmaschine in den Keller, und berufen Sie sich hierbei ausdrücklich auf die oben dargestellte Rechtslage. Sollte Ihr Stiefsohn Ihrem Verlangen nicht nachkommen, so sollten Sie ihn schriftlich abmahnen. Kündigen Sie in der Abmahnung an, dass Sie sich für den Fall, dass er Ihrer Aufforderung dann immer noch nicht Folge leistet, die ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ausdrücklich vorbehalten.



Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Teilen Sie mir bitte mit, was Sie an der Abgabe einer positiven Bewertung hindert.

Ihre konkrete Anfrage ist ebenso konkret, zutreffend und ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann. Kostenlose Rechtsberatung ist verboten.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrter Herr ra-Huettemann,


ich bin mit dem Computer leider etwas auf Kriegsfuss. Ich finde den lachenden Smilie als eine sehr positive Bewertung. Vielleicht war ich mit der Bewertung etwas zu langsam oder hätte ich jede einzelne Anwort bewerten sollen? Mein Mann und ich waren sehr zufrieden mit Ihnen. Nochmals vielen Dank!

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die Bewertung.

Es ist alles in Ordnung, und es freut mich, Ihnen weitergehlofen zu haben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt