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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16075
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, , 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch, Vorsitzende des Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Nach einem Wasserschaden durch Regenwasser in unserer Wohnung

Kundenfrage

Nach einem Wasserschaden durch Regenwasser in unserer Wohnung ist uns ein erhablicher Schaden entstanden.Ein gerichtsverfahren läuft schon seit 3 Jahren. Wir haben einen Einheitsmietvertrag. Im §9 Absatz 3 ist die Verschuldensunabhängige Haftung Ausgeschlossen. § 536a Abs.1 BGB findet keine Anwendung. Gibt es eine möglichkeit den damaligen Vermieter zum Schadensersatz zubewegen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage


Das wird sehr schwierig


Ihren Vermieter muss zunächst ein Verschulden am Wasserschaden treffen


Selbst wenn ihn das trifft ist die Haftung nach § 536 a BGB ausgeschlossen; der Ausschluss müsste unwirksam sein



Bei Schäden an der Mietsache müssen Sie unterscheiden:


Die Schäden an der Sache selbst muss der Vermieter beseitigen, denn er hat ja die Pflicht , Ihnen eine zum vertragsgemäßen Gebrauch taugliche Mietsache zu überlassen



Anders ist es leider bei Schäden , die an Ihren eigenen Sachen eintreten.




Hier ist grundsätzlich ein Verschulden des Vermieters erforderlich.


Ein Verschulden wäre dann gegeben, wenn Sue ihn zB darauf hingewiesen häten, dass das Dach undicht ist und er nicht darauf reagiert hat, oder wenn er gewusst hat, dass das Dach undicht ist und nichts uternommen hat, kurz wenn ihm ein Unterlassen vorwerfbar ist.



Auch § 536 a BGB, der hier ausgeschlossen ist spricht von einem Vertretenmüssen des Vermieters, also von einem Verschulden





Es muss Ihrem Vermieter also zunächst ein Verschulden nachgewiesen weren


Ist das gegeben, muss geprüft werden, inwieweit der Ausschluss des § 536 a BGB im Einheitsmietvertrag wirksam ist.


Da es sich hier bei um allgemeine Geschäftsbedingungen handelt, kann diese Klausel auf ihre Angemessenheit hin geprüft werden




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